Hallenstadtmeisterschaft Mönchengladbach Borussias Frauen holen den Favoritensieg

Hallenfußball · Bei der Hallenstadtmeisterschaft der Frauen marschieren Borussia Mönchengladbach Reserve und der FV Mönchengladbach mit etlichen Kantersiegen durch die lange Gruppenphase. In einem intensiven Endspiel setzt sich Borussia dann gegen den FV durch.

Borussias Reserve behauptete sich im Duell mit dem FV Mönchengladbach um den Hallentitel der Frauen.  Foto: Theo Titz.

Borussias Reserve behauptete sich im Duell mit dem FV Mönchengladbach um den Hallentitel der Frauen. Foto: Theo Titz.

Foto: Theo Titz

Vor genau einem Jahr stürmte der FV Mönchengladbach unaufhaltsam durch das Frauenturnier der Hallenstadtmeisterschaft und düpierte Borussia Mönchengladbachs Reserve auch im Finale deutlich mit 8:2. Seitdem ist beim FV jedoch einiges passiert: Abstieg aus der Regionalliga, ein großer Umbruch und der Neuaufbau im Mittelfeld der Niederrheinliga. In gleicher Spielklasse überwintert Borussias Reserve derweil als überlegender Tabellenführer. Es galt daher eine neue Rollenverteilung für die diesjährige Stadtmeisterschaft. Daraus machte auch FV-Trainer Marco Ketelaer keinen Hehl: Er stufte die Borussia im Vorfeld als „leicht favorisiert“ ein. Und am Ende sollte er damit recht behalten: Borussias Reserve sicherte sich im Finale gegen den FV den ersten Hallentitel seit 2019.

Dass die beiden Favoriten bereits in der Gruppenphase aufeinandertrafen, lag am besorgniserregenden Starterfeld der diesjährigen Frauenrunde: Lediglich sechs Mannschaften hatten sich für die Stadtmeisterschaft angemeldet. Nie gab es in der zwölfjährigen Turniergeschichte der Frauen-Stadtmeisterschaft weniger teilnehmende Teams.

Der Stadtsportbund (SSB) als Veranstalter entschied sich daraufhin, alle sechs Teams in eine Vorrundengruppe gegeneinander antreten zu lassen. Der Spannung des Wettbewerbs war dies aber nur bedingt zuträglich. Denn die beiden Erstplatzierten sollten im Anschluss noch ein separates Finale austragen – und im Prinzip war mit Start des Turniers klar, dass es dann erneut zum Duell zwischen Borussia und dem FV kommen sollte.

So sammelten beide Mannschaften im Verlauf der Gruppenphase mühelos deutliche Siege in Serie:  Borussia unter anderem 9:0 gegen Neuwerk und 7:0 gegen Giesenkirchen, der FV wiederum 10:0 gegen Neuwerk und 11:0 gegen Giesenkirchen. Den restlichen vier Teams fehlte durch diesen Modus indes ein zusätzlicher sportlicher Anreiz wie das Erreichen des Halbfinals, es blieb nur der Kampf um Platz drei in der Gruppe.

Das erste Duell zwischen Borussias Reserve und dem FV entschied derweil früh am Abend die Borussia mit 2:1 für sich. Jihane Al Abdouni brachte Borussia per Doppelschlag mit 2:0 in Führung, Zara-Eve Abike Izuagie gelang nur noch der Anschlusstreffer. Damit sicherte sich Borussia den Gruppensieg – letztendlich mit fünf Siegen aus fünf Spielen und einem Torverhältnis von 27:2. Der FV war mit der Bilanz von 32:2-Toren noch besser – hatte nur eben drei Zähler weniger auf dem Konto.

Im Kampf um Platz drei verbuchte der SC Hardt früh zwei wegweisende Erfolge gegen Odenkirchen (4:1) und die Sportfreunde Neuwerk (7:1). Da allerdings auch Giesenkirchen gegen diese beiden Teams gewann, gab es schließlich ein kleines Finale um Gruppenplatz drei. In diesem setzte sich dann Hardt deutlich mit 8:1 durch.

Auch gegen Borussia (0:4) und den FV Mönchengladbach (0:5) hatte sich Bezirksligist Hardt achtbar geschlagen und durfte die Stadtmeisterschaft verdientermaßen als dritte Kraft im Gladbacher Frauenfußball beenden. Im letzten Spiel der Gruppenphase feierten zudem im Duell der bis dato punktlosen Teams auch die Sportfreunde Neuwerk beim 4:1 gegen Odenkirchen den ersten Sieg.

Im Endspiel über zweimal zehn Minuten kam es zum erwarteten Wiedersehen zwischen Borussia und dem FV. Und erneut ging die Borussia durch Jihane Al Abdouni bereits in der 3. Minute mit 1:0 in Führung. Die Partie war jedoch umkämpft und ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Doch der zweite Treffer fiel abermals für die Borussia, Helen Klos erhöhte in der 6. Minute auf 2:0.

Nach dem Wechsel kämpfte der FV energisch um den Anschluss und wurde durch Sahra Hassan belohnt (13.). Im Anschluss ließ allerdings auch Borussia beste Chancen liegen – und rettete erneut ein 2:1-Erfolg für den Sieg bei der Stadtmeisterschaft über die Zeit.

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