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Fußball-Kreisliga A: Eine starke Rückrunde rettet dem VfB Korschenbroich den Klassenerhalt

Saisonfazit VfB Korschenbroich : Eine lebensrettende Rückrunde und Kaderprobleme für die Zukunft

Nach der Hinrunde sah die Mannschaft von Trainer André Dammer wie ein sicherer Absteiger aus – und holte mit neun Siegen in der Rückrunde furios auf. Für die kommende Saison ergeben sich jedoch einige Herausforderungen bei der Kadergestaltung.

Nach der Hinrunde war der VfB Korschenbroich mit einem großen Rückstand Tabellenletzter der Kreisliga A, doch dank personeller Zugänge konnte das Team die Rückrunde als Sechster beenden und rettete sich kurz vor Saisonende. Nun steht ein personeller Umbruch bevor.

 

So lief die Rückrunde

Korschenbroich verzeichnete eine deutliche Steigerung auf 27 Punkte in 16 Spielen – bestehend aus neun Siegen und sieben Niederlagen. In der Hinrunde waren es magere zehn Zählern gewesen. Zum Rückrundenauftakt ging es zum TuS nach Wickrath, wo Korschenbroicher nahe an einem Remis war, bevor ein Eigentor letztendlich die knappe 2:3-Niederlage besiegelte. Siege und Niederlagen hielten sich anschließend in etwa die Waage. Schmerzlich waren die Pleiten gegen die direkten Konkurrenten wie beim 1:4 beim 1.FC Viersen II oder das jeweilige 1:3 gegen Welate Roj oder Neersbroich. Ansonsten hätte sich der VfB wohl schon früher gerettet.

 

Das war gut in der Saison

Mit der Winterverpflichtung von Dennis Lammerz, der neun Tore in zehn Begegnungen erzielte und damit zu über 20 Prozent der Rückrundentreffer beitrug, konnte ein torgefährlicher Spieler verpflichtet werden. Und sollte Lammerz mal nicht treffen, so band er meistens zwei Gegenspieler an sich und schuf Räume für seine Mitspieler. Trainer André Dammer hob zudem die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Elf hervor: „Das war ein ganz anderes Team als noch in der Hinrunde. Die Mannschaft hat endlich Zweikämpfe angenommen und sich sowohl spielerisch als auch in taktischer Hinsicht ganz anders präsentiert.“

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Das war nicht so gut in der Saison

Natürlich spukte in einigen Partien die desolate Vorstellung der Hinrunde in den Köpfen einiger Spieler herum, wo der VfB durch individuelle Fehler den Gegner zum Toreschießen einlud. So konnte Korschenbroich in der Rückrunde beispielsweise gegen die Red Stars einen 0:2-Rückstand kurzfristig ausgleichen, kassierten dann aber in den Schlusssekunden der ersten Halbzeit das dritte Gegentor. „Wir haben uns in einigen Spielen selbst besiegt, bedingt durch Fehler im Defensivverhalten. Anscheinend haben wir nicht oft genug trainiert, wie man zu stehen hat“, sagt Trainer Dammer selbstkritisch.

 

Der Spieler der Saison

Mit seiner starken Rückrunde ist Dennis Lammerz sicherlich ein Kandidat auf den Titel, VfB-Coach Dammer sieht aber Torhüter Tim Noever vorne. „Tim hat uns in vielen Spielen am Leben gehalten. Ansonsten hätten wir mehr als die 36 Gegentore in der Rückrunde kassiert. Dann wäre noch Stefan Adrians zu nennen, der im Abwehrbereich eine hervorragende Saison abgeliefert hat. Und unser Kapitän Luca Noever, der immer vorangegangen ist.“

 

So geht es weiter

Der neue Trainer Atabey Kaplan – Andre Dammer geht im Sommer zum 1. FC Mönchengladbach in die Landesliga – hat seinen vorläufigen Kader seit Dienstag im Trainingsbetrieb. Alle bisher fixen Testspiele finden auf heimischen Boden statt. Am Sonntag kommt der SV Glehn II, Hockstein (10. Juli), Wickrathhahn (17. Juli) und SC Hardt II (22. Juli) sind die weiteren Testgegner. Aber Kaplan als Trainernovize hat keinen leichten Start. Wider erwarten haben sich nun, entgegen erster Zusagen, einige Spieler dazu entschlossen, den Verein zu verlassen. Auch Neuzugänge, die ihre Zusage gegeben hatten, haben sich nach Anfragen gegen den VfB und für die Bezahlung bei einem anderen Verein entschieden. Ein Aspekt, über den sich der scheidende Trainer Dammer ärgert. „Heutzutage zählt eine Zusage nichts mehr, sobald jemand mit Geldscheinen winkt“, so der Coach.