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Fußball-Kreisliga: Spektakelfußball konnte den Abstieg von Welate Roj nicht verhindern​

Saisonfazit Welate Roj Mönchengladbach : Spektakelfußball konnte den Abstieg nicht verhindern

Die Kreisliga-Partien von Welate Roj Mönchengladbach waren in dieser Saison häufig torreich, für den Klassenerhalt hat das – trotz Trainerwechsel im Winter – am Ende aber nicht gereicht. Wies es bei Welate weitergeht, steht noch nicht fest.

Fast sechs Tore fielen in den Spielen mit Beteiligung von Welate Roj Mönchengladbach im Schnitt. Da es aber wesentlicher häufiger hinten als vorne klingelte, musste der Verein nach zwei Spielzeiten in der Kreisliga A nun den Gang in die niedrigere Klasse antreten. Ungewiss ist, wie es dort weitergehen wird.

So lief die Rückrunde

Neuaufbau und Klassenerhalt: Mit den beiden Zielen ist das Trainer-Duo aus Mahad Dahir Yabal und Emre Gerdan in der Winterpause beim damaligen Tabellenvorletzten an den Start gegangen. Acht neue Spieler brachten die Übungsleiter, die zuvor bei Victoria Mennrath II und der Jugend vom 1. FC Mönchengladbach tätig waren, mit. „Der Verein hat im Winter einen Umbruch einleiten wollen und deshalb uns gefragt, ob wir dabei helfen wollen“, sagt Emre Gerdan. Und im Vergleich zur schwachen Hinrunde, in der Welate unter Yama Formuly lediglich drei Siege einfahren konnte, lief es für die Gladbacher im neuen Jahr besser. 20 Punkte standen da zu Buche, was in der Rückrundentabelle Platz neun bedeutete. Ein beeindruckender Sieg gelang gegen Türkiyemspor (5:3), das bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg gekämpft hat. Die „Knackpunktspiele“ waren aus Gerdans Sicht die Duelle beim SC Rheindahlen und SV Lürrip II. Dort ging Welate jeweils mit einer Führung in die Kabine, um am Ende die Punkte noch aus der Hand zu geben. In Rheindahlen trennte man sich 2:2, bei der Lürriper Reserve setzte es sogar noch eine Pleite. „In den beiden Spielen geben wir fünf sichere Punkte aus der Hand. Die hätten für den Klassenerhalt gereicht“, ärgert sich der Welate-Coach. Besiegelt wurde der Abstieg bei der 1:3-Pleite gegen Platznachbar PSV Mönchengladbach. „Es waren diese Niederlagen, aber vor allem natürlich die wenigen Punkte aus der Hinrunde, die uns zum Verhängnis wurden.“

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Das war gut in der Saison

Alleine mit der Offensivabteilung hätte Welate Roj wohl auch um den Aufstieg in die Bezirksliga spielen können. Der Absteiger stellte mit 80 Treffern in 32 Spielen hinter den vier Topteams den gefährlichsten Sturm der Liga . „An der Offensive hat es in dieser Saison nicht gelegen,“ so Gerdan. Zufrieden war der Coach auch mit der Trainingsbeteiligung und der generellen Atmosphäre im Team. „Die Jungs haben erzählt, dass in der Hinrunde oft nur eine Handvoll Leute zum Training kam – das war in der Rückrunde besser.“

Das war nicht so gut in der Saison

Nicht in den Griff bekam das Trainer-Duo die großen Probleme in der Defensive. Eine ähnlich schwache Bilanz wie in den ersten 16 Saisonspielen führte am Ende zu satten 109 Gegentoren. Welate stellte damit die drittschwächste Defensive aller Teams. „Wir standen uns häufig selber im Weg. Bezeichnend ist das am Ende entscheidene Spiel gegen Polizei SV, in dem wir durch ein Traumtor in Führung gehen und uns dann das 1:1 durch mehrere individuelle Fehler selber reinlegen“, sagt Emre Gerdan.

Der Spieler der Saison

Es kommt nicht häufig vor, dass ein Absteiger den drittbesten Torschützen der Liga stellt. Welate Roj hat dieses unrühmliche Kunststück vollbracht – vielmehr ist es Stürmer Ferhan Tam gelungen. 31 Tore in 28 Spielen, dazu 17 Vorlagen. „Ich möchte nicht wissen, wie viele Tore Ferhan in Süchteln oder bei Türkiyemspor geschossen hätte. Natürlich ist er unser Spieler der Saison – und das nicht nur, weil er mein Schwager ist“, scherzt Coach Gerdan.

 

Wie geht es weiter?

Die Zukunft vieler Welate-Akteure ist noch ungewiss – dazu gehört auch das Trainer-Duo Yabal und Gerdan. „Noch ist nicht geklärt, wie es weitergeht, wir benötigen da noch etwas Zeit“, so Gerdan. „Sicher ist aber, dass der Verein so schnell wie möglich wieder in die Kreisliga A aufsteigen möchte.“