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FVN: So sehen die Fußball-Ligen in der kommenden Saison aus​

FVN gibt Staffeleinteilung bekannt : So sehen die Ligen in der kommenden Saison aus

Freude in Amern, Verwunderung bei Union Nettetal: Am Donnerstag hat der Fußballverband Niederrhein die Staffeleinteilung für die Ligen auf Verbandsebene bekannt gegeben. Wir geben eine Übersicht zur Ober-, Landes-, und Bezirksliga und haben die Vereine gefragt, was sie davon halten.

Sicherlich wird Willi Kehrberg am Donnerstagmorgen mit einem zufriedenen Blick auf die Staffeleinteilungen der Fußball-Ligen geblickt haben. Gegen 10 Uhr veröffentlichte der Fußballverband Niederrhein (FVN) die Vereinszuteilungen in den Ligen auf der Verbandsebene – also in der Oberliga, den drei Landesligen und den sieben Bezirksligen. Und die VSF Amern, bei denen Willi Kehrberg seit nunmehr fünf Jahren Trainer ist, kehren in die Landesliga Gruppe 1 zurück. „Das ist für alle Bereiche eine gute Nachricht: Für unser Team, unseren Verein, aber auch für die anderen Vereine der Liga. Wir sind sehr zufrieden mit der Konstellation“, sagte der Coach kurz nach der Bekanntgabe des Verbandes.

Zwei Jahre trat der Verein aus dem Kreis Viersen als einziges Team der Region in der Landesliga Gruppe 2 an, bestritt Auswärtsspiele beim SV Hönnepel-Niedermörmter, der SGE Bedburg-Hau und BW Dingden. Die Partie beim VfL Rhede – die weiteste Strecke für Amern in der abgelaufenen Saison – lag über 120 Kilometer entfernt: 90 Minuten Anreise für 90 Minuten Fußball.

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Doch seit 10 Uhr am Donnerstagmorgen ist klar, dass damit nun vorerst Schluss ist und die VSF Amern in der kommenden Saison wieder auf Gegner aus der näheren Umgebung treffen: So darf sich die Kehrberg-Elf wieder auf Pflichtspiel-Derbys gegen den 1. FC Viersen und den ASV Süchteln freuen – oder auch auf die Duelle gegen die beiden Gladbacher Teams SC Victoria Mennrath (Aufsteiger) und den 1. FC Mönchengladbach (Absteiger). „Das ist eine Entlastung für die Spieler, die mit dem eigenen Auto zum Spiel fahren: zeitlich, aber auch bei den Spritkosten. Man muss immer auch den Aufwand zählen. Jetzt ist man in 15 Minuten wieder in Süchteln, Viersen oder Mönchengladbach. Zudem kennen wir auch mal wieder die Vereine und Spieler“, so Kehrberg. Sportlich freut sich der VSF-Coach auf eine ausgeglichene Liga, eine Prognose möchte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wagen. Einziger Wermutstropfen sei aus seiner Sicht die Anzahl der Teams: „Schade ist nur, dass die Liga mit 13 Mannschaften dünn besetzt ist“, sagt der Coach. In den parallelen Landesliga-Gruppen gehen immerhin jeweils 14 Teams an den Start. Der erste Spieltag der Landesliga steigt laut Rahmenterminkalender des FVN am 28. August.

Mit Spannung wurde auch die Entscheidung bezüglich des Spielmodus in der Oberliga Niederrhein erwartet. Coronabedingt wurde die Liga in der abgelaufenen Saison nach der Winterpause in eine Auf- und eine Abstiegsrunde aufgeteilt. Da auch in der Saison 2022/2023 21 Oberligisten an den Start gehen – und sich die Spielzeit mit Hin- und Rückrunde über 42 Spieltage strecken würde – gab es Überlegungen, diesen Modus erneut anzuwenden. Allerdings sprachen sich zwei Drittel der Teams in einer Videoschalte am Dienstag für die Rückkehr zum geregelten Spielbetrieb aus. Diesem Wunsch entsprach der FVN nun und lässt in der Oberliga wieder eine Hin- und Rückrunde austragen.

  Nettetals Dirk Riether hat einen anderen Spielmodus bevorzugt. 
Nettetals Dirk Riether hat einen anderen Spielmodus bevorzugt.  Foto: Heiko van der Velden

Damit kommt auf den SC Union Nettetal eine Monster-Saison mit 40 Oberligaspielen zu – an zwei Spieltagen hat der SCU aufgrund der ungraden Anzahl der Teams spielfrei. „Wir tragen die Entscheidung mit, haben selber aber für eine Auf- und Abstiegsrunde gestimmt. So haben wir jetzt halt wieder sechs Spieltage unter der Woche vor uns“, sagt Dirk Riether, Abteilungsleiter in Nettetal. Der Verband habe den Teams aber auch signalisiert, dass er einen Plan B in der Tasche hätte, falls die Corona-Situation im Verlauf des Herbstes wieder ein Problem für den Spielbetrieb darstellen sollte. Dann könne doch noch auf die Auf- und Abstiegsrunde zurückgegriffen werden, um bei einem Saisonabbruch die Spielzeit werten zu können. Union startet nun am 5. Juli in die Saisonvorbereitung, bereits am 7. August wird das erste Oberligaspiel der neuen Saison angepfiffen. Dann stehen bis zum Start der Winterpause am 18. Dezember 21 Spiele auf der Agenda.

Bei den Bezirksligen hat der FVN die Zahl der Gruppen zwar von acht auf sieben reduziert, für die Teams der Region hat diese Neuerung aber praktisch keinen Einfluss. Lediglich die Reserve des SV Straelen wird nicht mehr in der hiesigen Staffel antreten, da sie nun in der Gruppe 4 an den Start gehen wird. Neue Teams in der Gruppe 3 sind die Aufsteiger der Kreisligen: TuS Wickrath, ASV Süchteln II, Hülser SV und der neue Fusionsverein SC St. Tönis II sowie die Landesliga-Absteiger DJK/VfL Giesenkirchen, Teutonia Kleinenbroich und TSV Meerbusch II. Der Saisonstart ist nach Plan für den 14. August vorgesehen.