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Fußball-Kreisliga: Spektakel gegen Rheydt lässt Welate Roj weiterhin hoffen​

Zehn Tore am Freitagabend : Spektakel gegen Rheydt lässt Welate Roj weiterhin hoffen

Zehn Tore sind am Freitagabend bei der Kreisliga-Begegnung zwischen Welate Roj Mönchengladbach und Viktoria Rheydt gefallen. Mit dem Sieg in diesem Spektakel-Spiel hat sich Welate die Hoffnung auf den Klassenerhalt bewahrt. Viktoria muss hingegen weiter zittern.

Einen Punkt benötigt Viktoria Rheydt noch, um den Klassenerhalt in der Kreisliga A klarzumachen: Die erste Chance hat die Mannschaft von Trainer Florian Wittkopf am Freitagabend allerdings vergeben. Gegen das stark abstiegsgefährdete Team von Welate Roj unterlag Rheydt nach einem spektakulären Spiel mit 4:6.

Schon die ersten Ballstafetten in der Anfangsphase zeigten deutlich: Beide Teams kamen mit offenem Visier in die Partie. Auf der einen Seite Welate, die den Ball zirkulieren ließen, um dann im geeigneten Moment das Spiel mit langen Pässen zu öffnen. Viktoria wollte den Ball vom eigenen Strafraum fernhalten und dann bei Balleroberung schnell kontern. Allein in den ersten zehn Minuten konnten vier Chancen notiert werden, drei für die Gastgeber durch Sadeq Omar, Ferhan Tam und Sirin Özekinci und eine für die Gäste aus Rheydt durch Leon Streyl. Die Führung für Welate Roj fiel dann in der 14. Minute. Bareq Omar mit einem Diagonalpass auf Tam, der sich für das lange Eck entschied und einnetzte.

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Keineswegs geschockt reagierte Viktoria drei Minuten später mit dem Ausgleich. Der kam aber nur unter tatkräftiger Zuhilfenahme von Welates Torhüter Mohammad Sheakbulo zustande, als er einen harmlos erscheinenden Schuss von Max Zimfer von der rechten Seite durchließ. Ein Gewaltschuss von Sascha Velten bescherte den Rheydtern sogar die 2:1-Führung (24.). Fünf Minuten vor der Pause wurde Welates Tam im Strafraum unsanft vom Spielgerät getrennt. Den fälligen Strafstoß führte der Gefoulte selber aus und stellte auf 2:2.

Ein Doppelschlag binnen drei Minuten vom besten Spieler auf dem Feld, Ferhan Tam, brachte Welate nach dem Seitenwechsel mit 4:2 (52./54.) in Front. Rheydts Jan Meuser hatte die passende Antwort parat, als er völlig freistehend den 3:4-Anschlusstreffer erzielte (63.). Der Ausgleich von Thomas Junker entstand dann aus abseitsverdächtiger Position (79.). Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit. Zunächst markierte der eingewechselte Castello de Sousa Barroso die erneute Führung (90.+1), dann traf Samir „Sammy“ Arbaou zum 6:4-Endstand (90.+3) für Welate.

Ein Spektakel, das Werbung für die Kreisliga A war. Rheydts Trainer Florian Wittkopf erklärte nach dem Spiel kopfschüttelnd: „Jetzt müssen wir weiter rechnen. Dabei hätte ich gerne den einen Punkt geholt, damit wir die Saison auslaufen lassen können“. Seinem Pendant Emre Gerdan dagegen war Erleichterung anzusehen. „Der Sieg war wichtig für uns. Aber auch heute hat man gesehen, weshalb wir unten stehen. Wir leisten uns zu viele Fehler, die uns etliche Punkte gekostet haben. Das gilt es abzustellen“, so Gerdan.