Neue Jugendkoordinatoren beim Regionalligisten Zwei Ex-Borussen für Beecks Jugend

Fußball · Der FC Wegberg-Beeck möchte seine Jugendarbeit neu ausrichten. Maßgeblich dazu beitragen sollen zwei Ex-Profis aus Mönchengladbach: Hans-Georg Dreßen und Jörg Albertz sind nun Koordinatoren für den Leistungsbereich – und das ehrenamtlich.

 Daumen hoch für die Beecker Jugend (v.l.): Jugendleiter Horst Peschkes, Hans-Georg Dreßen, Vorsitzender Marcus Johnen, Jörg Albertz und der 2. Jugendleiter Bojan Svrznjak freuen sich auf die Zusammenarbeit. In nächster Zeit wollen sich Dreßen und Albertz erst mal einen Überblick verschaffen.

Daumen hoch für die Beecker Jugend (v.l.): Jugendleiter Horst Peschkes, Hans-Georg Dreßen, Vorsitzender Marcus Johnen, Jörg Albertz und der 2. Jugendleiter Bojan Svrznjak freuen sich auf die Zusammenarbeit. In nächster Zeit wollen sich Dreßen und Albertz erst mal einen Überblick verschaffen.

Foto: Warnecke/Max Warnecke

Ein Problem ist in ­Beeck so alt, wie der FC hochklassig spielt: Der Sprung von der A-Jugend, selbst wenn es da die Mittelrheinliga ist, zur Ersten Mannschaft ist enorm groß – für die allermeisten zu groß. Und da Beeck keine eigene Reserve mehr unterhält, können Nachwuchsleute in diesem Fall eben nicht mehr beim FC selbst die ersten Schritte im Seniorenbereich machen – und der Partnerverein SC Wegberg spielt nun mal mit seiner ersten Mannschaft nur B-Liga.

Das alles weiß auch Werner Tellers. Also dachte Beecks Geschäftsführer und Hauptsponsor gemeinsam mit den Jugendleitern Horst Peschkes und Bojan Svrznjak über neue Wege in der Jugendarbeit nach. Und da Tellers einen kurzen Draht zu den Ex-Profis Hans-Georg Dreßen und Jörg Albertz hat, die viel Erfahrung bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorweisen können, fragte er diese einfach mal an, ob sie sich vorstellen könnten, beim FC als Jugendkoordinatoren für den Leistungsbereich (A- bis D-Jugend) einzusteigen.

Das Duo konnte es sich vorstellen – und hat nun auch die nötige Zeit. Denn Dreßen hat seine Fußballschule, die er 14 Jahre lang geführt hat, nun aufgegeben. „Der Jörg und ich sind in der glücklichen Lage, uns aussuchen zu können, was wir machen wollen – und darauf haben wir nun beide richtig Lust“, erklärte Dreßen bei der Vorstellung der Zusammenarbeit bestens gelaunt. Beide wollen ehrenamtlich für Beeck tätig werden. Einen direkten Bezug zum FC hatte von den beiden bislang nur Albertz – sein Sohn spielt dort in der D-Jugend.

„Wir wollen Strukturen aufbrechen, was Neues etablieren, die Jugendarbeit auch ein wenig auf andere Säulen stellen. Wir wollen die Jugendarbeit in Beeck, natürlich im Rahmen der machbaren Möglichkeiten, auch ein wenig professionalisieren, Schritt für Schritt die Kids aus der Region hier noch besser als bislang ausbilden“, führte Dreßen weiter aus.

Wie das konkret aussehen soll, dazu konnte und wollte er aber noch nichts sagen: „Jörg und ich müssen uns hier ja nun erst mal einen ausgiebigen Überblick verschaffen, eine Bestandsaufnahme machen, müssen gucken, wo wir den Hebel genau ansetzen können. Danach werden wir konkrete Schritte einleiten. In einem halben Jahr können wir uns noch mal zusammensetzen, dann können wir auch Details nennen“, kündigte Dreßen an. Nun aber wollen die beiden erst mal alle Jugendtrainer persönlich kennenlernen – und dafür ist für Donnerstag, 3. März, ein Vorstellungsabend angesetzt.

Weiterhin in Leitungsfunktion verbleiben aber auch Peschkes und Svrznjak – wenn auch in modifizierter Form. Diese beiden kümmern sich nun um alle administrativen Dinge. Für den sportlichen Bereich – und damit auch für die Auswahl der künftigen Trainer – sind aber Dreßen und Albertz ab sofort verantwortlich. „Natürlich werden wir das auch mit Horst und Bojan besprechen – wir haben ja nicht vor, hier die Alleinunterhalter zu spielen. Doch die Entscheidungen treffen in diesem Bereich dann Jörg und ich“, bekräftigte Dreßen.

„Wir sind sehr froh, dass wir die beiden für diese Aufgabe gewinnen konnten – zumal ich selbst ohnehin kürzertreten wollte“, sagte Peschkes. „Schorsch und Jörg bringen viel Know-how mit, davon können wir nur profitieren“, ergänzte Svrznjak.

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