1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Sport

Hallenstadtmeisterschaft: Die Gruppen 5 und 6

Hallenstadtmeisterschaft : Wickrathhahn wirft RSV aus dem Turnier

In einem hochdramatischen Finale der Gruppe 6 rutscht der Bezirksligist von Rang eins auf drei, B-Ligist Venn steht damit als Sieger in der Endrunde, die Hahner in der Zwischenrunde. In Gruppe 5 ist Giesenkirchen in der Endrunde, in der Zwischenrunde einstweilen Welate Roj – dort müssen aber Spielgenehmigungen überprüft werden.

Das Beste zum Schluss: Unter dieser Überschrift lässt sich das verkaufen, was die fünf Mannschaften in Gruppe 6 der Hallenstadtmeisterschaft in der Jahnhalle boten. Schon mit dem 3:2 des B-Liga-Spitzenreiters Rot-Weiß Venn zum Auftakt gegen den A-Liga-Primus Wickrathhahn wurde klar, was in dieser Gruppe möglich sein könnte. Zwei Siege zum Auftakt schaffte gegen Venn und Furious Futsal nur der Rheydter SV, der dann doch mit Ferdi Berberoglu und vielen seiner prominenten Namen antrat. Beim 4:5 gegen die Rheydter ließ Furious jedoch beste Chancen aus und hätte auch als Sieger vom Feld gehen können. Die Rheydter blieben auch im dritten Spiel durch ein 7:3 gegen den MSV Mönchengladbach in ihrer Bilanz makellos. Dahinter duellierten sich Wickrathhahn und die starken Venner, die vor dem letzten Gruppenspiel auf je sechs Zähler kamen. Die Venner hatten es zum Abschluss mit Furious zu tun, das wieder nur an einem Weiterkommen schnuppern durfte. Angetrieben von einem an diesem Abend bärenstarken Tobias Hansen mit acht Treffern siegte Venn mit 6:1 und schob sich vor dem finalen Spiel zwischen dem RSV und Wickrathhahn an die Spitze.

Dort war nun für die beiden Kontrahenten, aber auch für Venn alles drin. Klar war nur: Hahn half nur ein Sieg. Was folgte war das bisher beste Turnierspiel. Dreimal ging Wickrathhahn in den ersten sechs Minuten in Führung, dreimal glich der RSV aus. Dann gingen die Rheydter durch Ferdi Berberoglus zweiten Treffer der Partie erstmals in Führung, kurze Zeit später auch mit 5:3, doch Hahn glich zum 5:5 aus. Zwei weitere Treffer von Pascal Schmitz, mit bisher elf Toren bester Schütze des Turniers, sorgten für ein 7:5. Zwar gelang dem RSV noch einmal der Anschluss, doch mehr als das 6:7 war nicht mehr drin. So gewann Venn sensationell die Gruppe, die Hahner müssen in der Zwischenrunde ran. „Wir haben uns schon zumindest den zweiten Platz erhofft. Mein alter Trainer Peter Daners hat schon immer gesagt, dass man das erste Spiel gewinnen muss. Das haben wir geschafft, und das war die Basis“, sagte Venns Coach Tony Korte.

Ebenso schnell wie klar fiel am Sonntagmittag die Entscheidung in Gruppe 5 aus, die nach der Absage des SV Schelsen mit nur vier Mannschaften ausgetragen wurde – vor recht spärlich besetzten Rängen. Mit drei Siegen und insgesamt 16:1 Toren setzte sich Bezirksligist DJK/VfL Giesenkirchen erwartungsgemäß durch, war nur gegen den KFC Welate Roj gefordert, der letztlich aber auch 5:1 besiegt wurde. „Natürlich wollten wir das Ding recht klar gestalten, und das haben die Jungs gut gemacht“, lobte Trainer Volker Hansen. „Wir haben den Ball gut laufen, lassen, die Ruhe bewahrt und uns nicht anstecken lassen.“

Weniger klar, als die Zuschauer das beim Verlassen der Halle dachten, gestaltete sich jedoch die Frage nach Platz zwei. Sportlich hat diesen souverän mit Siegen gegen Rot-Weiß Hockstein und den auch am Ende punktlosen SV Wickrathberg der B-Ligist KFC Welate Roj errungen, doch womöglich kommt es dennoch nicht zur Zwischenrunden-Teilnahme. Ähnlich wie bei Wickrathhahn im Vorjahr liefen hier drei Spieler auf, deren Rückmeldung vom abgebenden Verein noch nicht geklärt war. Sollte diese zum Spieltermin nicht vorgelegen haben, wird der KFC ausgeschlossen und Hockstein rückt als Dritter nach. Eine Entscheidung wird es hier aber vor dem 2. Januar nicht geben, wenn die Passtelle wieder öffnet.