Hockey : "Gehofft, dass wir weiter sind"

Der Rheydter Spielverein steht nach sechs Spieltagen mit null Punkten am Tabellenende. Hat somit die Partie am Samstag beim Vorletzten Blau-Weiß Köln schon vorentscheidenden Charakter?

Der Rheydter Spielverein steht nach sechs Spieltagen mit null Punkten am Tabellenende. Hat somit die Partie am Samstag beim Vorletzten Blau-Weiß Köln schon vorentscheidenden Charakter?

Pasarakonda Ob es bereits vorentscheidend ist, ist schwierig zu sagen. Wir haben immerhin noch zwölf Spiele vor uns. Und wir wollen in allen drei noch ausstehenden Partien im Oktober punkten. Aber ein Erfolg wäre schon wichtig, weil bislang die Belohnung immer fehlte. Ansonsten ist es natürlich schwierig, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren.

Wie bereiten Sie das Team auf das Spiel vor?

Pasarakonda Ich muss die Spieler nicht extra auf die Situation aufmerksam machen. Jeder weiß inzwischen, worum es geht. Wir haben uns wie immer auf die Partie vorbereitet und die Taktik des Gegners analysiert.

Letzte Saison hielt der RSV die Klasse, obwohl er nach der Hinrunde nur vier Punkte hatte. Hilft diese Erfahrung jetzt im Abstiegskampf?

Pasarakonda Ich glaube nicht, dass es sonderlich hilft. Mir ist es auch lieber, wenn die Spieler gar nicht daran denken, sondern sich ausschließlich auf das Wochenende konzentrieren. Es ist schließlich nicht unser Ziel, wieder nur vier Punkte nach der Vorrunde zu haben. Und die Erfahrung aus dem letzten Jahr garantiert auch nicht, dass es wieder mit so wenigen Punkten reichen würde. Wir schöpfen vielmehr Kraft aus der Tatsache, dass wir uns in dieser Saison bereits gesteigert haben.

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Wie geht die Mannschaft mit der nicht gerade erbaulichen Zwischenbilanz um?

Pasarakonda Natürlich ist ein bisschen Ernüchterung zu spüren. Die Hoffnung war da, dass wir bereits ein Stück weiter sind. Aber wir mussten alle lernen, dass es nicht so schnell geht. Und wenn man die Fakten sieht, ist dies auch verständlich. Wir konnten nie in Topbesetzung auflaufen, ständig fehlen Leistungsträger.

Zudem folgen guten Spielen zu häufig ernüchternde Auftritte.

Pasarakonda Es ist auch schwierig, unter diesen Voraussetzungen konstant gute Leistungen zu bringen. Das fällt selbst wesentlich besser postierten Vereinen schwer. Und gegen die Ausfälle ist nichts zu machen – das kann man nicht beeinflussen.

Worauf wird es in den letzten drei Hinrundenspielen besonders ankommen?

Pasarakonda Wir müssen sehr gut verteidigen, sowohl individuell als auch im Verbund. Das ist die Basis unseres Spiels. Zudem müssen wir eine gute Eckenquote und Chancenverwertung erzielen. Dann ist in allen Spielen etwas für uns drin.

Gegen Blau-Weiß Köln gab es letzte Saison zwei bittere Niederlagen. Wieso klappt es diesmal mit einem Sieg?

Pasarakonda Wir waren in den Spielen jeweils die bessere Mannschaft, kamen aber mit dem kampfbetonten Spiel der Kölner nicht zurecht. Den Kampf wollen wir jetzt annehmen und unser Konzept durchdrücken.

Der Glaube an den Klassenverbleib scheint bei Ihnen ungetrübt zu sein.

Pasarakonda Natürlich, sonst könnten wir die Arbeit einstellen. Letztes Jahr waren wir weiter von den Nichtabstiegsplätzen entfernt. Und wir arbeiten viel zu hart, als dass wir schon resignieren würden.

Thomas Grulke führte das Gespräch

(togr)