Saisonbilanz Rheydter SV Arian Gerguri brachte die nötige Wende

Fußball-Kreisliga A · Nach dem ersten Saisondrittel stieg der neue Coach beim Rheydter SV ein und führten ihn aus einer bedrohlichen Lage in der Kreisliga A auf den sicheren Tabellenplatz acht. Das waren seine Änderungen.

Arian Gerguri (r.) bei seiner Vorstellung beim Rheydter SV.   Foto: Rheydter SV

Arian Gerguri (r.) bei seiner Vorstellung beim Rheydter SV. Foto: Rheydter SV

Foto: Rheydter SV

Die abgelaufene Saison war ein Wechselbad der Gefühle für den Rheydter SV. Anfangs noch ambitioniert, gar mit Hoffnungen auf die Top fünf, folgte alsbald die Ernüchterung. Bis zur Übernahme durch Trainer Arian Gerguri rangierte das Team auf den unteren Tabellenplätzen und musste sich ernsthaft mit dem Abstieg beschäftigen. Der neue Coach brachte mit einem anderen Ansatz frischen Wind in die Mannschaft und so gelang schlussendlich doch noch ein versöhnlicher Platz acht.

So lief die Saison

In die Saison gestartet waren die Rheydter zunächst mit einer akzeptablen 2:4-Niederlage gegen SV Lürrip, den schlussendlichen Vizemeister. Im Duell mit Schelsen (3:2) holte man daraufhin den ersten Dreier der Saison. Die nächsten drei Ligaspiele blieb das Team sieglos, ehe die Mannschaft erst 2:1 gegen Kleinenbroich und dann 2:0 gegen Hehn gewann. Statt Aufwärtstrend hieß es jedoch Abwärtsspirale, sodass man sich, auf eigenen Wunsch des Trainers, nach dem elften Spieltag auf Platz 13 von Michael von Amelen trennte. Neuer Coach wurde Arian Gerguri, der bereits in der Nachwuchsabteilung des Klubs gewirkt hatte. „Die Mannschaft war nach der Niederlagenserie stark verunsichert“, schildert der neue Coach seine ersten Eindrücke. „In den ersten Einheiten ging es nur darum, eine Struktur zu etablieren.“

Und das gelang Gerguri langsam. Bei seinem Einstand gewannen die Rheydter gegen Venn mit 2:1. Zwar habe man in der Folge immer wieder mal Spiele aus der Hand gegeben, so wie gegen die Reserve Süchtelns, als man ein 2:0 noch verspielte, nichtsdestotrotz habe sich die Mannschaft immer weiterentwickelt, so der Coach. „Der Wendepunkt war das Spiel in Kleinenbroich, wo wir uns endlich für unseren harten Fight belohnt haben“, erklärt Gerguri. Danach gelangen zwei kleinere Siegesserien, sodass der Rheydter SV die Saison mit 39 Punkten auf Platz acht beendete.

Das war gut

„Wir haben klarere Abläufe geschaffen, es gibt eine klare Vorbereitung und die ganze Mannschaft ist von Spiel zu besser geworden“, lobt der Trainer seine Mannschaft. Das sei unteranderem möglich, da das Trainerteam um Gerguri mit einer Videokamera arbeitet, um die Spiele zu analysieren. Des Weiteren sei die Trainingsbeteiligung stets sehr hoch gewesen, was natürlich ein gutes Training erleichtere, sagt Gerguri.

Das war nicht so gut

Obwohl die Abläufe bereits besser laufen als noch vor sechs Monaten, sieht Gerguri auch da immer noch Luft nach oben. Man wolle versuchen, die Abläufe zu perfektionieren, die man jetzt bereits angepasst habe. Außerdem wünscht sich der Übungsleiter eine noch stabilere Jugend: „Die Jugend des RSV muss noch näher an den Senioren-Bereich herangeführt werden, sodass wir da einen vernünftigen Unterbau haben.“ In der nächsten Saison erwarte der Trainer dazu von den Ersatzspielern, noch mehr Druck auf das Stammpersonal auszuüben, um noch eine höhere Dichte an Qualität zu erreichen.

Spieler der Saison

„Für mich ist das unser Kapitän Fabian Bohlen, auch wenn er zwischenzeitlich verletzt war. Er hat dann im Hintergrund gearbeitet und die Kabine zusammengehalten. Er ist vorweggegangen, hat die Mannschaft motiviert und die jungen Spieler herangeführt“, lobt Gerguri. Bohlen sei das wichtigste Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft gewesen und habe die Arbeit massiv erleichtert, fügt der Coach an.

Wie geht es weiter?

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen machen die Rheydter keine Pause, sondern trainieren einfach weiter. „Ich halte wenig davon, jetzt eine Pause zu machen und die Jungs dann später durch den Stadtwald zu jagen“, erklärt Gerguri. Personell gib es bereits einige Abgänge zu vermelden. Verlassen werden den RSV Hassan El Hage (Polizei SV), Denis Wirtz (Hockstein) und Manuel Gottuso (Rheindahlen). Aus der A-Jugend kommen jetzt fest Ahmed El Aboussi und Erti Mucolli hoch. Beide hatten in der abgelaufenen Saison jedoch bereits Spiele für die Erste Mannschaft bestritten und werden jetzt endgültig herangeführt.