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Fußball Mönchengladbach: Neues Personal in vielen Vereinen

Planungen für die nächste Saison : Das Personal-Karussel im Amateurfußball dreht sich

Nachdem geklärt ist, welche Mannschaften in der kommenden Saison in welcher Liga spielen, treiben die Klubs im Amateurfußball die Planungen voran. Es hat bereits einige Wechsel gegeben.

Durch den Abbruch der Spielzeit 2019/20 gab es mehr Gewinner als Verlierer, weil es keine Absteiger gab, dafür aber mehr Aufsteiger. Nun ist die Zeit, um ins Tagesgeschäft überzugehen. Dazu gehört auch die Kaderplanung. Und obwohl sich die Gruppeneinteilung derzeit noch in der Planung befindet, sind auch dort die meisten Zielsetzungen klar definiert.

Die beiden Bezirksligisten Victoria Mennrath und VfL Jüchen-Garzweiler hätten zwar allen Grund gehabt, sich zu ärgern, weil sie sich noch im Kampf um die Aufstiegsplätze befanden, doch sie schauen bereits auf den neuerlichen Titelkampf. Mennrath kann dabei fast ausschließlich auf den bewährten Kader setzen. „Wir haben in der letzten Saison zu viele Spiele unnötig aus der Hand gegeben. Das war zwar ärgerlich, aber dadurch sind wir sicher klüger geworden“, sagte Trainer Simon Netten. Und Jüchens sportlicher Leiter Mathias Komor sieht sein Team ebenfalls gut gerüstet. „Bei uns war die Planung schon frühzeitig abgeschlossen. Vielleicht bräuchten wir noch einen guten Innenverteidiger, ansonsten sind wir auch in der Breite viel besser aufgestellt“, erklärt Komor.

Beim Bezirksliga-Konkurrenten SV Lürrip gibt es dagegen einen erneuten Umbruch. Für den neuen Trainer Andre Theissen gilt als primäres Ziel das gesicherte Mittelfeld. Schmerzhaft ist, dass Dennis Lammerz nun doch nicht von Wickrathhahn kommt, sondern zu Dynamo Erkelenz wechselt. Ebenso dürfte Lürrips Reserve als neuer A-Ligist eine harte Saison vor sich haben. Nico Königs tritt ein schweres Erbe, das Manuel Moreira hinterlassen hat, an. „Das neue Team wird es schwer haben, aber alle haben Bock und wir stellen uns der Herausforderung“, sagte Königs.

Für den 1. FC Viersen geht es in der kommenden Saison in der Landesliga weiter. „Wir haben vier Neuzugänge, mit denen wir im gesicherten Mittelfeld oder auf einem einstelligen Tabellenplatz landen wollen. Doch zuerst müssen wir uns in der höheren Liga zurecht finden“, erklärte der sportliche Leiter Daniel Saleh, der auch den Umbruch der Reserve in der A-Liga vorantrieb. Beim Mitaufsteiger Teutonia Kleinenbroich bleibt neben drei Spielern aus der eigenen Jugend als Neuzugänge alles beim Alten. Nur muss Trainer Norbert Müller auf Robin Wolf, der zu Union Nettetal wechselt, verzichten.

Für Florian Wittkopf, Trainer des A-Ligisten Viktoria Rheydt, wird es erneut ein Kampf um den Klassenverbleib werden. „Ein kleines Budget und der so ungeliebte Ascheplatz machen es nicht gerade leicht für uns, Spieler zu finden“, so der Coach. Auch bei einem Liga-Konkurrenten gibt es Wechsel bei den Verantwortlichen. Michael Ingenrieth wird zukünftig die Reserve des ASV Süchteln trainieren, für Teammanager Robert Schulz ist nach sechs Jahren Schluss. Aus dem Juniorenbereich sollen vier Spieler die vier Abgänge kompensieren. Dagegen hat der TuS Wickrath seinen Kader gewaltig umstrukturiert sowie Aufsteiger KFC Welate Roj ehemalige Spieler reaktiviert und auch den ehemaligen Co-Trainer Erik Kunschke als Fitnesstrainer installiert. „Wir sind dabei, uns noch punktuell zu verstärken“, sagte KFC-Coach Yama Formuly.

Auch Markus Riesenbeck vom B-Ligisten Rheydt 08 steht vor einem Umbruch. Sieben Abgängen stehen gleich zehn neue Spieler gegenüber, die das Ziel, ein Platz unter den ersten Fünf, bewerkstelligen sollen. Hocksteins sportlicher Leiter Markus Horsch ist da schon weiter. Die Spieler für die drei Teams stehen für die neue Saison soweit fest.