Fußball: Ex-Profi René Schnitzler ärgert sich über Spielabbruch in Bezirksliga

Spielabbruch in der Bezirksliga : RSV-Fußballer sind sauer auf die Stadtverwaltung

Der ausgebesserte Rasen im RSV-Stadion ist noch nicht bespielbar. Weil am Ausweichplatz das Flutlicht nicht funktionierte, kam es zum Spielabbruch.

Das RSV-Stadion hat schon bessere Zeiten gesehen. Weswegen der lädierte Rasenplatz gerade in der so genannten Renovation ist, sprich: Die größten Schäden werden ausgebessert. Das sollte eigentlich zum Heimspiel des Bezirksligisten Rheydter SV gegen TuRa Brüggen abgeschlossen sein. Doch ist der Platz noch nicht spielbereit, und so musste die Partie am Samstag kurzfristig auf den Trainingsplatz der Rheydter an der Breite Straße verlegt werden. Während der Pause wurde das Spiel beim Stand von 1:0 für die Rheydter abgebrochen, weil das Flutlicht nicht funktionierte. Der RSV monierte zudem, dass der Rasen nicht spielgerecht gemäht gewesen sei und die Tornetze kaputt waren.

Der „Spö“ ist sauer auf die Stadtverwaltung. „Mir war seitens der Stadtverwaltung zugesichert worden, dass wir das Spiel gegen Brüggen auf jeden Fall bei uns im Stadion austragen können. Ansonsten hätten wir nicht nur das Heimrecht mit dem SV Lürrip getauscht, sondern dann hätten wir auch noch das Heimrecht gegen Brüggen getauscht. Dann wären wir zwar mit vier Auswärtsspielen gestartet, aber wir hätten uns diese Blamage erspart“, sagte Trainer René Schnitzler. „Die Stadt schickt uns auf einen ,hergerichteten’ Platz, der den Namen ,Platz’ nicht verdient und dann ist nicht mal Strom für Flutlicht da.“

Sportamtsleiter Harald Weuthen sprach am Sonntag von einer „Verkettung unglücklicher Umstände“ und vermutete ein Kommunikationsproblem im Vorfeld des Spiels. „Fakt ist, dass der Platz noch nicht bespielt werden konnte.“ Möglicherweise wurde bei der Planung übersehen, dass es eine Englische Woche gab. Im Februar und März dieses Jahres wurde festgelegt, wann welcher Platz erneuert wird. „Ich frage mich, warum unser Platz erst so spät gemacht wurde und noch nicht fertig ist“, sagte der 2. Vorsitzende des Rheyter SV, Aykut Uslu.

Das Sportamt wird nun den Umständen, die zu der Posse um das RSV-Spiel führten, nachgehen. Der Platzwart habe versichert, der Rasen sei gemäht und die Netze geflickt gewesen. „Warum das Flutlicht nicht anging, müssen wir prüfen. Insgesamt ist das alles extrem unglücklich. So etwas darf in Zukunft nicht mehr passieren, wir werden das Gespräch mit dem RSV suchen“, sagte Weuthen.

Möglich, dass das Stromproblem durch das „Eine-Stadt-Fest“ ausgelöst wurde, jedenfalls habe das Flutlicht in den Tagen zuvor beim RSV-Training noch funktioniert. Künftig sollte es solche Probleme nicht mehr geben. Bis 2020 wird das RSV-Stadion nebst des dazugehörigen Aschenplatzes komplett erneuert im Zuge des Campus-Park-Projekts. „Dann gibt es zwei neue Kunstrasenplätze mit Flutlicht und ein Multifunkionsgebäude mit Umkleiden“, sagte Weuthen. 4,6 Millionen Euro werden investiert.