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Fußball-Landesliga: DJK/VfL Giesenkirchen zieht seine Mannschaft zurück​

Absteiger der Landesliga tritt nicht mehr an : DJK/VfL Giesenkirchen zieht seine Mannschaft zurück

Der Landesligist DJK/VfL Gelsenkirchen steht nach einer völlig verkorksten Saison bereits als Absteiger fest. Vor dem Spiel in Reusrath vermeldete der Verein, dass er seine Mannschaft für den Schlussspurt zurückzieht. Welche Auswirkung das auf die Saison hat und wieso der Schritt für kommendes Jahr wichtig ist.

Eigentlich hätte die Mannschaft des DJK/VfL Giesenkirchen am Freitagabend beim SC Reusrath antreten sollen. Doch daraus wurde nichts. Die Verantwortlichen zogen nach intensiven Gesprächen innerhalb des Vorstandes, mit dem Mannschaftsrat und Chefcoach Volker Hansen das Team kurzfristig aus dem Spielbetrieb der Landesliga Gruppe 1 zurück.

„Uns blieb keine andere Wahl. Wir hätten am Freitag ohnehin keine Mannschaft für das Spiel in Reusrath zusammenbekommen“, erklärte Abteilungsleiter Jakub Miodek, wohlwissend dass bei einer Spielabsage in der kommenden Saison drei Punkte für jeden Nichtantritt abgezogen worden wären. So blieb es bei einer Ordnungsstrafe von lediglich 100 Euro. Mit zehn Punkten standen die Giesenkirchener ohnehin bereits als Absteiger in die Bezirksliga fest. Alle noch ausstehenden Spielen werden nun mit drei Punkten und 2:0-Toren für den jeweiligen Gegner der Giesenkirchener gewertet. Direkte Auswirkungen auf den Auf- oder Abstiegskampf hat der Rückzug der Giesenkirchener derweil nicht wirklich. Reusrath hatte vor dem Spiel am Freitag sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Die Holzheimer SG war mit 43 Punkten ohnehin gerettet. Die Mannschaft des 1. FC Wülfrath hatte Stand Samstag fünf Punkte Vorsprung.

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Bereits über die komplette Saison plagten die Hansen-Elf Personalprobleme. Wichtige Spieler wie Maik Rütten, Michael Miodek, Aaron Terjung, Aaron Kliewer und auch Philipp Welzer fehlten der Mannschaft in vielen Spielen. In der vergangenen Woche kam die Mannschaft gegen Meister MSV Düsseldorf mit 1:11 deutlich unter die Räder. Das Kellerduell bei Mitabsteiger SC Teutonia Kleinenbroich verlor man mit 2:4.

Personell konnte das Team auch nicht weiter aufgefüllt werden. „Bei unserer zweiten Mannschaft sieht es aktuell nicht besser aus. Mit zwölf bis 13 Spielern ist die Mannschaft ebenfalls knapp besetzt“, so Miodek. Immerhin kann die Zweite noch die Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur Kreisliga A erreichen. Zuletzt musste Trainer Marvin Hermes allerdings selber noch einmal seine Fußballschuhe schnüren.

In der Bezirksliga wollen die Giesenkirchener nun einen Neuanfang wagen. Mit dabei ist nicht nur Trainer Volker Hansen, sondern auch ein Großteil des aktuellen Kaders. Trainiert werden soll bis zur Sommerpause übrigens trotzdem weiter. „Wir haben den Spielern, die uns verlassen möchten, aber freigestellt, sich auch anderweitig zu orientieren“, sagte Miodek.

Die Ziele in der kommenden Saison sind eher bescheiden, das Thema Wiederaufstieg sei kein Thema. „Wir müssen erst einmal sehen, wie die Kadergespräche mit potenziellen Neuzugängen laufen“, erklärte Miodek.