1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Regionalsport

Fussball-Kreisliga: Im Endspurt griffen die Maßnahmen von Kuralay​ beim PSV Mönchengladbach

Saisonfazit PSV Mönchengladbach : Im Endspurt griffen die Maßnahmen von Kuralay

Der Polizei SV Mönchengladbach hat sich im Endspurt der Saison zum Klassenerhalt gezittert. Für die kommende Saison wird der Kader gehörig umgebaut, Trainer Erhan Kuralay möchte auf den positiven Ansätzen aus der Rückrunde aufbauen.

In der Winterpause reagierte der Polizei SV und ersetzte Frederic Marohn auf der Trainerbank durch Erhan Kuralay. Die Mannschaft befand sich damals in akuter Abstiegsgefahr und auch die Rückrunde verlief zunächst holprig. Am Ende gelang jedoch die Rettung im Saisonfinale.

  Erhan Kuralay, hier noch im Dienst in Giesenkirchen, übernahm zum Start der Rückrunde den PSV.
Erhan Kuralay, hier noch im Dienst in Giesenkirchen, übernahm zum Start der Rückrunde den PSV. Foto: Heiko van der Velden

So lief die Rückrunde

Der Einstand von Kuralay verlief mit acht Punkten aus den ersten fünf Rückrundenspielen vielversprechend. Unter anderem feierte seine Mannschaft Siege gegen Mennrath II (6:1) und Rheindahlen (5:2). Im Anschluss stockte jedoch der Aufschwung: Aus sechs Partien gab es nur einen Sieg und fünf Niederlagen. Entsprechend steckte der PSV bis zum Ende tief im Abstiegskampf. Gegen Germania Geistenbeck gab es sechs Spieltage vor Ende einen wichtigen 3:0-Erfolg, kurz darauf ein bemerkenswertes 4:4-Remis gegen den späteren Aufsteiger ASV Süchteln II. Am vorletzten Spieltag gelang mit einem 3:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Welate Roj dann der Sprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Diesen behielt der PSV auch am letzten Spieltag, obwohl er spielfrei hatte, da Verfolger Lürrip nicht den benötigten Dreier holte.

  • Ko Itakura.
    Vertrag bis 2026 : Borussia verpflichtet Ko Itakura von Manchester City
  • Mit Doucouré in der Startelf : Nächste Testspiel-Niederlage für Borussias U23
  • Bei der konstituierenden Ratssitzung im November
    Grabenkämpfe in der Partei : Mönchengladbachs AfD zerlegt sich selbst

Das war gut

Als er beim PSV anfing, sei die Liste an Baustellen groß gewesen, sagt Kuralay: „Die Mannschaft war sehr verunsichert, es fehlte eine Hierarchie, es gab keine Ordnung auf dem Feld. Das musste mit viel Kommunikation und vielen Trainingssitzungen nachgeholt werden.“ Vor allem bei den Spielabläufen sah er dringenden Handlungsbedarf. „Es ging darum, selbst Akzente zu setzen. Eine Struktur auf dem Feld zu haben, mit Pressing, aber auch mit Lösungen gegen tief stehende Gegner“, sagt der Trainer. Das sei jedoch ein Prozess gewesen, der mal besser, mal schlechter vorwärtsging. Im Endspurt war Kuralay mit dem, was seine Mannschaft zeigte, aber zufrieden. „Gegen Süchteln waren wir beispielsweise nahe dran am Sieg, das waren richtig gute Ansätze“, so Kuralay. Auf dieser Entwicklung will er nun für die kommende A-Liga-Saison aufbauen.

Das war nicht so gut

 Für Kuralay kassierte seine Mannschaft zu viele Gegentore. Am Ende waren es 76, wobei die Bilanz von nur 33 Gegentoren in der Rückserie eine deutliche Verbesserung darstellte. Ihn geht es dabei aber auch um die Einstellung. Er führt als Beispiel die Partie gegen Rheindahlen an, in der seine Mannschaft bereits 5:0 führte, am Ende aber noch zwei Gegentreffer kassierte. „Da haben wir wohl gedacht, das läuft schon. Das ist aber zu wenig. Da erwarte ich mehr Gier. Lieber gewinne ich 3:0 als 6:4“, sagt Kuralay. Zu Hause holte der PSV lediglich 13 Punkte, die zweitschlechteste Bilanz aller A-Ligisten. „Damit können wir absolut nicht zufrieden sein“, sagt der Trainer.

Spieler der Saison

In Sachen Torschützen lagen am Ende Marvin Küsters und Joshua Burg mit je elf Treffern vorne. Für Kuralay ist jedoch Kapitän Daniel Müller der Spieler der Saison: „Er war immer der Ansprechpartner für mich, gerade zu Anfang. Er ist wie ein spielender Co-Trainer für mich gewesen.“ Umso mehr schmerzt es ihn, dass Müller den Verein in Richtung Kleinenbroich verlässt. Er ist einer von fünf Abgängen. Auch Leon Vossen, Magnus Lambertz, Benjamin Holzapfel und Philip Schmitz verlassen den Verein.

So geht es weiter

Kuralay hat seine Spieler bereits am 26. Juni zum Trainingsauftakt geladen. „Damit wir topfit und eingespielt in die neue Saison starten“, sagt er. Dazu stoßen zahlreiche Neuzugänge zum Team: Abdulaziz Hanifa (Giesenkirchen), Ahmet Aygördü (BW Meer), Oday Kayrouz (Hardt), Mohammed Saad Kabbani (Roter Stern Sudenburg), Albin Zejnaj (Meerbusch), Joel Odusina (KFC Uerdingen), Mek Johann Bongers (Dilkrath), Lawand Duraie (Neuwerk), Adriano Dionigi Vaas (Viersen), Elias Lukas El Moudene (1. FC Mönchengladbach), Emanuel Moses Emmanuelson (Ukraine), Deißler Maduthies (Fortuna), Jeff Mrowka (Wickrath). Aus der eigenen Jugend kommen Vadim Chkolnik und Sergen Er hoch. Testspiele sind gegen Jüchen II, Rheydt 08, BW Meer und Süchteln II geplant.