Saisonbilanz Blau-Weiß Wickrathhahn Daheim eine Bank, auswärts ein Graus

Fußball-Kreisliga A · Der Aufsteiger hatte eine tolle Hinrunde, verspielte aber in der Rückrunde das Punktepolster. Der Klassenerhalt kam erst spät. Eine wichtige Rolle spielten die Nachwuchskicker. Zur neuen Saison kommt ein neuer Trainer.

 Nach dem Aufstieg vor einem Jahr musste man sich den Klassenerhalt sauer verdienen.

Nach dem Aufstieg vor einem Jahr musste man sich den Klassenerhalt sauer verdienen.

Foto: Theo Titz

Dass es Aufsteiger in vielen Fällen schwer haben, die Klasse zu halten, ist bekannt. Deshalb tendieren Vereine zum Ziel Klassenerhalt als oberste Priorität. So war es auch bei den Blau-Weißen aus Wickrathhahn, die sich erst spät in der Saison retten konnten.

So lief die Rückrunde

Mit einem sechsten Rang beendete der Aufsteiger die Hinrunde und führte dabei das Mittelfeld an. Zwar fehlten auf Rang drei sieben Zähler, aber der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz betrug acht Punkte. Doch der Schein einer sicheren Saison trügte, wobei Trainer Marc Gülzow schon frühzeitig warnte, den Blick nicht nach oben zu richten, sondern auch die dahinter platzierten Teams nicht aus den Augen zu lassen. Wie sich zum Ende herausstellte, waren die Bedenken nicht unbegründet, denn in der Rückrundentabelle belegte man nur noch den elften Rang. Dabei war der Start in die Rückrunde vorsichtig gesagt suboptimal. Aus den ersten acht Begegnungen konnten gerade einmal drei mickrige Pünktchen gegen Venn, Schelsen und Schlusslicht Kleinenbroich eingefahren werden (darunter auch die abgebrochene Partie in Holt, die für beide Teams als verloren gewertet wurde). Deutliche Niederlagen gab es gegen Neersbroich mit 1:7 und gegen Lürrip (0:4). Wesentlich schmerzhafter waren die Niederlagen gegen die Teams auf Augenhöhe. So freuten sich Odenkirchen II (2:1) und Süchteln II (3:2) über einen Dreier. Dem 7:3 über Hehn folgte ein 1:9 gegen den 1. FC Viersen II. 3:0 wurde der Polizei SV besiegt, mit 0:3 war man dem Primus Odenkirchen darauf unterlegen. 10:3 hieß es dann gegen Giesenkirchen, dafür sah Wickrathhahn beim 2:4 gegen den Rheydter SV erneut kein Land. Zumindest der Saisonausklang fiel mit dem 3:2 über Rheindahlen aber positiv aus.

Das war gut

Zumindest die nötigen Punkte wurden auf heimischen Grund und Boden geholt, wie Platz fünf in der Heimtabelle belegt. Auch die Entwicklung einiger Spieler, die zuvor in der Jugend spielten, sollte explizit hervorgehoben werden. Sie vertraten die Langzeitverletzten doch relativ solide, auch wenn es noch an Erfahrung mangelte.

Das war nicht so gut

Auswärts war das Gülzow-Team ein gern gesehener Punktelieferant. Als viertschlechtestes Team endete hier die Saison. Verbesserungswürdig sind die vielen individuellen Fehler auch der sogenannten Stammkräfte, die zu unnötigen Niederlagen führten.

Der Spieler der Saison

Gleich vier Spieler nannte Gülzow: Christian Engels als Vollstrecker, Fabio Esposito als Torschütze und Vorbereiter sowie Kevin Schwiers, der die Abwehr leitete. „Aber der Unterschiedsspieler für mich war Matthias Türnau. Gefühlt haben wir wohl jedes Spiel ohne ihn verloren. Er hat uns eine, wenn nicht zwei Stufen höher gestellt“, erklärte Gülzow.

So geht es weiter

Personell tut sich einiges. Gülzow hat sein Traineramt zur Verfügung gestellt und mit Daniel Fliegen vom VfL 05 Aachen wurde schon ein neuer Coach gefunden. Co-Trainer wird Marc Endemann (Ex-Spieler bei TuS Wickrath und eigener Jugendtrainer) und Kai Schwiers übernimmt den Posten als Torwarttrainer. Abgänge sind: Andre-Cedric Onguen (TuRa Brüggen) und Timo Pernack (Karriereende nach Verletzung). Verstärken sollen das Team Fabio Meaggia (eigene Jugend), Maximilian Drost (von Cronenberger SC), Timucin Sayar (SV 08 Rheydt) und Marius Bauer (Giesenkirchen). Hinzu kommen die Rückkehrer Markus Bork (nach Babypause), Oussama Mansour (Pause) und Christoph Wolters (reaktiviert). Getestet wird nach dem Trainingsbeginn 30. Juni gegen Preußen Krefeld (7. Juli), in Millich (14. Juli), gegen Hockstein (19. Juli), in Anrath (21. Juli.), in Baesweiler (28. Juli.), gegen Teveren (4. August) und in Dremmen (8. August), bevor es im Kreispokal beim VfB Korschenbroich erstmals in der Saison 2024/25 ernst wird.