Damen des Gladbacher HTC Letzte Minimalchance für den Aufstieg in die 2. Liga

Hallenhockey · Mit der Pleite gegen SW Köln verspielten die Damen des GHTC ihre gute Ausgangslage. Nun hat das Team es nicht mehr selbst in der Hand. Zufrieden mit der Saison ist man trotzdem.

Gegen SW Köln verloren die GHTC-Damen 2:5.

Gegen SW Köln verloren die GHTC-Damen 2:5.

Foto: Susanne Breithaupt

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga im Hallenhockey ist rechnerisch für die Damen des Gladbacher HTC vor dem abschließenden Spieltag in einer Woche noch möglich. Praktisch glaubt aber kaum noch jemand daran: Denn das entscheidende Duell am vergangenen Wochenende gegen Schwarz-Weiß Köln verlor der GHTC. Die Ausgangslage nun: Gladbach müsste am 26. Februar gegen Tabellenführer Düsseldorf gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass SW Köln gegen Stadtrivalen Rot-Weiss verliert. Da RW Köln II mit lediglich zwei Siegen den vorletzten Tabellenplatz belegt, gilt dies aber als eher unwahrscheinlich.  Bei einem Remis gegen Düsseldorf müssten die GHTC-Damen zudem auf eine deutliche Niederlage des direkten Konkurrenten hoffen. Daher sieht vieles nach einem Verbleib in der Regionalliga aus. Und trotzdem ist man im Verein zufrieden mit der Saison.

In der Regionalliga spielen mit Uhlenhorst Mülheim II, dem Düsseldorfer HC II und Rot-Weiss Köln II gleich drei Reserveteams von Bundesligisten – was sich für den GHTC als Vor- und Nachteil zugleich entpuppte. Zwar dürfen die drei Klubs nicht in die neu geschaffene 2. Bundesliga aufsteigen und sind im Aufstiegskampf keine Konkurrenz, allerdings konnten diese Teams immer wieder auf Spielerinnen aus der ersten Mannschaft zurückgreifen, deren Qualität in der Halle einen großen Unterschied ausmacht. Das bekamen auch die GHTC-Damen zu spüren.

Zunächst gab es zum Auftakt zwar einen deutlichen 6:1-Erfolg gegen ETuF Essen, aber gleich am 2. Spieltag mussten sich die Damen mit Mühlheim II einem Reserveteam nach intensiver Schlussphase mit 5:7 (3:3) geschlagen geben. Dennoch folgten zwei Siege, ehe sich die zum Teil junge Mannschaft von der Kulisse bei Schwarz-Weiß Köln beeindrucken ließ und mit 2:8 die deutlichste Saisonpleite kassierte.

Zum Jahresauftakt wäre bei der Reserve von Düsseldorfer HC ein Punkt möglich gewesen, am Ende stand allerdings eine 1:2-Niederlage im Spielbogen. Im Anschluss setzten die GHTC-Damen zum Erfolgslauf an: Angeführt von einer formstarken Silke Ungricht, welche alleine achtmal traf, schlugen sie Essen mit 6:2 (2:1), Mülheim II mit 6:4 (3:2) und RW Köln II mit 3:2 (2:0). Vor allem gegen Mülheim bewiesen sie eine tolle Moral und konnten die Partie trotz zwischenzeitlichen Rückstandes zu ihren Gunsten drehen. Somit war alles bereit für ein Endspiel um den Aufstieg am vergangenen Spieltag in eigener Halle gegen SW Köln.

Trotz anfänglicher Nervosität entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit einem Chancenplus für Gladbach, welches sich aufgrund gnadenlos effektiver Kölnerinnen aber nicht im 0:3-Halbzeitergebnis widerspielgelte. Auch nach der Pause erarbeiteten sie die Spielerinnen um das Abwehrduo Anna Lauten und Judith Helmgens mehr Kreisszenen, agierten jedoch im Abschluss oft unglücklich. Am Ende stand eine 2:5-Pleite.

„Wir haben uns sehr über die große Unterstützung durch eine volle Halle gefreut. Dass es schlussendlich nicht geklappt hat, ist natürlich sehr bitter, da wir es in der eigenen Hand hatten,“ äußert sich Anna Lauten nach der Partie und fügte insgesamt mit Blick auf die Saison an: „Wir haben eine starke Defensive und durch die meist nur knappen Niederlagen ein gutes Torverhältnis. Es war lange eng und der Aufstieg möglich.“ Und noch ist das Thema Aufstieg nicht komplett abgehakt. Es braucht am 26. Februar halt ein „Wunder“ aus Sicht des GHTC.

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