Gladbacher HTC tritt in der Tennis-Bundesliga beim TC Großhesselohe an

Tennis-Bundesliga : Interessante Aufgabe für den GHTC

Der ungeschlagene Tabellenzweite der Tennis-Bundesliga tritt am Sonntag (11 Uhr) beim noch sieglosen Aufsteiger TC Großhesselohe an, weiß aber noch nicht, mit welcher Mannschaft. Prominenz ist in München aber vorhanden – mit dem Teamchef und einem aktuellen French-Open-Sieger.

Vielleicht kommt es am Sonntag auf die Doppel an, und da könnte es im Spiel des TC Großhesselohe und des Gladbacher HTC ein Top-Duell geben: Aufseiten der Gastgeber steht immerhin Kevin Krawietz parat, der am 8. Juni gemeinsam mit Andreas Mies Tennis-Geschichte geschrieben hat: Das Duo gewann als ungesetzte Paarung die French Open in Paris, was den ersten deutschen Doppelerfolg seit 1937 bei diesem Grand-Slam-Turnier bedeutete. Auf der anderen Seite bringt der GHTC in Roman Jebavy ebenfalls einen ausgewiesenen Doppel-Experten mit: Der Tscheche rangiert auf Weltranglisten-Platz 47 in dieser Disziplin und hat darin seine beiden Einsätze in dieser Bundesliga-Saison gewonnen.

Bis Freitag war Jebavy in Bastad bei den Swedish Open aktiv, wo er mit dem Niederländer Matwé Middelkoop bis ins Halbfinale vorstieß. Er wird am Sonntag für den GHTC in München spielen können, ebenfalls fix zugesagt hat Aleksandr Nedovyesov, der seine beiden Einzel in dieser Saison für die Gladbacher gewonnen hat. Wer das Team am Sonntag komplettieren wird, wusste Teamchef Henrik Schmidt am Freitagnachmittag noch nicht. „Wir haben sechs, sieben Spieler, die noch auf Turnieren sind. Da müssen wir gucken, wie sie abschneiden und ob sie dann noch einfliegen können. Das wird eine Entscheidung in letzter Minute“, sagte Schmidt, der mit Trainer Patrice Hopfe bereits am Freitag nach München geflogen war und als mögliche Spieler Albert Ramos-Vinolas, Robin Haase, Andrej Martin und Daniel Gimeno-Traver nannte.

Trotz aller Telefonate und Unwägbarkeiten, was die Aufstellung am Sonntag angeht, konnten Schmidt und Hopfe am Freitag in München ein wenig den bisherigen Saisonverlauf genießen, der den noch ungeschlagenen GHTC auf Rang zwei gebracht hat. Dagegen wartet der Kontrahent nach zwei Unentschieden und einer 2:4-Niederlage zuletzt gegen Meister Grün-Weiß Mannheim noch auf den ersten Saisonsieg, doch Schmidt warnt vor dem Aufsteiger, der aktuell Tabellensechster ist: „Das ist ein traditionsreicher Tennis-Verein, der mit dem ehemaligen Davis-Cup-Spieler Christopher Kaas einen sehr aktiven Teamchef hat. Nicht umsonst sind da viele Spieler aus Mannheim vor der Saison hingegangen. Wenn wir eine gute Mannschaft stellen können, wird es sicher eine offene Partie.“ Die am Ende die Doppel entscheiden könnten.

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