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Lokalsport: GHTC will die Wende in Weinheim

Lokalsport : GHTC will die Wende in Weinheim

In der Tennis-Bundesliga wartet der Deutsche Meister noch auf seinen ersten Saisonpunkt. Damit es beim überraschend starken Aufsteiger TC Weinheim etwas zu feiern gibt, reist Gladbach wahrscheinlich mit einem großen Aufgebot an.

Albert Ramos-Vinolas, die Nummer eins des Gladbacher HTC stand an den ersten beiden Spieltagen zur Verfügung. Nur stieß er einmal direkt aus Wimbledon und ohne Asche-Training zum Team, und am Wochenende darauf konnte er aufgrund seines verspäteten Flugs nicht mehr im Einzel eingesetzt werden. Die Bilanz der Nummer 24 der Welt liest sich entsprechend ernüchternd - 0:3. Und Philipp Kohlschreiber, Gladbachs Nummer zwei, hatte zweimal sein Kommen zugesagt. Zweimal musste er aufgrund einer Verletzung jedoch wieder absagen.

Alleine die Geschichte über das glücklose Bemühen um seine Topspieler zeigt, dass beim Titelverteidiger zum Saisonstart in der Tennis-Bundesliga ordentlich der Wurm drin war. Noch wartet der aktuelle Deutsche Meister auf seinen ersten Saisonpunkt. Allerdings ist der Misserfolg nicht nur mit Pech zu begründen, schließlich attestierte Henrik Schmidt sowohl dem HTC Blau-Weiß Krefeld (4:2) als auch dem Rochusclub Düsseldorf (5:1) einen verdienten Sieg. Gladbachs Teamchef betont jedoch auch: "Ich habe alle Spiele gesehen und hatte nicht den Eindruck, dass die Spieler nicht alles versucht hätten, um zu gewinnen. Aber wir müssen auch sehen, dass nun alle Mannschaften richtig heiß sind, den Deutschen Meister zu schlagen, und entsprechend gegen uns nochmals zehn Prozent drauf legen."

Dies dürfte am Sonntag auch für den Aufsteiger TC Weinheim gelten, der nach drei Spieltagen noch ungeschlagen ist und auf dem dritten Tabellenplatz liegt. "Weinheim hat auf den ersten Positionen klassische Erstligaspieler, insgesamt aber einen nicht ganz so breiten Kader. Überraschend ist, wie überzeugend es bislang die deutschen Spieler auf den hinteren Positionen gemacht haben. Dazu wird die Zuschauerkulisse gegen uns sein. Es wird also kein leichter Gang", sagt Schmidt, der jedoch direkt hinzufügt: "Aber wir brauchen jetzt Punkte."

Deswegen wird Gladbach auch das bestmögliche Team nach Weinheim schicken. Ob Ramos-Vinolas kommen kann, hängt von dessen Abschneiden beim ATP-Turnier im schwedischen Bastad ab. Und ob Kohlschreiber nach seiner Verletzung wieder einsatzfähig ist, wird wohl erst sehr kurzfristig entschieden werden können. Doch Schmidt hat in Marton Fucsovics, Daniel Gimeno-Traver, Andrej Martin, Jan Sátral, Aleksandr Nedovyesov und Roman Jebavy noch viele weitere Spieler, die zur Verfügung stehen. "Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir mit sechs oder sieben Spielern nach Weinheim fahren. Wir wollen nichts dem Zufall überlassen und Gefahr laufen, plötzlich aufgrund eines logistischen Problems personell im Nachteil zu sein", sagt Schmidt, der hofft, dass seiner Mannschaft in Weinheim die Wende gelingt - und dass ihr das Glück ein wenig mehr hold ist als an den ersten Spieltagen.

(togr)