Hallenhockey: Gladbacher HTC ist wieder Bundesligist

Hockey: GHTC feiert die Rückkehr in Liga eins

Angeführt vom fünffachen Torschützen Paul Tenckhoff gewinnen die Gladbacher das Saisonfinale beim Kahlenberger HTC 8:3. „Die Jungs haben sich den Aufstieg und einen großen Respekt verdient“, sagte GHTC-Vorsitzender Florian Kuntz. Im Klubhaus stieg am Sonntag eine lange Party.

Der Gladbacher HTC ist zurück in der Bundesliga. Zumindest in der Halle. Im letzten Saisonspiel der Zweiten Liga ließ sich der GHTC am Sonntag beim Kahlenberger HTC die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und ist nach vier Jahren zurück im Oberhaus. Dem überragenden Schlüssel-Sieg gegen SW Köln vergangene Woche (9:4) ließen die Gladbacher einen verdienten und souveränen 8:3 (3:1)-Sieg in Mülheim folgen.

Schon einige Sekunden vor Schluss brachen in Mülheim alle Dämme. Spieler, Trainer, Verantwortliche und Zuschauer fanden sich in einer riesengroßen Jubeltraube wieder. Florian Kunz, GHTC-Vorsitzender und selbst viele große Hockeyspiele gewöhnt, fand als einer der Ersten zurück zur Ruhe und herzte Trainer Marcus Küppers und danach alle Spieler: „Die Jungs haben sich den Aufstieg und einen großen Respekt verdient. Wir waren gefühlt schon anderthalb Mal raus aus dem Aufstiegsrennen, aber haben es doch noch gepackt. Es freut mich vor allem, dass die Mannschaft es endlich mal in den wichtigen Spielen auf die Kette bekommen hat.“

Angeführt von Spielführer und Geburtstagskind Niklas Braun legten die Gladbacher gestern sofort einen hohen Gang ein und wirkten vor voller Halle hochmotiviert. So war die übliche Nervosität bei solchen Entscheidungsspielen nur von kurzer Natur. Auch deshalb, weil die Kahlenberger munter mitspielten und ebenfalls gewinnen wollten. Die Weichen auf Sieg stellte einmal mehr der Cheftorschütze im Gladbacher Team: Paul Tenckhoff erzielte alle drei Treffer im ersten Durchgang und legte später noch zwei Tore nach.

Aber nicht nur der 34-Jährige, der jetzt satte 25 Treffer auf dem Konto hat, erwischte einen guten Tag. Vor allem die Defensivarbeit und das so wichtige „Brettlegen“ klappte einwandfrei. So einwandfrei, dass der KHTC, immerhin im Vorjahr noch Bundesligist, erst zehn Minuten vor Schluss zum ersten Tor aus dem Spiel heraus kam. Trainer Küppers war davon begeistert: „Die Jungs haben das Spiel heute in der Defensive gewonnen. Ohne Ausnahme haben alle überragend gut mitgearbeitet. Zu Beginn hatten wir mit dem schwierigen Boden in der Halle leichte Probleme, was sich aber sehr schnell gelegt hat.“

Auch in der zweiten Halbzeit hatte man nie das Gefühl, dass das Spiel noch hätte kippen können. Der GHTC hatte nicht nur deutlich mehr Ballbesitz, sondern wirkte insgesamt auch reifer und ballsicherer. Spätestens nach dem 5:1 durch das erste Saisontor von Robin Kremers (38. Minute) war allen Beteiligten klar, wohin die Reise führen würde. Dass Niki Braun den Sieg mit zwei Toren in der Schlussphase noch in die Höhe schraubte, war schön anzuschauen, ging aber im rot-schwarzen Aufstiegsjubel fast unter.

Auch drei Unterzahl-Situation in einer Halbzeit brachten keine Unruhe mehr ins Spiel. Auch deshalb, weil die Gladbacher fast fehlerfrei agierten. „Hinten raus hatten wir viel Sicherheit und haben das Spiel routiniert zu Ende gespielt. Auch die Situationen in doppelter Unterzahl haben die Jungs bestens gemeistert“, so Trainer Küppers, der sich nach Spielschluss gleich auf den Weg nach Mönchengladbach machte, wo es im GHTC-Klubhaus eine lange Aufstiegsparty gab.

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