Giesenkirchen ließ sich auch von Rückschlägen nicht irritieren.

FUSSBALL: Giesenkirchen erfand sich in Ruhe als Erfolgsteam neu

Der Gladbacher Bezirksligist bekam einen neuen Trainer, der trotz namhafter Abgänge ein Team formte, das Erfolg hatte. So sieht er sich auch für die Zukunft gut aufgestellt.

Nach nur einem Jahr Bezirksliga und dem knapp verpassten Aufstieg in die Landesliga musste sich Giesenkirchen neu erfinden, zumal Stammspieler, die unverzichtbar schienen, wechselten. Zudem gelang die Verabschiedung des erfolgreichen Trainerteams Daniel Saleh/Jörg Pufahl nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

In Volker Hansen, der bis dahin den 1. FC Viersen II trainiert hatte, wurde bald ein Nachfolger gefunden, dem aber nicht die Qualität zur Verfügung stand, die sein Vorgänger hatte. In Marcel Brinschwitz, Michael Miodek, Can Hoffmann und Konrad Sommer verließen Leistungsträger den Klub.

Aber Hansen, sein Co-Trainer Erhan Kuralay und die Spieler überraschten während der Saison mehr als angenehm, wobei man sich durch vorübergehende Talfahrten nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen ließ. Selbst als Torwart Peter Dreßen schon zu Saisonbeginn ausfiel, hörte man vom Puffkohlen keine Klagelaute. Ruhig und gelassen erfand das Trainerteam Giesenkirchen erfolgreich neu. Spieler aus der Reserve wurden allmählich an die Bezirksliga herangeführt. Aaron Kliewer ist dafür das beste Beispiel. Im vorletzten Saisonspiel ließ er mit drei Toren Mennrath beim 3:2-Sieg böse stolpern. Da bewies aber auch die Mannschaft, dass sie taktisch erheblich gelernt hatte und sich nicht aus der Fassung bringen lässt.

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Auch nach der Winterpause wurde man in Giesenkirchen nicht nervös. Spielausfälle und einige Niederlagen schienen Giesenkirchen ins Mittelfeld abfallen zu lassen. Doch zuletzt holte der Klub allmählich wieder auf, präsentierte sich als gefestigtes Team und überholte sogar den Rheydter Spielverein in der Tabelle. Der vierte Platz ist für die neu formierte Mannschaft ein ebenso großer Erfolg wie im Vorjahr die Vizemeisterschaft.

Für die neue Spielzeit hat sich Giesenkirchen mit sechs Spielern aus der Konkursmasse des 1. FC Mönchengladbach II bedient. Damit vergrößert sich der Kader, ob das auch auf die Qualität zutrifft, wird man sehen. „Wir können auf eine sehr gute Saisonleistung aufbauen. Die Mannschaft arbeitet inzwischen sehr geschlossen. Da greifen die Räder so ineinander wie wir uns das vorstellen. Schön wäre es, wenn wir in der kommenden Spielzeit an diesem Punkt anknüpfen können“, sagt Hansen.

Zugänge: Thorben Hasler, Marc Müller, Vuk Misic, Joscha Burg, Dominik Bogatzki, Zaki Scherzad (alle 1. FC Mönchengladbach II). Abgänge: Peter Dreßen (VfL Jüchen, Torwarttrainer), Marcel Skora (SC Rheindahlen).

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