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Fußball-Landesliga: Odenkirchen dreht das Spiel binnen einer Minute

Fußball-Landesliga : Odenkirchen siegt binnen einer Minute

Gegen Jüchen brauchten die Landesliga-Fußballer von Kemal Kuc 80 Minuten für das erste Tor – dann gab es einen Doppelschlag. Der FC siegte klar und deutlich mit 6:2 in Rath. Die Westender sind nach dem Kantersieges Dritter.

Der neutrale Zuschauer hätte das Lokalderby zwischen der Spvgg Odenkichen und dem VfL Jüchen-Garzweiler als ausgeglichen bewertet. Während Jüchen die erste Halbzeit dominierte, kam Odenkirchen wie ausgewechselt aus der Pause und schnürte die Gäste in der eigenen Hälfte ein. Am Ende der 95-minütigen Spielzeit hatten aber die Gastgeber knapp die Nase beim 2:1-Sieg vorne. Mehr als achtzig Minuten brauchte Odenkirchen, um ins Jüchener Tor zu treffen. Dann gelang das binnen einer Minute gleich zweimal. „Der Sieg ist aufgrund der zweiten Halbzeit sicherlich verdient“, sagte Odenkirchens Trainer Kemal Kuc.

Dem wollte Jüchens Trainer Michele Fasanelli nicht widersprechen. „Wir haben nach dem Seitenwechsel zu wenig investiert, daher geht die Niederlage auch in Ordnung.“ Vielleicht hatte Jüchen den Mut in der Kabine gelassen. Jedenfalls sahen die Zuschauer nach dem Wiederanpfiff eine andere Mannschaft, die das blaue Jüchener Trikot über den Kunstrasenplatz trug. Kuc hatte sich das Spiel seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit genau angesehen und in der Pause seine Schlüsse gezogen. „Ich habe unsere Offensive verstärkt und Jan Rakow reingebracht. Damit hatten wir im Mittelfeld Überzahl und bestimmten fortan das Spiel.“

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Zu Beginn hatten die Gäste das Spiel im Griff. Odenkirchen hatte zwar öfter den Ball, gefährlich wurde es aber vor dem Jüchener Tor nicht. Im Gegenteil, mit zwei Standardsituationen war Jüchen gefährlich. Zweimal flog das Leder nach einem Freistoß von der rechten Seite in den Odenkirchener Strafraum. Während der erste Kopfball knapp neben das Tor ging, machte es Konstantine Jamarishvili beim zweiten Versuch besser (33.). Unhaltbar für Schlussmann Kevin Afari köpfte er den Ball ins linke Eck.

Warum Jüchen-Garzweiler sich zurückdrängen ließ, kann Fasanelli nicht erklären.„Wir wollten eigentlich den zweiten Treffer erzielen.“ Seine Mannschaft bekam keinen Zugriff mehr auf das Spiel, lief allerdings auch weniger als die Gastgeber. Eine Chance hatte Jüchen, um sich vielleicht doch mit drei Punkten auf die kurze Heimreise zu machen. In Überzahl wurde der Ball aber zu weit nach außen gespielt, die Chance war dahin. Odenkirchen kam jetzt öfter vor das Jüchener Tor. Adama Bance verzog vor Dominik Lingweiler. Nach einer Einzelaktion zielte Dragan Kalkan aus spitzem Winkel ins kurze Eck und hätte Jüchens Torwart fast überrascht.

Nach einer Ecke war es dann soweit: Die Jüchener Abwehr klärte den Ball nicht gut genug, Sven Moseler stand vierzehn Meter vor dem Tor unbedrängt frei und schoss den Ball in die Maschen (84.). Nur wenige Sekunde nach dem Anstoß setzte sich Kalkan auf der linken Seite gegen drei Gegenspieler durch und passte auf Tobias Kamper. Der 19-jährige blieb cool und markierte den umjubelten Siegtreffer.

Dank eines 6:2-Kantersieges beim Rather SV hat sich der 1. FC Mönchengladbach am SC Kapellen-Erft vorbei auf den dritten Rang gespielt. „Das Ergebnis täuscht über das Stärkeverhältnis hinweg“, sagte FC-Trainer Benedict Weeks. „Wir waren heute brutal effizient.“ Weeks hatte acht Torchancen seiner Mannschaft gezählt, sechsmal landete das Leder im Rather Tor. Schon nach neun Minute lagen die Westender mit 2:0 in Führung. Pascal Schellhammer hatte mit einem seiner berühmten weiten Einwürfe den Ball in den Strafraum geworfen, wo Oguz Ayan dann einköpfte (4.). Das zweite Tor erzielte Marcel Lüft ebenfalls per Kopf nach Flanke von Semih Zeriner.

Auch der dritte Treffer der Westender ging auf das Konto von Lüft. Diesmal traf er mit dem Fuß nachdem sich Ayan gegen zwei Gegner durchgesetzt hatte. Direkt nach dem Seitenwechsel verkürzte Rath noch mal auf 1:3 (48.). „Da haben wir nicht gut verteidigt“, sagte Weeks. Die spielerisch ebenbürtigen Gastgeber hatten dann sogar Chancen, weitere Treffer zu erzielen. Die Drangphase überstand der FC auch dank starker Paraden von Martin Hahnen. Mit dem 4:1 machte Lukas Stiels dann letztlich alles klar. Durukan Celik (85.) und erneut Stiels in der Nachspielzeit erzielten die weiteren Tore.