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Fußball: Torjäger Jan Musialowski hat klare Ziele mit Rot-Weiß Venn

Nachwuchsstürmer aus Mönchengladbach : Junger Torjäger mit klaren Zielen

Jan Musialowski hat sich in der Seniorenmannschaft Rot-Weiß Venns schnell zurechtgefunden. An einen Wechsel zu einem höherklassigen Klub denkt der 18 Jahre alte Stürmer noch nicht.

Acht Tore in sechs Spielen reichen derzeit für den vierten Platz unter den Torjägern der Kreisliga A, den Jan Musialowski innehat. An sich nichts Besonderes, denn Stürmer sind dazu da, um vorne die Tore zu machen. Aber der Venner stellt eine kleine Ausnahme dar, denn er ist kürzlich erst volljährig geworden und könnte noch ein Jahr bei den A-Jugendlichen spielen.

Für Venns Trainer Mischa Bongarz ist es ein Glücksfall, dass Musialowski voriges Jahr von Hardt, wo er die Jugendmannschaften durchlief und auch schon bei den Senioren mittrainieren durfte, an den Breiten Graben wechselte. „Es hatte so einige Probleme in Hardt gegeben, deshalb bin ich meinen Freunden nach Venn gefolgt“, sagt Musialowski.

Dem pflichtet Bongarz bei: „Jan ist sein Freundeskreis wichtig. Er ist ein ruhiger Typ, der immer 100 Prozent gibt – egal, ob im Training oder im Spiel. Der Junge lässt sich nicht hängen, hat noch viel Potenzial und arbeitet viel an sich. Deshalb haben wir auch unser System auf ihn zugeschnitten.“ Und Venns Coach fährt fort: „Mit Patrick „Geisi“ Reneerkens hat er einen kongenialen Sturmpartner, der die Räume für ihn schafft und ihm auch sonst sehr viel weiterhilft.“

Für Musialowski war der Sprung in den Seniorenbereich keine große Umstellung. „In Hardt habe ich als B-Junior oft mit den Senioren mittrainieren dürfen. Von daher wusste ich, was mich erwartet“, erklärt der Schüler, der demnächst sein Abitur machen wird. Aber an Selbstüberschätzung wie viele andere Spieler seines Alters leidet er nicht. „Ich bin ehrgeizig und dabei manchmal zu verbissen. Da rutschen mir manches Mal Wörter raus, die nicht gerade druckreif sind. Hinterher tut es mir leid, was ich im Eifer des Gefechts gesagt habe.“

Ziele hat er fest ins Auge gefasst. So möchte er nach dem Abi entweder beim Zoll oder der Polizei seine Ausbildung machen. An einen Wechsel zu einem höherklassigen Verein denkt er zur Zeit nicht und nimmt seinem Trainer etwas von seinen Befürchtungen. „Wir wollen eine gute Saison abliefern und unsere intern gesteckten Ziele auch erreichen“, sagt er. Musialowski und RW Venn sind eine Symbiose, die in Zukunft noch für viel Aufsehen sorgen wird.