Auch Lobberich gewinnt knapp „Dreckiger“ Arbeitssieg für den TSV Kaldenkirchen

Handball-Oberliga · Durch den 25:23-Erfolg über den TSV Aufderhöhe baut sich der TSV Kaldenkirchen ein Polster zu den Abstiegsrängen auf, auch der TV Lobberich mühte sich zum Sieg gegen den TuS Lintorf. Keine Punkte gab es für den TV Geistenbeck.

Lobberich und Kaldenkirchen mühten sich am Wochenende zu knappen Siegen. 
  Foto: Ostermann

Lobberich und Kaldenkirchen mühten sich am Wochenende zu knappen Siegen. Foto: Ostermann

Foto: Tom Ostermann

Einen eminent wichtigen 25:23-(14:12)-Erfolg feierte der TSV Kaldenkirchen beim Tabellenvorletzten TSV Aufderhöhe. „Mit dem Saisonverlauf bin ich bisher sehr zufrieden“, betonte der Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse. „Mit dem Sieg in Aufderhöhe haben wir uns schon ein kleines Polster zur gefährdeten Region aufbauen können, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.“

Es war ein Arbeitssieg mit Höhen und Tiefen: Zwar lagen die Gäste aus Kaldenkirchen nie im Hintertreffen, hatten aber immer wieder schlechtere Phasen, in denen sie die Hausherren näher herankommen ließen. Zeitweise fehlte es der Mannschaft auch an der nötigen Konzentration. „Wir haben uns sehr mit Nebenschauplätzen beschäftigt“, ärgerte sich Hesse. „Die Spieler sind auf die Pöbeleien der Zuschauer eingegangen und waren auch nicht mit jeder Entscheidung der Schiedsrichter einverstanden, die aber auch auf beiden Seiten sehr kurios gepfiffen haben.“

Es waren aber eben auch sehr positive Dinge zu vermelden auf TSV-Seiten: Till Deckers bot im Tor bis zur 40. Minute eine starke Leistung, ehe er von Christian Thommessen abgelöst wurde, der seinem Vorgänger in nichts nach stand. Nils Coenen war der Turm in der Abwehr, wo auch Jens Niedhoff glänzte, der zudem von Rechtsaußen bei vier Versuchen keinen Fehlwurf zu verzeichnen hatte. „Für uns war das ein Vier-Punkte-Spiel und ich bin froh, auch mal einen dreckigen Sieg eingefahren zu haben.“

Tore des TSV: van Wesel (5), Kamps (5/3), M. Coenen, Dauben, Niehoff (je 4), N. Coenen, S. Coenen und Kuik.

Nach dem Pokalfight am Dienstag gegen den Regionalligisten MTV Dinslaken war beim TV Lobberich in der Oberliga ein deutlicher Substanzverlust erkennbar. Auch wenn die Spieler teilweise aus dem letzten Loch pfiffen, landeten sie gegen den Aufsteiger TuS Lintorf einen 32:27-(18:15)-Erfolg. „Wir waren von Beginn an zwar die bessere Mannschaft, konnten uns allerdings nicht absetzen, weil die nötige Spritzigkeit fehlte“, analysierte der Lobbericher Trainer Christopher Liedtke die Anfangsminuten.

Der Angriff war nicht so treffsicher wie in den Spielen zuvor und auch die Abwehr ließ Kompaktheit vermissen. Dafür erwischte Torhüter Gian-Luca Lasnig einen glänzenden Tag. „Auch wenn wir uns einige technische Fehler geleistet haben, und Lintorf in der zweiten Halbzeit noch einmal zum Ausgleich kam, war es nach meinem Gefühl ein ungefährdeter Sieg“, so Liedtke.

Dabei gab der 17-jährige Jonte Walter in den letzten acht Minuten sein Debüt in der Oberliga. Der A-Jugendliche holte gleich einen Siebenmeter heraus und traf von Linksaußen kurz darauf sehenswert in die lange Ecke. „Das war schon ein geiles Gefühl und bei seinem Tor hatte ich richtig Gänsehaut“, freute sich Liedtke für den Youngster.

Tore des TVL: Hoffmanns (8/3), Himmel, B. Liedtke (je 7), Hankmann, Dorenbeck (je 3), Falk (2), Greven und J. Walter.

Dagegen erwischte der TV Geistenbeck nicht seinen besten Tag und verlor bei der DJK Adler Königshof deutlich mit 31:38 (10:21). Gerade im ersten Spielabschnitt ließen die Gäste sehr viel vermissen. Sie waren zwar gut auf das Zusammenspiel von Rückraum und Kreisläufer der Hausherren eingestellt, konnten ihr Vorhaben jedoch nicht in die Tat umsetzen. „Hinten lief es nicht und vorne haben wir dann auch nicht getroffen“, ärgerte sich der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. „Damit hatten wir in der ersten Halbzeit gleich zwei Baustellen. Elf Tore Rückstand zur Pause sind schon ein echtes Brett.“

In der zweiten Halbzeit haben die Gäste dann zumindest noch eine Reaktion gezeigt. Es war ihnen deutlich anzumerken, dass sie sich nicht „abschlachten“ lassen wollten. „Auch wenn Königshof es etwas lockerer angehen ließ, haben wir uns doch gesteigert. Wir wollten eigentlich Wiedergutmachung betreiben, was uns leider nicht gelungen ist. Wir hatten auch einige personelle Probleme, was sicherlich auch zu dieser hohen Niederlage beigetragen hat. Jetzt erwarte ich von der Mannschaft am kommenden Wochenende gegen Aufderhöhe eine Reaktion und einen Sieg, wollen wir nicht in einen negativen Strudel geraten,“ so Laßeur weiter.

Tore des TVG: Leistner (6), D. Meißner, Geraedts, Schimanski (je 5), Hüpperling (4), A. Meißner (3), Krücken (2) und Markovic.

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