Tennis: Gladbacher wehren sich tapfer

Tennis : Gladbacher wehren sich tapfer

Simon Balve und Robin Ache durften mit einer Wildcard bei den NRW Junior Open antreten. Sie verloren ihre Spiele zwar deutlich – doch die Erfahrung, gegen internationale Top-Spieler anzutreten, ist mehr wert.

Tennis Einen Wunsch bekam Simon Balve schon mit der Auslosung erfüllt. "Ich würde gerne auf einen Spieler treffen, den ich nicht kenne. Im vergangenen Jahr habe ich hier bei den Internationalen Meisterschaften mit Pascal Müller ausgerechnet gegen einen alten Bekannten gespielt", sagte der 15-Jährige, der zum zweiten Mal eine Wildcard für die Qualifikation bei den NRW Junior Open erhielt und diesmal auf den Russen Bogdan Bobrov traf. Zwar war wieder in der ersten Runde Endstation, doch Balve war nach dem 2:6, 3:6 trotzdem nicht unzufrieden.

"Mein Gegner ist in Europa Ranglistenerster seiner Altersklasse. Insofern sind fünf gewonnene Spiele nicht so schlecht", sagte Balve. Er war allerdings nicht das einzige Talent der TG Rot-Weiß, das sich in der Qualifikation mit der hochkarätigen Konkurrenz messen durfte. Robin Ache hatte als zweiter Lokalmatador eine Wildcard erhalten. Er schlug sich wacker, verlor aber gegen Joel Vincent Link 1:6, 4:6. "Es hat Spaß gemacht, doch so kurz nach dem Spiel fühlt es sich noch sehr bitter an. Nach der Regenunterbrechung war mein Aufschlag weg", sagte Ache. Beim Stand von 1:6, 1:2 musste seine Partie für 90 Minuten unterbrochen werden.

"Frei aufspielen, Spaß haben und auf diesem Niveau Erfahrung sammeln", lautete das Motto des Duos, das seit dieser Saison gemeinsam für die TG Rot-Weiß spielt. Ache (15) war im Frühjahr vom Odenkirchener TC zum Bunten Garten gewechselt. "Jetzt möchte ich natürlich zeigen, dass ich wichtig für den Verein sein kann und ich zu Recht eine Wildcard bekommen habe", sagte Ache. Dies gelang ihm, auch wenn er zunächst nicht in sein Spiel fand und schnell 0:5 zurücklag Kurz nachdem er den ersten Satz verloren hatte, stoppte ihn der Regen. Danach hielt Ache gegen den druckvoll spielenden Link gut dagegen und schaffte zweimal nach dem Aufschlagverlust postwendend das Re-Break. Doch der an acht gesetzte Link returnierte gut und entschied die Partie für sich. Zuvor hatte sich schon Balve, der ebenfalls mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, geschlagen geben müssen.

"Zu Beginn war ich etwas nervös, doch das hat sich mit meinem ersten Spielgewinn gelegt", sagte Balve. Gegen den starken Russen gelangen ihm einige schöne Punkte, zudem brachte er mehrmals seinen Aufschlag durch. Allerdings konnte er sich keinen Breakball erkämpfen. "Es war sicher um einiges besser als bei meiner ersten Teilnahme im vergangenen Jahr. Ich habe seitdem ja auch schon einige gute Spieler geschlagen", sagte Balve. Und beide Rot-Weiß-Spieler sind jung genug, um es nochmals bei den NRW Junior Open zu versuchen.

(RP)
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