Hallenstadtmeisterschaft Mönchengladbach: Titelträger wird gesucht

Hallenstadtmeisterschaft : In der Endrunde ist nun alles möglich

1. FC, Mennrath, Giesenkirchen, Türkiyemspor oder Polizei SV – ein Favorit ist im Titelrennen kaum auszumachen. Kritik gibt es an dem Umstand, dass zwischen Zwischen- und Endrunde nur ein Ruhetag anberaumt war.

Am Samstag gegen 19 Uhr ist es wieder soweit: Dann wird feststehen, wer bei der 36. Austragung der Hallenstadtmeisterschaft den Pokal der Rheinischen Post in Richtung des Hallendachs recken darf. Viele haben Rekordsieger 1. FC als Favoriten ausgemacht, aber längst nicht alle Beobachter.

Bünyamin Türkhan kennt sich mit dem Fußball unter dem Hallendach aus. Er ist eine Vereinsinstitution bei Furious Futsal, das in diesem Jahr seinen wohl bisher stärksten Auftritt im Turnier hingelegt hat, auch wenn es zum Weiterkommen noch nicht reichte, auch aufgrund einer schwierigen Gruppe. „Der 1. FC hat hier einen sehr disziplinierten Auftritt hingelegt, das hat allerdings auch der SC Hardt. Aber dennoch glaube ich, dass Victoria Mennrath den FC am ehesten ärgern kann“, sagt Türkhan. Ähnlicher Meinung ist der langjährige Fußball-Fachwart und Schiedsrichter-Obmann Rolf Göttel. „Die Favoriten sind für mich Mennrath und der 1. FC“, sagte er nach der Zwischenrunde, in der die auch von ihm stark eingeschätzten Wickrathhahner die Segel hatten streichen müssen.

Immerhin wollte die Auslosung es schon einmal so, dass die Westender erst einmal nicht auf die Mennrather treffen. In Gruppe A hat der FC es allerdings alles andere als leicht. Denn neben Bezirksligist Giesenkirchen und dem nun sicherlich euphorisierten A-Ligisten Polizei SV aus der Zwischenrunde ist mit Rot-Weiß Venn auch das Überraschungsteam der Vorrunde in Gruppe A. Der B-Liga-Spitzenreiter spielte feinsten Hallenfußball und hat mit Tobias Hansen einen echten Spezialisten für das Spiel unter dem Dach in seinen Reihen.

Und so gibt es auch Skeptiker, die dem FC den Titel nicht zutrauen. Dazu gehört Hallensprecher Dieter Kauertz, der selbst den Westendern angeschlossen ist: „Sie haben es in der Vorrunde sicher nicht schlecht gemacht, mich aber auch nicht restlos überzeugt. Ich glaube daher eher an Mennrath oder Fortuna aus Gruppe B. Ins Halbfinale sollten es aber auch der FC und Giesenkirchen schaffen.“

Das jedoch werden schon in der Gruppe B zwei weitere Teams verhindern wollen. Die A-Ligisten SC Hardt und Türkiyemspor sollten ihre Ziele mit der Teilnahme an der Endrunde schon erreicht haben, können befreit aufspielen. Und immer wieder war am Donnerstag auch die Einschätzung zu vernehmen, dass die beiden Teams aus der Zwischenrunde, eben Türkiyemspor und der PSV, sicherlich nicht zu unterschätzen sind. In diesem Zusammenhang äußerte PSV-Coach Thomas Vaßen am Donnerstag auch eine leise Kritik. „Ich verstehe nicht, warum man es in diesem Jahr nicht hinbekommen hat, die A-Jugend-Endrunde mit der Zwischenrunde zu tauschen. Wenn man dann bis zur Endrunde nur einen Tag Pause hat, dann ist das schon etwas wenig, wenn es wie hier bis zur letzten Sekunde um alles geht“, betonte er. Ein zumindest bedenkenswerter Vorschlag.

Am Samstag wird sich dann zeigen, ob der PSV und Türkiyemspor noch einmal an die Grenzen gehen können. Für Fachwart Jürgen Marohn sind noch zwei wichtige Teams im Rennen, nämlich „sein“ Polizei SV und sein vor dem Turnier geäußerter Favorit Türkiyemspor.