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Fechten: Gladbach findet seine Fecht-Stadtmeister

Fechten : Gladbach findet seine Fecht-Stadtmeister

Ausgerüstet mit Schutzmaske und Degen stehen sich die Duellanten gegenüber. Es wird gefochten. Als Trefferfläche gilt beim Degenfechten der ganze Körper des Gegners.

Jeder Treffer bringt die eigene Lampe der elektronischen Trefferanzeige zum Leuchten und einen Punkt aufs eigene Konto. Eine Runde geht bis zum Erreichen von fünf Punkten, dauert aber maximal drei Minuten.

So auch in der Sporthalle Nordtstraße, als die Fechtabteilung des Rheydter TV die Stadtmeisterschaften im Degenfechten ausrichtete. Rund 40 Teilnehmer, die alle dem RTV angehören, traten innerhalb verschiedener Altersklassen jeweils gegeneinander an. "Jeder Einwohner Mönchengladbachs hätte an den Stadtmeisterschaften teilnehmen können, aber weil es im RTV die einzige Fechtabteilung der Stadt gibt, kommen die Teilnehmer ausschließlich aus unserem Verein", erklärte Gabi Catiche, die Teil des sechsköpfigen Leitungsgremiums der Abteilung ist.

Und die einzige Fechtabteilung der Stadt, die rund 95 Mitglieder zählt, hat Tradition. Im nächsten Jahr feiert sie ihr 90-jähriges Bestehen. Außerdem bringt die Fechtabteilung des Vereins erfolgreiche Sportler wie Marco Brinkmann hervor.

Der Fechter des Jahrgangs 1997 qualifizierte sich in diesem Jahr sowohl für die Europameisterschaft als auch für die Weltmeisterschaft der Kadetten (A-Jugend) und geht mittlerweile für den TSV Bayer 04 Leverkusen an den Start und nicht mehr bei der Stadtmeisterschaft. So stammen die Gladbacher Titelträger allesamt aus dem Rheydter TV. So wie Jonas Bähren, der frischgekürte Stadtmeister der Junioren sowie Nils Halluschky, neuer Stadtmeister der Aktiven.

Um so erfolgreich zu werden, ist auch im Fechten das Training oberstes Gebot. Zweimal pro Woche wird deshalb im Rheydter TV geübt. Dabei unterrichten drei Fechtmeister die Trainingsgruppen. Für Gabi Catiche ist es die Kombination aus geistiger und physischer Höchstleistung, die ihre Faszination am Fechtsport ausmacht.

"Zum einen hat mich das strukturierte Training begeistert, das im RTV stattfindet, und zum anderen, dass man sowohl in seiner Technik als auch Taktik gefordert ist", erzählte die 55-Jährige, die vor elf Jahren den Fechtsport für sich entdeckte. Außerdem sei es der offene Ausgang eines Duells, der sie ansporne. "Es besteht die Möglichkeit, auch gegen erfahrene Fechter zu gewinnen, ebenso wie die Möglichkeit, als Frau gegen einen Mann zu gewinnen", sagte Catiche.

(RP)