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Hockey: Griffig, aber nicht erfolgreich

Hockey : Griffig, aber nicht erfolgreich

Max Müller lieferte gestern Abend bei der Champions Trophy gegen den Weltmeister Australien eine engagierte Partie, verlor jedoch 1:3. Trotz der Niederlage bleiben die deutschen Hockey-Herren Zweiter und können das Finale erreichen.

Maximilian Müller ist ein hartnäckiger Gegenspieler. Er stellt sich den Angreifern entgegen und spitzelt ihnen auch einmal im Fallen den Ball vom Schläger. Seine Qualitäten als Innenverteidiger zeigte der 23-Jährige auch gestern Abend in der Champions-Trophy-Partie gegen Australien. "Wir hatten heute wieder die richtige Zweikampfhärte und waren in der Verteidigung richtig griffig", sagte der Kapitän der deutschen Mannschaft. Aller Einsatz des Gastgebers im Gladbacher Hockeypark nutzte aber nichts. Deutschland verlor gegen den Titelverteidiger 1:3 (1:1).

Viele Ungenauigkeiten

"Wir haben viele Sachen richtig gut gemacht, aber in entscheidenden Situationen auch Fehler. Zudem war unsere Eckenausbeute zu schlecht", lautete das Fazit des Bundestrainers Markus Weise. Deutschland gegen Australien – es ist das Topspiel des letzten Jahrzehnts im Welthockey. Alleine in den letzten drei Weltmeisterschaftsendspielen standen sich jeweils diese beiden Nationen gegenüber. Diesmal entwickelte sich zunächst jedoch ein zerfahrenes Spiel mit vielen Ungenauigkeiten.

Besser wurde es nach Deutschlands Führung, die Müllers Abwehrkollege Martin Häner per Strafecke besorgte (23.). Australien kam zwar durch einen Abpraller des deutschen Torwarts Max Weinhold zum Ausgleich durch Desmond Abbott (31.), doch die Deutschen (ohne den erneut angeschlagenen Christopher Zeller) waren nun besser im Spiel. Und ihr Kapitän ein wichtiger Antreiber aus der hinteren Reihe. "Ich bin auch endlich mal zufrieden mit meiner Leistung", sagte der Nürnberger, der im Nationaldress eine rasante Karriere hingelegt hat.

Als 18-Jähriger hatte er in der A-Nationalmannschaft debütiert, mit 21 wurde er Olympiasieger in Peking, ein halbes Jahr später Kapitän der deutschen Elf und bei der WM 2010 in Indien zum besten Abwehrspieler des Turniers gewählt. Mit dem treffsicheren Häner (21) bildet er ein junges, aber schwer überwindbares Abwehrzentrum. Doch die Australier sind nicht umsonst das derzeit beste Team der Welt. "Sie kannst du nicht 70 Minuten vom eigenen Kreis fernhalten. Deswegen hätten wir ein zweites Tor machen müssen", sagte Müller.

Während Australiens Torhüter Nathan Burgers Strafecken durch Häner und Jan-Marco Montag parierte, schlugen sie vorne durch Abbott (47.) und Stürmerstar Jamie Dwyer (56.) eiskalt zu. Trotz der Niederlage steht Deutschland immer noch auf dem zweiten Platz, mit einem Sieg am Samstag gegen die Niederlande erreicht sie das Endspiel – gegen Australien. "Wir wollen die Niederländer mit spielerischen Mitteln besiegen", verspricht Müller. Doch seine Hartnäckigkeit wird sicher auch wieder gefragt sein.

(RP)