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Fußball-Landesliga: 1. FC Mönchengladbach fährt zum Rather SV

Lokalderby in der Landesliga : Odenkirchen will im Lokalderby die Negativserie stoppen

Sowohl die Spielvereinigung als auch ihr kommender Gegner VfL Jüchen-Garzweiler hinken in der Landesliga den eigenen Erwartungen hinterher. Besser sieht es derzeit beim Tabellenvierten 1. FC Mönchengladbach aus, auch wenn dessen Trainer Benedict Weeks von einem Aufstieg noch nichts hören will.

Es sind nur wenige Kilometer, die zwischen den Fußballfeldern von Odenkirchen und Jüchen-Garzweiler liegen. Wenn der VfL Jüchen am Samstag (17.45 Uhr) zum Lokalderby bei der SpVg. Odenkichen fährt, hat er es nicht weit; es ist die kürzeste Auswärtsfahrt. Auch bei der sportlichen Bilanz liegen beide Teams eng beieinander. Gerade vier Punkte trennen Odenkirchen als Tabellenzehnter von Jüchen (17.). Dass es sieben Plätze sind, liegt daran, dass mehr als die Hälfte der Landesliga-Klubs im Abstiegskampf steckt.

Und auch das eint die beiden Mannschaften: Odenkirchen und Jüchen hinken den eigenen Erwartungen hinterher. Wobei sich die Gastgeber nach schlechtem Saisonstart schon auf einem guten Weg Richtung oberes Tabellendrittel wähnten. Odenkirchen ist Serientäter: Sechs Spielen ohne Dreier folgten fünf Siege am Stück. Dann gab es wieder vier Spiele, in denen es nur zu einem mageren Punkt reichte. „Als fast der komplette Kader zur Verfügung stand, haben wir gut und erfolgreich gespielt“, sagt Trainer Kemal Kuc. „Zuletzt fehlten erneut zu viele Spieler wegen Verletzungen oder Sperren.“ Wobei er damit die schwachen Leistungen, vor allem das 0:5 in Krefeld-Fischeln, nicht entschuldigen wollte. „Wenn wir anderen Spielern die Chance geben, in der Landesliga zu spielen, muss von denen mehr kommen.“

Nur Timo Hoffmann aus der zweiten Mannschaft (Kreisliga A) bot als Innenverteidiger eine gute Leistung. Möglicherweise bekommt er eine weitere Bewährungschance. Denn Kuc weiß noch nicht, wer bis Samstag die Verletztenliste verlassen haben wird. „Wir spielen zu Hause und wollen gewinnen“, sagt Kuc. Dass sein Team dafür eine bessere Leistung abliefern muss, wird er sicherlich in der Trainingswoche den Spielern mit auf den Weg gegeben haben. „Die Spieler müssen zeigen, dass sie zu Recht das Odenkirchener Trikot tragen dürfen.“

Kuc hat trotz der momentan schwachen Bilanz der Jüchener Respekt vor dem Gegner. „Jüchen hat einen großen Kader und kann mehr, als es bisher gezeigt hat.“ Auch Michele Fasanelli ist weder mit der Leistung noch mit der Platzierung zufrieden. Wie am vergangenen Wochenende beim 0:2 gegen den Rather SV muss der VfL-Coach konstatieren, dass seine Mannschaft nicht immer Landesliga-Niveau erreicht. „Wir müssen besser spielen“, sagt Fasanelli. „Aufgrund der Tabellensituation sind wir in Zugzwang.“

Grund zu klagen hat FC-Trainer Benedict Weeks im Gegensatz zu seinen Gladbacher Kollegen nicht. Der 1. FC ist Tabellenvierter und damit dicht dran an den Aufstiegsplätzen. Von einem möglichen Oberliga-Aufstieg will Weeks aber nichts wissen. „Das Thema spielt für uns keine Rolle, und wir wollen uns von anderen auch nicht zum Aufstieg drängen lassen“, sagt Weeks. Er weiß, dass sein Team immer 100 Prozent geben muss, um erfolgreich zu sein. Dass unterscheidet die Westender von den anderen Spitzenteams, die auch bei schwächeren Leistungen immer noch durch individuelle Klasse zum Erfolg kommen können. Daher erwartet er von seinem Team, dass es auch die Begegnung beim Rather SV (Sonntag, 14.30 Uhr) seriös angehen wird. „Wir haben Respekt vor Rath, das physisch sehr stark ist“, sagt Weeks. „Das wird für meine junge Mannschaft eine schwere Aufgabe.“