Lokalsport: Giesenkirchen will sich in Ruhe als Klub weiterentwickeln

Lokalsport : Giesenkirchen will sich in Ruhe als Klub weiterentwickeln

Der Aufsteiger ist Zweiter der Fußball-Bezirksliga und hat seinen Kader zusammengehalten. Co-Trainer Pufahl geht nach der Saison.

Es war nicht nur ein Paukenschlag, mit dem Liga-Neuling DJK Giesenkirchen die Bezirksliga wachrüttelte. Nein, es waren sogar Paukenschläge (fast) am laufenden Band. Überraschend darf Giesenkirchen auf dem zweiten Platz überwintern und müsste sich eigentlich viele Gedanken machen, wie dieses Erfolgserlebnis konserviert, vielleicht sogar mit dem Aufstieg gekrönt werden kann.

Doch Zukunftsgedanken will sich Trainer Daniel Saleh nicht machen: "Wir sind stolz auf das, was wir geleistet haben. Wir werden auch alles daran setzen, um auf diesem Niveau weiter zu spielen. Wozu das dann reichen wird, werden wir sehen." Da stapelt wohl jemand tief, könnte man meinen. Das dürfte jedoch nicht der Fall sein, denn im Gegensatz zu anderen Teams der Liga hat Giesenkirchen seinen Kader nicht verändert. Nur Sandro Poleza ist nach einem kurzen Abstecher zum VfB Korschenbroich wieder zurück.

Druck bekommen Mannschaft und Trainer aber auch nicht vom Vorstand. "Als Aufsteiger stehen wir nicht in der Pflicht, aufsteigen zu müssen. Wenn allerdings die Chance vorhanden ist, werden wir uns nicht wehren", sagt Vorsitzender Holger Drever. Er hat nicht nur den Bezirksligakader im Blick, sondern setzt alles daran, dass sich der Verein insgesamt auf einer soliden Basis weiterentwickelt.

"Wir haben viel Geld in die Hand genommen, um unsere Anlage zu optimieren. Das Klubhaus ist nun bald fertig. Im Laufe des Jahres wird wohl der Kunstrasenplatz in Angriff genommen. Vielleicht können wir tatsächlich im nächsten Winter wieder auf unserer Anlage trainieren", sagt Drever, der nicht durch ein Express-Tempo in Schleudergefahr geraten will. Mit langfristiger Planung auf einer sicheren Basis soll es vorwärtsgehen. "Sicher wäre es schön, wenn wir in der Landesliga einmal gegen Odenkirchen spielen könnten", sagt Drever.

Überhaupt scheint Odenkirchen ein Vorbild für die Giesenkirchener geworden zu sein. Auch in Giesenkirchen wird mit Talenten und Routiniers gearbeitet, die bisher nicht immer im Blickpunkt gestanden haben. Zudem hat der Landesligist Giesenkirchen in der Winterpause auf der Platzanlage an der Beller Mühle Trainingsmöglichkeiten eröffnet. "Das war ein tolles Entgegenkommen", sagt Trainer Saleh.

Allerdings musste er sich für die kommende Saison einen neuen Co-Trainer suchen, denn Jörg Pufahl wird den Verein verlassen: "Ich will wieder selbst eine Mannschaft führen. Das war und ist aber noch eine tolle Zeit in Giesenkirchen." Sein Nachfolger ist aber schon gefunden: Erhan Kuralay, der bis Dezember den Bezirksligisten Meer trainierte, kommt nach Giesenkirchen.

(RP)
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