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Lokalsport: GHTC: Klatt hofft auf Stimmungsumschwung

Lokalsport : GHTC: Klatt hofft auf Stimmungsumschwung

Der Hockey-Bundesligist muss nach dem 1:14 daheim gegen den Club an der Alster bei den beiden Berliner Vereinen antreten.

Vollends verraucht ist der Ärger bei Jan Klatt zur Wochenmitte noch nicht. "Das war schon heftig und keine Leistung, die wir akzeptieren können", sagt der Trainer des Gladbacher HTC zum 1:14 seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen den Club an der Alster. Alle Verantwortlichen waren sich bewusst, dass es die zu Saisonbeginn völlig umgekrempelte Mannschaft des Bundesligisten auch einmal böse erwischen könnte. Und trotz der Zwischenbilanz von nur einem Punkt auf der Habenseite zog sich der GHTC oftmals ordentlich aus der Affäre. Doch die Heftigkeit dieser Heimpleite traf das Trainerteam um Klatt schon.

Lokalsport: GHTC: Klatt hofft auf Stimmungsumschwung
Foto: hockeyimage.net / Quednau

"Es bringt aber nichts, jetzt nur draufzuhauen. Die Mannschaft hat sich in vielen Partien besser angestellt, als es alle erwartet haben. Doch klar ist auch, dass jetzt eine Trotzreaktion kommen muss. Und die ist auch möglich", sagt Klatt. Unabhängig davon, ob es letztlich für das Schlusslicht noch zum Verbleib in der Bundesliga reichen wird, will sich der GHTC als ein würdiges Mitglied im deutschen Hockey-Oberhaus präsentieren.

"Die Spieler sind selbst über das Ergebnis gegen Alster sehr enttäuscht. Aber es geht weiter. Wir werden nur von Spiel zu Spiel schauen", sagt Klatt. Am Wochenende reist sein Team nach Berlin, zunächst ist es beim Berliner HC zu Gast (Samstag, 17 Uhr), am Tag darauf um 12 Uhr beim TC Blau-Weiss. Zu Beginn der Saison hatte es gegen diese beiden Gegner zwei Heimniederlagen gegeben. Allerdings sah der GHTC gegen Blau-Weiss lange wie der Sieger aus, verlor aber nach 2:0-Führung durch Tore von Tobias Froning und Julian Hykes in letzter Minute noch 2:3. Seitdem ist Berlin durchgestartet und steht derzeit auf dem fünften Tabellenplatz.

"Ich finde es richtig stark, was da passiert. Doch obwohl Blau-Weiss aktuell zehn Punkte mehr auf dem Konto hat als der BHC, rechne ich mir mehr am Sonntag aus", sagt Klatt, der aber auch hinzufügt: "Wir müssen uns derzeit hinten anstellen, keiner erwartet von uns einen Punktgewinn. Aber ich hoffe, dass sich die Spieler ihren Kopf wieder ein wenig freispielen können", sagt Klatt.

Verletzungssorgen hat er momentan keine. Allerdings wird der GHTC trotzdem am Samstag nicht in Bestbesetzung beim Berliner HC auflaufen. Mit Max Silanoglu, Pascal Schnorrenberg und Luca Sieben werden drei Nachwuchsspieler fehlen, die allesamt mit der Gladbacher A-Jugend in Mannheim die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft bestreiten. "Wir warten einmal ab. Sollte die A-Jugend am Samstag schon ihre Chance auf ein Endrundenticket verspielt haben, kann es sein, dass die Spieler für die Partie bei Blau-Weiss noch nach Berlin kommen", sagt Klatt.

Das Trainerteam mit ihm, Andreas Bauch und Florian Kunz möchte jedenfalls nichts unversucht lassen, um vor den womöglich schon entscheidenden Spielen gegen Neuss und Nürnberg in den kommenden Wochen wieder einen Stimmungsumschwung zu erzeugen.

(togr)