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Hockey: GHTC ist trotz Niederlage in guter Position

Hockey : GHTC ist trotz Niederlage in guter Position

Der Hallen-Bundesligist verliert beim Crefelder HTC 3:11, geht aber auf einem Nichtabstiegsplatz in die kurze Weihnachtspause.

Schon der Auftakt missriet. 0:2 lag der Gladbacher HTC bereits nach fünf Minuten beim Crefelder HTC zurück. Eine schwere Hypothek für das Vorhaben des um den Klassenverbleib kämpfenden Bundesligisten, nach Mülheim und Köln auch dem dritten klar besser besetzten Team Paroli zu bieten. Diesmal sollte es nach dem verpatzten Start auch in den restlichen 55 Spielminuten nicht so gut klappen wie in den Partien zuvor. Der GHTC verlor in Krefeld 3:11 (0:3), geht aber trotzdem mit drei Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz in die kurze Weihnachtspause.

 Zwei Tore in Krefeld: Gladbachs Stürmer traf bei der 3:11-Niederlage doppelt.
Zwei Tore in Krefeld: Gladbachs Stürmer traf bei der 3:11-Niederlage doppelt. Foto: hockeyimge.net/Wolfgang Quednau

"Es war heute kein gutes Spiel von uns. Wir waren nicht richtig da und nicht mutig genug", sagte Andreas Bauch. Vor allem die erste Hälfte gefiel Gladbachs Trainer nicht, obwohl sein Team da letztlich nur drei Tore kassierte. Allerdings ging im eigenen Angriff so gut wie nichts. "Wir haben in den ersten 30 Minuten nur zweimal auf das gegnerische Tor geschossen, waren in der Offensive nicht präsent", monierte Bauch. Eine echte Großchance hatte der GHTC in der ersten Hälfte, doch der Ball landete nach einer Strafecke am Pfosten. Trotzdem war die Hoffnung auf ein gutes Resultat nach nur drei Gegentoren noch vorhanden. Doch wie schon beim 2:9 in Mülheim kassierte Gladbach direkt nach der Pause drei Treffer in Serie.

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"Ich will es aber nicht an dieser kurzen Spielphase festmachen. Insgesamt war Krefeld aggressiver, hat zudem im Aufbau immer ohne Torwart gespielt, so dass wir in der Unterzahl waren. Diesmal haben wir nicht so gut dagegen verteidigt", sagte Bauch. Immerhin gelang es seiner Mannschaft, in der Folge die Partie ausgeglichener zu gestalten. Zwar erhöhte der CHTC noch auf 8:0, doch dann kam auch Gladbach zu seinen Toren.

Max Silanoglu erzielte zwei Treffer, dazu traf Pascal Schnorrenberg noch. Es sollte aber die einzige Phase bleiben, in der die Gäste erfolgreich waren. "Es ist bezeichnend, das wir selbst eine Strafecke nicht verwandelt haben, als Krefeld ohne Torhüter verteidigen musste", sagte Bauch, der letztlich aber mit der Höhe der Niederlage noch leben konnte. "Krefeld ist nicht unser Maßstab. Wir haben nur wenige bundesligaerfahrene Spieler, die Hälfte des Kaders hat in der vergangenen Saison noch in der Verbandsliga gespielt. Gerade deswegen ist es schwer, sich in dem neuen System mit nur noch vier Feldspielern zurechtzufinden. Es braucht einfach Zeit", sagte Bauch.

Insofern ist der Trainer mit den ersten vier Saisonspielen auch sehr zufrieden. Gegen Mülheim und Köln zeigte der Außenseiter couragierte Auftritte, gegen Kahlenberg gelang zum Auftakt der so wichtige Sieg gegen den Hauptkonkurrenten um den Klassenverbleib. Drei Punkte beträgt nun der Vorsprung, zudem hat Gladbach die bessere Tordifferenz. "Es ist sensationell, wie wir dastehen. Wir haben es selbst in der Hand und brauchen nicht auf die anderen Mannschaften zu schauen. Deswegen kann mich jetzt ein 3:11 in Krefeld auch nicht aus der Ruhe bringen", sagte Bauch.

Schon am ersten Wochenende des neuen Jahres hat seine Mannschaft die Chance, einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib zu machen: Dann stehen das Heimspiel gegen den Tabellenvierten Düsseldorfer HC und das Rückspiel in Kahlenberg an. "Gewinnen wir in Kahlenberg, sollten wir eigentlich schon durch sein. Wir wollen natürlich auch gegen die Topteams in der Rückrunde nochmals gute Leistungen abliefern. Aber jetzt zählt zunächst mal nur das erste Wochenende", sagte Bauch. Der GHTC will seine gute Ausgangsposition nutzen, die er sich in den vergangenen Tagen erarbeitet hat.

(togr)