1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Regionalsport

Gladbacher HTC zum Abschluss der Bundesliga: Zwei Punkte, die versöhnen​

Gladbacher HTC zum Abschluss der Bundesliga : Zwei Punkte, die versöhnen

Am letzten Spielwochenende sammelt der Gladbacher HTC jeweils ein Remis gegen Bredeney und Aachen ein. Teamchef Henrik Schmidt ist aufgrund der personellen Voraussetzungen damit zufrieden – auch wenn gegen Bredeney alles anders lief als vermutet.

Hinter Henrik Schmidt dürften mühsame Wochen liegen. Ständige Ausfälle im Kader, dazu der sportliche Abwärtstrend von zuletzt zwei 1:5-Niederlagen in der Bundesliga. Es lief zuletzt wenig zusammen für den Gladbacher HTC. Der Klassenerhalt war zwar frühzeitig gesichert, mit zwei weiteren Niederlagen sollte die Saison nach Schmidts Vorstellung jedoch nicht zu Ende gehen.

Es brauchte aus GHTC-Sicht zum Ausklang dringend einen positiven Dreh. „Noch einen oder zwei Punkte“, das hatte Schmidt vor dem Doppelspieltag als Ziel ausgegeben. Am Ende bekam er diese zwei Punkte: ein Remis gegen den TC Bredeney am Freitag, ein Remis am Sonntag bei TK Aachen. „Für mich ist das ein versöhnlicher Saisonabschluss, vor allem aufgrund der Voraussetzungen. Ich bin happy“, sagt Schmidt.

Für das abschließende Spielwochenende stand Schmidt quasi das letzte Aufgebot aus seinem Kader zur Verfügung. Robin Haase, Lukas Rosol, Adrian Menendez und Aleksandr Nedovyesov nehmen in der Setzliste des GHTC die Ränge zehn, elf, zwölf und 14 ein – und es hat gewiss sportliche Gründe, das mit Ausnahme von Haase keiner dieser Spieler in den ersten Saisonspielen zum Einsatz kam.

  • Aleksandr Nedovyesov spielt im Endspurt für
    Saisonabschluss in der Tennis-Bundesliga : Dünner Kader durch Verletzte und die USA
  • Am Freitag werden sich die beiden
    Tennis-Bundesliga : Heimfinale für den HTC Blau-Weiß
  • Der Italiener Marco Cecchinato schlug in
    Tennis-Bundesliga : Cecchinato die große Enttäuschung

Da standen für Schmidt noch die Topspieler seines Kaders auf dem Platz. Nun sind diese entweder verletzt oder auf der Hartplatz-Tour in den USA. Also schlug die Zeit der „altgedienten“ Spieler, wie Schmidt das Aufgebot für das Wochenende nannte. Also Spieler mit Erfahrung, die zuletzt aber selten berücksichtigt wurden.

Zunächst gab es am Freitag gegen Bredeney jedoch ein anderes Problem. Aufgrund des Schulstarts in NRW standen zum Spieltag um 13 Uhr keine Ballkinder bereit. „Wir haben das am Abend vorher mit dem Gegner besprochen, das war unproblematisch. Auch für den Oberschiedsrichter“, sagt Schmidt. Später verzichtete man bei den hohen Temperaturen für die Doppelspiele freiwillig auf die Ballkinder.

Bis dahin lief der Nachmittag unerwartet gut für Gladbach. Haase, Rosol und Menendez gewannen allesamt ihr Einzelmatch, einzig Nedovyesov unterlag Rudolf Molleker. „Haase habe ich an Nummer eins lange nicht mehr so gut gesehen, bei Rosol flog jeder Ball rein und Menendez hat stark gekämpft“, sagt Schmidt und fügte an: „Eigentlich hatten wir es anders gedacht: Die Einzel könnten schwierig werden, in den Doppeln sind wir aber favorisiert.“ An diesem Tag lief es allerdings verkehrtherum: In den beiden Doppel, sonst eine der Stärken im Kader, verspielte der GHTC noch den Sieg – beide Male im Matchtiebreak. „Wir dachten: Ein Doppel gewinnen wir sicher. Im Vorfeld hätte ich ein 3:3 als Ergebnis sofort unterschrieben. So waren wir am Ende etwas enttäuscht“, sagt Schmidt.

Der Teamchef hatte sein Team unter der Woche mit einem Kegelabend und einem gemeinsamen Essen bei Laune gehalten – und so die Motivation für das letzte Spielwochenende hochgehalten. Und so gab es am Sonntag zum Saisonabschluss in Aachen einen weiteren Punktgewinn, mit dem zuvor nicht unbedingt zu rechnen war. „Gegen Aachen waren wir bei Leibe nicht Favorit“, sagt Schmidt. Nach den Einzelspielen stand es 2:2, Rosol und Nedovyesov hatten ihre Partien gewonnen, Haase und Menendez verloren. Das wiederholte sich in den Doppelpartien: Das Duo Haase und Menendez unterlag, Rosol und Nedovyesov siegten. Am Ende stand ein 3:3 gegen Aachen.

Die Saison schließt Gladbach mit 9:9-Punkten auf Platz sieben ab – mit jeweils viel Luft nach oben und unten. Oben steht zum Ende der Saison nun der Rochusclub Düsseldorf, der mit 16:2-Zählern ohne Niederlage blieb und erstmals in seiner Vereinsgeschichte Deutscher Meister ist. „Das hat niemand vorhergesehen. Großhesselohe war der große Favorit. Aber Düsseldorf hat eine starke Saison gespielt und war in einer ähnlichen Erfolgswelle wie wir bei unserer Meisterschaft 2016“, sagt Schmidt.

Unten müssen hingegen Aufsteiger TC Ludwigshafen und in Blau-Weiß Krefeld ein Traditionsverein die Bundesliga verlassen. „Das Krefeld abgestiegen ist, ist sehr schade“, sagt Schmidt, „ein verdienter Verein mit tollem Bundesliga-Engagement und vielen Zuschauern. Ich hoffe, Krefeld kommt schnell wieder hoch.“