Handball: Geistenbecks Sorgen bleiben

Handball: Geistenbecks Sorgen bleiben

Die Konkurrenz verlor, doch der TV Geistenbeck schlug daraus kein Kapital: Nach der 27:30-Niederlage gegen Neuss II droht noch immer der Abstieg. Derweil siegtee der HSV Rheydt im ersten Spiel mit neuem Trainer.

Thomas Lasseur schäumte, zu groß war beim Trainer des TV Geistenbeck die Enttäuschung über eine Niederlage, die noch richtig weh tun könnte: "Eine Katastrophe, dass wir die wichtigen Punkte wieder liegen gelassen haben." 27:30 (13:19) verlor der TVG gegen den Neusser HV II, was bedeutet: Geistenbeck steckt noch immer im Abstiegskampf und hat jetzt trotz drei Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz einen Nachteil gegenüber der Konkurrenz. Denn sowohl gegen Straelen (Zehnter), Erkelenz (Elfter) als auch Neuss (Zwölfter) hat Geistenbeck den direkten Vergleich verloren. "Wir müssen also immer einen Punkt besser sein", ärgerte sich Lasseur.

Sieg für Christian Herzfeld

In Rage brachte ihn indes, dass seine Mannschaft seine Warnungen ob des Neusser Tempos offenbar ignorierte. Bis zum 12:12 war das Spiel offen, dann zog Neuss bis zur Pause auf 19:13 davon. Zwei Mal kam Geistenbeck nach dem Seitenwechsel noch heran (zuletzt beim 26:28), doch Neuss nahm die so wichtigen Punkte mit. Timo Hüpperling (11/1) war erneut bester Geistenbecker.

Schlusslicht SG Wickrath-Beckrath könnte angesichts von acht Punkten Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz durch die Liga bummeln, tut es aber nicht. Die SG holte beim 24:24 (13:15) gegen den TV Erkelenz einen Punkt – zur Freude Geistenbecks. Dabei vergab die SG in den letzten fünf Minuten noch fünf klare Torchancen und damit den Sieg. Marcel Hennig (8), Torsten Kalla (5) und Christian Rosskamp (5) waren die besten Werfer.

Der HSV Rheydt hat einen neuen Trainer: Christian Herzfeld (früher TV 1848). Er feierte beim 31:26 (16:14) in Grefrath (Vorletzter) gleich seinen ersten Sieg – auch zur Freude Geistenbecks. War zu Beginn die Deckung nicht stabil genug, so war das Spiel nach der Pause klarer. Stefan Zimmermann war zehnfacher Torschütze. Der TV 1848 verlor beim SV Neukirchen 25:32 (12:10), obwohl die Gladbacher zu Beginn noch mit sechs Toren Differenz geführt hatten.

An der Tabellenspitze tat sich nichts: Die TURNERSCHAFT LÜRRIP XCXCX. Und Verfolger Korschenbroich II gewann mit Mühe 24:20 (10:12) gegen den SV Straelen – was wieder Geistenbeck freute. "Die Ergebnisse", klagte Thomas Lasseur, "sprachen alle für uns.

Spitzenreiter Lürrip gewann bei der Reserve des TV Aldekerk 33:30 (14:13). War die erste Hälfte noch eher mittelmäßig und die Pausenführung glücklich, setzte sich Lürrip ab der 44. Minute (27:23) durch. Stefan Veldboer und Daniel Koenen erzielten jeweils sechs Tore

(RP)