Gladbacher HTC muss nach Halle und empfängt dann Neuss

Tennis : GHTC erwartet „schwere Brocken“

Am Freitag tritt der Gladbacher Tennis-Bundesligist beim amtierenden Meister Blau-Weiß Halle an, am Sonntag kommt Neuss zum Derby auf die Anlage „An den Holter Sportstätten“. Wer für den GHTC spielen kann, steht noch nicht fest.

Es ist aktuell nicht einfach für Henrik Schmidt: Der Teamchef des Gladbacher HTC weiß am Donnerstagmittag noch nicht, wen er für die beiden Spiele an diesem Wochenende in der Tennis-Bundesliga am Freitag bei Blau-Weiß Halle und am Sonntag zu Hause gegen Blau-Weiß Neuss aufstellen kann. „Das ist im Moment nicht absehbar. Matteo Donati haben wir hier, mit Guillermo Garcia-Lopez sprechen wir, da er gerade nicht auf einem Turnier ist, aber bei den anderen sieht das anders aus“, sagt Schmidt, dem in jedem Fall die Top-Leute Philipp Kohlschreiber, der als Titelverteidiger beim Turnier in Kitzbühel antritt, und Albert Ramos-Viñolas fehlen werden. „Wir haben ja noch Optionen“, sagt Schmidt. „Wir werden in beiden Spielen vier Spieler dabei haben, eventuell diejenigen die auf stand-by stehen. Wir haben vor der Saison ja vertraglich mit Spielern Termine vereinbart, aber wenn die jetzt bei Turnieren gut spielen, müssen eben die Stand-by-Spieler ran. Ansonsten geht es darum, die Turnierverlierer an den Flughäfen in NRW einzusammeln“, ergänzt der Teamchef.

Am Freitag (13 Uhr) geht es für die Gladbacher, die noch ungeschlagen sind, aber die drei jüngsten von vier Partien unentschieden gespielt haben, zum amtierenden Deutschen Meister. „Halle ist Favorit“, sagt Schmidt eindeutig, auch wenn der Kontrahent punktgleich mit den Gladbachern auf Rang vier liegt. „Halle hat am ersten Spieltag hoch gegen den Rochusclub Düsseldorf verloren, weil da deren Top-Spieler noch in der zweiten Woche von Wimbledon dabei waren“, sagt Schmidt, der ergänzt: „Das wird ein ganz schwerer Brocken.“

Am Sonntag (11 Uhr, „An den Holter Sportstätten“) kommt dann in „Tennis Ewige Liebe Blau-Weiß Neuss“ das punktlose Schlusslicht nach Gladbach, doch Schmidt warnt: „Die Neusser haben sich bislang ein bisschen unter Wert verkauft. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen und müssen in guter Besetzung auflaufen. Das ist ein Lokalderby, das wir unbedingt gewinnen wollen, weil da doch mehr Emotionen drin sind als gegen Weinheim oder Mannheim.“

Letztgenannter Klub ist mit 7:1 Punkten Tabellenführer des Klassements – eine Position, die Schmidt vor der Saison durchaus angreifen wollte. „Das Saisonziel war, solange wie möglich oben mitzuspielen“, betont der Teamchef. „Und da sind wir noch voll dabei. Wir haben drei Verlustpunkte, der Erste hat einen, und wir spielen noch gegeneinander. Theoretisch können wir also alles noch aus eigener Kraft hinkriegen.“ Schmidt weiß aber auch: „Wir haben ein oder zwei Punkte liegengelassen und nun kommen schwere Brocken. Jetzt ist Platz drei bis fünf eine realistischere Prognose.“

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