Fußball-Landesliga: VSF Amern unterliegen dem Tabellenschlusslicht

Fußball-Landesliga : Amern unterliegt Tabellenschlusslicht

Für die Vereinigten Sportfreunde gab es in der Landesliga auf eigenem Platz ein 2:4 gegen den VfR Fischeln. Auch Süchteln und Giesenkirchen unterlagen daheim, während sich der 1. FC mit einem torlosen Remis begnügen musste.

Die Ausgangslage schien gut zu sein. Die Landesligisten aus Mönchengladbach und dem Grenzland hatten allesamt Heimspiele. Heraus sprang jedoch nur ein Unentschieden.

VSF Amern- VfR Fischeln 2:4 (1:1). Trainer Willi Kehrberg war nach der Heimniederlage gegen den Tabellenletzten sichtlich angesäuert, vor allem mit der Art und Weise, wie sich seine Mannschaft präsentiert hatte. „Wir haben klare Dinge vorgegeben, daran hat sich die Mannschaft allerdings nicht gehalten. Das ärgert mich, darüber werden wir noch reden müssen“, sagte der VSF-Coach. Nach dem frühen Gegentor durch Niklas Geraets (9.) konnte Karim Sharaf (37.) kurz vor der Pause zum 1:1 ausgleichen. Zwar traf anschließend Andreas Kremer erneut für den VSF, doch Schiedsrichter Janne Kühsel entschied auf Abseits.

Im zweiten Durchgang wurden die Hausherren dann eiskalt erwischt. Denn kurz nach Wiederanpfiff brachte Almir Arapovic (47.) die Fischelner erneut in Führung. Der eingewechselte Ken Sugawara glich zwar mit seinem 13. Saisontreffer zum 2:2 aus, doch in der Schlussphase der Partie stellte Arapovic (84.) dann den alten Abstand wieder her. Nach einer Hereingabe von Tobias Gorgs hätte die Heimmannschaft dann aber fast noch einmal jubeln dürfen. Doch Volkan Akyil und Mehrdad Shanzarifar behinderten sich beim Kopfball gegenseitig. Als Nico Wehner dann in der Schlussminute einen Fischelner Spieler nur mit einem Foul stoppen konnte, entschied der Ex-Nettetaler Michael Enger (90.) per Foulelfmeter die Partie und traf so zum Endstand.

ASV Süchteln - VfL Rhede 1:2 (0:2). Der ASV Süchteln hat es verpasst, einen Big Point im Abstiegskampf zu landen. Denn nach dem Heimspiel gegen den VfL Rhede standen die Süchtelner mit leeren Händen da. Dabei markierte Simon Lechtenberg (16., 43.) beide Tore für den ehemaligen Oberligisten. Den Süchtelnern gelang es anschließend, in der Nachspielzeit durch Kai Schürmann (90.+2) nur zum 1:2 zu verkürzen. Im nächsten Atemzug war dann auch schon Schluss in der Partie.

„Die erste Halbzeit war eine absolute Katastrophe. Im zweiten Durchgang haben wir es dann deutlich besser gemacht, hatten aber zu wenig Drang zum Tor. Die Niederlage geht unter dem Strich in Ordnung“, lautete das Fazit von Trainer Fabian Wiegers. Trotz der Niederlage hat seine Mannschaft ein Polster von vier Punkten zu den Abstiegsrängen und kann sich mit einem Sieg am kommenden Sonntag beim TSV Meerbusch II wieder ans Tabellenmittelfeld heranspielen.

1. FC Mönchengladbach – SGE Bedburg-Hau 0:0 (0:0). Die Westender mussten sich im Duell mit dem Aufsteiger mit einem torlosen Unentschieden zufrieden geben. Gegen den Tabellennachbarn hatte der 1. FC deutlich mehr Ballbesitz, über die gesamte Spieldauer war es ein Spiel auf ein Tor. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte FC-Trainer Frank Mitschkowski. „Im gegnerischen Strafraum fehlte uns die Durchschlagskraft.“ Die Gäste versuchten von Beginn an, mit einer destruktiven Spielweise zum Erfolg zu kommen. Tief zu stehen und den Ball weit in die Gladbacher Spielhälfte zu „kloppen“, waren das taktische Mittel. Die Hausherren spielten geduldig und wenn möglich schnell, fanden aber kaum Lücken im Bedburger Abwehr-Bollwerk. Auf der anderen Seite musste der 1. FC wachsam sein, weil Bedburg auch schnelle Konter spielen kann.

„Wir hatten einige gute Torchancen“, sagte Mitschkowski. „In Strafraumnähe mangelte es an Passgenauigkeit.“ Er bedauerte insbesondere das Fehlen von Samy Forestal, der mit seiner Größe für mehr Lufthoheit im Strafraum hätte sorgen können. Besonders bitter war der verletzungsbedingte Ausfall von Thomas Lavia. Der 19-Jährige zog sich vermutlich einen Bruch des Mittelfußknochens zu. Bei einer Aktion im gegnerischen Strafraum hielt ein Bedburger Abwehrspieler den Fuß drauf. Statt Elfmeter entschied Schiedsrichter Thorsten Tack auf Freistoß für die SGE.

DJK/VfL Giesenkirchen – SC Kapellen-Erft 0:4 (0:3). Nach der glatten Niederlage gegen Kapellen ist Giesenkirchen auf den letzten Platz der Landesliga abgerutscht. Seit dem letzten Sieg gegen Sonsbeck (4:3) reichte es für den Aufsteiger in sechs Spielen nur zu einem 1:1 gegen Bedburg-Hau. Wenn der Situation überhaupt etwas Positives abzugewinnen ist, ist es der geringe Abstand zum rettenden Ufer. Mit einem Sieg wäre Giesenkirchen somit wieder im Rennen.

Trainer Volker Hansen musste erneut auf Dennis Weinsheimer zurückgreifen. Der 30-jährige Innenverteidiger hatte sich nach dem Aufstieg eigentlich auf das „Altenteil“ zurückgezogen. Aber auch der erfahrene Routinier konnte nicht verhindern, dass das Spiel schon nach zwanzig Minuten entschieden war. Die Gäste führten durch zwei Tore binnen vier Minuten 2:0 (17./21.). Noch vor der Halbzeit baute Kapellen die Führung auf 3:0 aus. In den Schlussminuten fiel noch der vierte Treffer.