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Lokalsport: GHTC siegt zu Heymanns Abschied

Lokalsport : GHTC siegt zu Heymanns Abschied

Philipp Heymanns musste nach dem Schlusspfiff erst einmal kräftig durchatmen. Zum Abschluss seiner Trainertätigkeit beim Gladbacher HTC gab es für den 38-Jährigen und sein Team am Samstag zum Hinrunden-Ausklang einen 3:1 (1:1)-Sieg bei Klipper Hamburg. Zwar wird der GHTC trotz des zweiten Saisonsieges auf einem Abstiegsplatz in der Zweiten Bundesliga überwintern, doch die drei Punkte sorgen immerhin für etwas Entspannung, wie Heymanns erklärte: "Es war wichtig, dass die Jungs noch mal ein Erfolgserlebnis mitgenommen haben."

Der Sieg beim Erstliga-Absteiger in Hamburg war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Nach frühen Toren von Paul Tenckhoff (fünfter Saisontreffer) und Klippers Torjäger Luis Bernstein (11. Minute) stand es lange 1:1, ehe die Gladbacher Herren in der Schlussphase mehr Willen zeigten und durch Thomas Sonntag (57.) und Tomasz Gorny (59.) zu den Toren zwei und drei kamen. Hamburgs Trainer Christian Blunck sah insgesamt einen verdienten Sieger: "Der Zeitpunkt der Gegentore ist natürlich ärgerlich, aber nach den vielen Chancen der zweiten Halbzeit hat sich der GHTC den Sieg verdient." Auch Heymanns sprach seinem Team ein Kompliment aus: "In Summe waren wir die bessere Mannschaft. Vor allem die Arbeit ohne Ballbesitz hat mir gut gefallen. Zudem hatten wir, mit Ausnahme des ersten Viertels, mehr Spielkontrolle und viel mehr Kreisszenen", sagte der scheidende Trainer.

Ein weiterer positiver Punkt des letzten Feldspiels vor der Winterpause war auch die Art und Weise der drei Tore, die allesamt durch gute Kombinationen zustande kamen. Demgegenüber lief es bei den Strafecken überhaupt nicht. Alle acht Möglichkeiten wurden vergeigt. Wohl auch deshalb, weil der etatmäßige Eckenschütze Florian Jansen mit einer blutigen Nase immer wieder von draußen zuschauen musste. "Er hat einen Schläger ins Gesicht bekommt. Während des Spiels hat es immer wieder nachgeblutet. Zum Glück ist aber nichts gebrochen gewesen", sagte Heymanns, der in seinem besten Torschützen aber auch ein Paradebeispiel in Sachen Willen ausmachte: "Ihn hat es kaum auf der Bank gehalten. Trotz der blutigen Nase wollte er immer wieder schnell zurück auf die Wiese. So war das auch bei den anderen Jungs, die den Sieg unbedingt wollten und dafür alles gegeben haben."

(knue)