Fußball-Landesliga: VfL Jüchen-Garzweiler siegt beim ASV Süchteln

Fußball-Landesliga : Jüchen dreht die Partie in Süchteln und siegt 3:1

Der VfL verlässt durch den Erfolg die Abstiegsplätze der Landesliga. Der 1. FC Mönchengladbach setzt sich mit einem Sieg bei Aufstiegsfavorit Velbert in der Spitzengruppe fest. Odenkirchen verliert, obwohl sein Torwart Besonderes leistet.

Der 1. FC Mönchengladbach hat sich wohl endgültig als Spitzenteam der Landesliga etabliert. Beim Aufstiegsfavoriten TVD Velbert gewannen die Westender 1:0 und gehören jetzt neben Cronenberg, Kapellen und Velbert zu den vier Teams, die sich schon einen kleinen Vorsprung auf die nachfolgenden Mannschaften verschafft haben. „Velbert war feldüberlegen, hatte häufiger den Ball“, sagte FC-Trainer Benni Weeks. „Wir haben unsere Chancen etwas besser genutzt.“

Weeks hatte seiner Mannschaft eine defensivere Grundordnung verpasst, den Gästen bewusst das Spiel überlassen. Die waren zwar optisch überlegen, der Abwehrriegel des FC stand jedoch und ließ kaum Torchancen zu. Die mit individuell starken Akteuren gespickte Velberter Elf kam nur nach Standardsituationen gefährlich vor das FC-Tor. In der 20. Minute tauchte Samy Zeriner nach einem Freistoß von Robin Wolters plötzlich frei vor dem Velberter Tor auf, scheiterte aber aus fünf Metern an Torwart Maik Bleckmann. Mit einem Weitschuss von Ben Venhaus kamen die Westender kurz vor dem Halbzeitpfiff zur nächsten Torgelegenheit.

Nach dem Seitenwechsel machte der TVD weiter das Spiel. Das Tor erzielten dann aber die Gladbacher. Einen Freistoß von Leonard Lekaj lenkte die Mauer ab, so dass der Ball als Bogenlampe zu Lukas Stiels kam. Der köpfte überlegt ein (54.). Der FC kam im weiteren Spielverlauf zu einigen Kontern. Ogus Ayan (65.) und Marcel Lüft (72.) verpassten den zweiten Treffer nur knapp. In der Schluss-Viertelstunde bemühte sich Velbert, den Ausgleich zu erzielen. Die Gladbacher Defensive ließ hinten aber nichts mehr anbrennen.

Der VfL Jüchen-Garzweiler hat mit dem 3:1 beim ASV Süchteln nach langer Zeit die Abstiegsplätze in der Landesliga verlassen. „Ein letztlich verdienter Sieg, auch wenn wir in der ersten Halbzeit durchaus höher in Rückstand hätten geraten können“, sagte VfL-Coach Michele Fasanelli. Jüchen bot in der ersten Halbzeit eine indiskutable Leistung; erst in der 40. Minute kamen die Gäste zu ihrem ersten Torschuss. Da führte der ASV nur 1:0. Stefan Heinrichs hatte den Treffer markiert. Er alleine hätte für eine höhere Führung sorgen können. „Das war die schlechteste Halbzeit dieser Saison“, sagte Fasanelli. „Nur gut, dass Süchteln nicht effektiv genug seine Chancen nutzte.“

Fasanelli stellte in der Halbzeitpause um und brachte Metin Türkay als zusätzlichen Stürmer. Fortan zeigte Jüchen ein anderes Gesicht, spielte jetzt „leichtfüßigen“ Fußball. Innerhalb von 14 Minuten drehten die Gäste das Spiel. Nach einem Freistoß wehrte Süchtelns Abwehr zunächst zweimal ab, dann passte Türkay in die Mitte, wo Thorben Schmitt mit links vollstreckte (55.). Das 2:1 acht Minuten später erzielte dann Türkay selber. Einen hohen Ball verlängerte Bela Kutsojannis, Türkay nahm den Ball an, drehte sich und drosch den Ball volley ins Tor. Nur fünf Minuten später markierte Kutsojannis mit einem Schuss aus 18 Metern ins lange Eck das 3:1. Süchteln warf jetzt alles nach vorne. Die beste Chance hatte aber Jüchen nach einem Konter; der Pfosten rettete für den ASV.

Odenkirchens Trainer Kemal Kuc hatte vor dem Spiel gegen die Holzheimer SG davor gewarnt, den Aufsteiger zu unterschätzen. Trotzdem verlor die SpVg. 0:2. „Holzheim hat absolut verdient gewonnen“, sagte Kuc. „Sie haben sehr kompakt gestanden und um jeden Ball gekämpft.“ Das war dann auch der große Unterschied zu seiner Mannschaft, die zu keiner Phase ins Spiel fand. „Bis auf drei Spieler war die Mannschaft nicht präsent“, sagte Kuc. Eine landesligataugliche Leistung lieferten nur Torwart Kevin Afari, Tayfun Yilmaz und Adama Bance ab.

Afari verhinderte mit seinen Paraden eine höhere Niederlage. In der zweiten Halbzeit wehrte er gleich drei Elfmeter ab und hielt sein Team zunächst im Spiel. Gegen die Tore von Yannick Joosten (63.) und Maurice Girke (73.) war er machtlos. Kurz vor dem Abpfiff musste Süchteln zu zehnt weiterspielen. Nach zweimal Gelb musste Philipp Cox das Spielfeld verlassen.

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