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Hallenstadtmeisterschaft in Mönchengladbach: A-Jugend von Furious Futsal disqualifiziert

Hallenstadtmeisterschaft : Futsal-Jugend darf nicht zur Endrunde

Bei der Hallenstadtmeisterschaft wurden die A-Junioren von Furious Futsal nachträglich disqualifiziert. Den Veranstalter schmerzt die Entscheidung. Denn allgemein sinkt die Zahl der Teilnehmer im A- bis C-Jugendbereich.

Die Jugendwettbewerbe hatten gerade erst begonnen, da gab es für die Organisatoren das erste Ärgernis: Erneut musste während der Hallenstadtmeisterschaft eine Mannschaft wegen fehlender Spielberechtigung nachträglich disqualifiziert werden. Leidtragender Verein war Furious Futsal, der in der Vorrunde hinter TuS Wickrath Zweiter in seiner Gruppe gewoerden war und somit in der Endrunde gestanden hätte. Zur Ehrenrettung sei erwähnt, dass die Ursache der Disqualifikation beim WDFV (Westdeutscher Fußball-Verband) zu suchen ist.

Hintergrund: Während bei den Senioren die Futsaler mit einer Zweitspielberechtigung auflaufen dürfen, ist dies im Juniorenbereich noch nicht in der Satzung verankert. Deshalb wurde den Spielern von FF 07 auf Grund eines Beschlusses des Jugendausschusses WDFV die Spielberechtigung zurückgezogen. Dies teilte Jürgen Marohn, Fachwart Fußball beim Stadtsportbund, unserer Redaktion mit. Kreisjugendgeschäftsführer und Staffelleiter Günter Fechtel wartet diesbezüglich die Begründung aus Duisburg ab.

Dabei sind die Futsal-Mannschaften angehalten, eine Jugend aufzubauen, um in nächster Zukunft ebenfalls einen geregelten Spielbetrieb ins Leben zu rufen. Zudem möchte der DFB den Hallenfußball nach Futsal-Regeln durchgeführt sehen. Und da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz. Der Ausschluss wird vom Ausrichter angesichts des immer kleiner werdenden Teilnehmerfeldes besonders bedauert. „Uns sind durch die Entscheidung aus Duisburg leider die Hände gebunden. FF 07 hat sich als überaus wettbewerbsfähig dargestellt und war eine Bereicherung“, sagte Marohn.

Aber auch während der Hallenstadtmeisterschaft ist offensichtlich, dass die Zahl der teilnehmenden Mannschaften – vor allem bei den A- bis C-Junioren – abnimmt. „Allerdings nicht in dem Maße, wie er in anderen Kreisen zu beobachten ist. Wir stehen im Gegensatz dazu noch recht gut da“, erklärte Fechtel. So haben bei den A-Junioren 13 Mannschaften (ohne FF 07) gemeldet. Nur Schelsen verzichtete dort. Bei den B-Junioren sind es 15 Mannschaften. So sind nur der 1.FC, Hehn, Hardt, Hockstein, Neuwerk, Fortuna und Lürrip bei den A-, B- und C-Junioren vertreten.

Gerade in Zeiten, in denen das Freizeitangebot so groß ist, sind Anstrengungen seitens der Vereine vonnöten, die Junioren bei der Stange zu halten. So sagte Frank Holten, Trainer der Hocksteiner U19, dass beispielsweise gemeinsame Unternehmungen abseits des regulären Trainings- und Spielbetriebs eine sinnvolle Alternative wären. Dabei könnten Hockstein oder Wickrathhahn als Vorbild einer hervorragenden und wachsenden Jugendarbeit dienen. Es gibt aber auch weitere Möglichkeiten. So können Vereine zum Beispiel auch Spielgemeinschaften eingehen, wenn für ein eigenes Team nicht genügend Spieler zur Verfügung stehen und andere Klubs in der Nähe das gleiche Problem haben.