Tennis: GHTC erreicht neue Dimensionen

Tennis : GHTC erreicht neue Dimensionen

Sechs Spieler des Tennis-Bundesligisten starteten am Montag im Hauptfeld der Australien Open in Melbourne. Gladbach hat ein gutes Team zusammengestellt, in dem die Chemie stimmt. Die Neuen wurden von Kader-Mitgliedern empfohlen.

Die Internetseite der Australien Open wird Henrik Schmidt in diesen Tagen sicher häufiger anklicken. Der Teamchef des Bundesliga-Aufsteigers Gladbacher HTC trifft schließlich im Herrenfeld auf viele ihm bekannte Namen. "Früher hatten wir einen oder vielleicht mal zwei Spieler im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers, jetzt sind es in Australien schon sechs", sagt Schmidt. Jerzy Janowicz, Michal Przyiezny, Alexandr Nedovyesov sowie die frischen Zugänge Guillermo Garcia-Lopez, Ivo Karlovic und Ricardas Berankis bilden das halbe Dutzend GHTC-Spieler beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Dies ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass die Gladbacher mit ihrem Aufstieg in die Erste Bundesliga neue Dimensionen erreicht haben.

"Schon der Aufstieg in der Zweite Liga bedeutete für uns einen gewaltigen Schritt. Doch das ist jetzt noch mal eine andere Welt", sagt Schmidt. Mit Janowicz, Garcia-Lopez und Przysiezny haben drei seiner Spieler mittlerweile die zweite Runde in Melbourne erreicht.

Der Pole Janowicz, aktuell die Nummer 20 der ATP-Weltrangliste, benötigte fünf Sätze, um gegen den Australier Jordan Thompson die erste Runde zu überstehen. Der Spanier Garcia-Lopez setzte sich gegen den deutschen Topspieler Tommy Haas durch, der im zweiten Satz verletzt aufgeben musste. Und Przysiezny schlug den Argentinier Horacio Zeballos in drei Sätzen. Dagegen sind die übrigen Gladbacher ausgeschieden.

Sechs Spieler im Hauptfeld von Melbourne verdeutlichen, dass der GHTC im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga gut aufgestellt ist. Trainer Patrice Hopfe hat im Sommer ein interessantes Team mit hochwertigen Zugängen beisammen. "Und wir werden eine gute Stimmung in der Mannschaft haben. Die Neuen sind alle von Mitgliedern unseres Kaders empfohlen worden. Und zwei Spieler haben sogar bei uns angefragt, ob sie bei uns spielen können", sagt Schmidt.

Allerdings konnte er nun nicht mehr die Sportler selbst ansprechen, wie er es bislang immer gewohnt war. "Unter den Top-100-Spielern hat mittlerweile jeder einen Berater", sagt der Klub-Vorsitzende. Es ist eben eine andere Welt, in der sich der Gladbacher HTC nun bewegt.

Der großen Bedeutung entsprechend will der Verein im Sommer auch seine Heimspiele austragen. "Wir möchten unseren Zuschauern ein schönes Tennis-Event bieten. Dazu gehört der Tribünenbau genauso wie das gastronomische Angebot. Zudem haben wir bereits zwei Plätze komplett saniert", sagt Schmidt. Der GHTC hat außerdem einen Arbeitskreis Tennis-Bundesliga mit zehn Personen gegründet. Noch sind über fünf Monate Zeit, um sich auf die Ligaspiele vorzubereiten. Bis dahin sollen die Spieler für Gesprächsstoff sorgen — durch ihre Erfolge auf den Turnieren in aller Welt.

(togr)
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