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Fußball Oberliga: 1. FC Mönchengladbach braucht Punkte gegen Hiesfeld

Nach drei Niederlagen in Serie : 1. FC Mönchengladbach braucht Punkte gegen Hiesfeld

Für den 1. FC Mönchengladbach steht gegen den TV Jahn-Hiesfeld am Wochenende ein Kellerduell in der Oberliga an. Der Gegner steht in der Tabelle noch hinter dem 1. FC. Trainer Karaca erwartet ein „heißes“ Spiel.

Was war der Auftakt vielversprechend gewesen: Am 1. Spieltag hatte der 1. FC Mönchengladbach sich einen 4:3-Erfolg gegen das favorisierte Team des FSV Duisburg erkämpft. Der Höhenflug hielt aber nur kurz: Im Anschluss folgten drei Niederlagen in Serie gegen den VfB Hilden (1:3), SC Velbert (0:4) und die Sportfreunde Niederwenigern (1:2). Der 1. FC befindet sich dadurch mit Platz 19 von 23 Teams wieder im Tabellenkeller der Oberliga.

 Trainer Erdogan Karaca war mit dem Auftritt unter der Woche im Pokal nicht einverstanden.
Trainer Erdogan Karaca war mit dem Auftritt unter der Woche im Pokal nicht einverstanden. Foto: Heiko van der Velden

Der kommende Gegner, der TV Jahn-Hiesfeld, steht mit Platz 22 in der Tabelle allerdings noch schlechter da. Mit nur einem Punkt aus fünf Spielen wartet die Elf von Trainer Marcus Behnert noch auf den ersten Saisonsieg. Ergo: Für den 1. FC ist es eines jener Spieler, die man für den Klassenerhalt gewinnen muss. „Die Konstellation ist richtig heiß. Hiesfeld hat einen Punkt und wir drei. Wir wollen unbedingt gewinnen und werden da im Training alles daransetzen, das wir das Spiel für uns entscheiden“, sagte Trainer Erdogan „Dony“ Karaca im Vorfeld. Er erwartet ein zweikampfbetontes Spiel.

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Zumindest gab es unter der Woche ein Erfolgserlebnis für die Westender, wenn auch ein sehr schmeichelhaftes. Im Niederrheinpokal besiegte die Mannschaft von Karaca den A-Kreisligsten BV Gräfrath mit 2:1. Allerdings drehte der 1. FC die Partie erst in der 89. Und 93. Minute durch zwei Tore des eingewechselten Kaies Alaisame. Karaca sprach anschließend von einem „glücklichen Sieg“ seiner Mannschaft und musste unter anderem feststellen: „Gräfrath wollte es mehr als wir, das konnte man sehen.“ Das darf sich gegen den TV Jahn-Hiesfeld im Ligabetrieb nicht wiederholen. Denn Jahn-Hiesfeld absolvierte seinen Auftritt im Niederrheinpokal am Mittwoch deutlich souveräner: Gegen den SC Hardt gab es einen 6:0-Erfolg. Unter den Zuschauern befand sich übrigens auch FC-Trainer Karaca, um den Gegner ein letztens Mal vor dem Duell zu beobachten und seine Schlüsse zu ziehen.

Die Gäste aus Dinslaken, die erst in der vergangenen Saison aus der Landesliga aufgestiegen waren, sind mit einer bemerkenswert jungen Mannschaft in diese Saison gegangen. Der Großteil der Spieler ist erst 19 bis 21 Jahre alt. Zu den eher routinierteren Spielern gehören da schon Torwart Marian Ograjensek mit 25 Jahren und Tom Hasel mit 24 Jahren.

Torhüter Ograjensek lief dabei unter anderem bereits für den FC Kray 2015/16 in der Regionalliga West auf. Aber auch in Mönchengladbach ist er kein Unbekannter, spielte Ogtajemsek doch insgesamt drei Spielzeiten für den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach. Dort kam der Schlussmann in der B-Junioren- und A-Junioren-Bundesliga zu Einsätzen. Bei Gladbachs U19-Mannschaft spielte er an der Seite von Michael Lieder, Marcel Benger, Gianluca Rizzo, Justin Hoffmanns und Nils Hühne. Durchsetzten konnte sich Ogtajemsek sowohl im Nachwuchs der Borussia als auch bei Kray in der Regionalliga allerdings nicht. Abwehrmann Hasel stammt hingegen aus der Jugend von Armina Klosterhardt, bei denen er anschließend auch drei Spielzeiten einer der Leistungsträger der ersten Mannschaft in der Landesliga war.

Personell sieht es für den 1. FC Mönchengladbach für die Partie am Sonntag (15.30 Uhr) gut aus. „Es kann sein, dass wir Sonntag fast alle Spieler zur Verfügung haben“, sagt Karaca. Nicht mit dabei sein wird allerdings Mahrdad Shanazarifar, der weiterhin seine Gelb-Rot-Sperre absitzt. Karaca hofft zudem, dass Marcel Lüft wieder zur Mannschaft hinzustößt. Der hatte zuletzt wegen einer Bänderverletzung aussetzen müssen. Sollte Lüft einsatzfähig sein, wird der Defensivspieler zum Einsatz kommen, erklärte Karaca. Und glücklicherweise sind aus Sicht des 1. FC mittlerweile auch alle Spieler aus der Corona-Quarantäne raus, auf die Karaca zuletzt ebenfalls verzichtet musste.