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Fußball: Eine Jugend-Team zieht von Mönchengladbach nach Straelen um

14 U17-Spieler : Umzug einer Jugendmannschaft

Nachwuchstrainer Carlos Miguel ist nach insgesamt 16 Jahren beim 1. FC Mönchengladbach zum SV Straelen gewechselt. 14 Spieler sind mitgegangen. „Die Strukturen stimmen und sind wirklich gut“, sagt Miguel.

Dem 1. FC Mönchengladbach steht ein weiterer Umbruch bevor. Nachdem das Gesicht der ersten Mannschaft in der Saison 2020/21 größtenteils ein anderes ist, wird es auch beim Jahrgang 2005, die als C1 in der Niederrheinliga spielen, große Veränderungen geben. Nachdem der Abgang von Trainer Carlos Miguel bereits seit Monaten feststeht, haben sich nun zum Saisonende auch zahlreiche Spieler der Mannschaft verabschiedet.

Insgesamt war der 47-Jährige stolze 16 Jahre Trainer bei den Westendern und hat so viele junge Spieler in ihrem Lebensabschnitt beim 1.FC begleitet. Man kann sagen: Eine Jugendmannschaft zieht um. „Der 1. FC Mönchengladbach wird immer ein Herzensverein bleiben. Hier habe ich viele schöne Zeiten erlebt. Ich hätte mir vor einiger Zeit auch nicht vorstellen können, jemals woanders als Trainer zu arbeiten“, sagte Miguel. Ab der kommenden Spielzeit wird er nun die Verantwortung als U17-Trainer beim SV Straelen haben.

An der Römerstraße trifft er dabei auf viele seiner alten Schützenlinge, denn 14 Spieler der U15 zieht es ebenfalls nach Straelen. Zwölf von ihnen spielten dabei im letzten Jahr noch in der Kreisauswahl. So ein Massenwechsel ist in der Regel untypisch, vor allem bei der Tatsache, dass sechs Spieler erst im Sommer nach Mönchengladbach gewechselt waren, um hier in der Niederrheinliga zu spielen. „Die Mannschaft ist dabei auf mich zugekommen und hat den gemeinsamen Wechselwunsch geäußert. Viele Vereine haben im Anschluss ihr Interesse bekundet, auch aus dem Mönchengladbacher Raum. Der SV Straelen hat dabei in den Planungen von Anfang an eine Rolle gespielt und ist immer wieder auf mich zugekommen. Allerdings habe ich mich zunächst nach einer Lösung in der näheren Umgebung umgesehen, da die zu fahrenden Kilometer doch ein wenig abgeschreckt haben“, sagt der B-Lizenz-Inhaber.

Die Spieler die dabei aus Mönchengladbach, Schiefbahn und Willich anreisen, müssen für den Weg nach Straelen einen Anfahrtsweg von fast 40 Minuten in Kauf nehmen. Doch dafür steht dann auch ein Training von zwei Stunden, anstatt der sonst üblichen 90 Minuten für alle an. Die weiten Anfahrtswege gab es übrigens auch an der Luisenstraße. Hier lag der Aufwand der Spieler und Eltern aus dem Gebieten bei Aachen, Langenfeld, Frechen und Reuschenberg auch bei 35 bis 60 Minuten.

„Wichtig war allerdings auch, die Spieler in einen qualitativen guten Verein zu bringen. Das Gesamtpaket hat dann am Ende überzeugt. Die Strukturen stimmen und sind wirklich gut. Den Eltern wird durch den Fahrdienst des Vereins viel abgenommen. Die Voraussetzungen mit einer tollen Platzanlage geben hier schon einiges her“, zeigte sich der neue SVS-Coach begeistert über die Bedingungen, die beim neuen Regionalligisten herrschen. Vom Alter her zählt sein Team eigentlich noch zu den U16-Junioren.

Doch beim SV Straelen werden sie gemeinsam als U17 in der Sonderliga an den Start gehen. Aufgefüllt wird die Mannschaft mit einigen weiteren talentierten Spielern der Jahrgänge 2004 und 2005. Am Ende soll der Kader eine Größe von 25 haben. „Das ist eine Riesenherausforderung. Hier lässt sich einiges bewegen, dabei wollen wir den Verein gerne unterstützen.“, sagt Miguel.

Dabei imponierte ihm vor allem auch das neue Straelener Jugendkonzept, welches auch die Neuausrichtung einer U23 vorsieht. Denn die Spieler werden dabei schon frühzeitig an die U19 und U23 herangeführt, um am Ende dann den Sprung in die erste Mannschaft zu ermöglichen. Die Planungen mit Miguel beim SV Straelen sind übrigens auch für mindestens zwei Jahre ausgelegt. Der leistungsorientierte Coach hat dabei gleich auch schon große Ziele und visiert mit seiner Mannschaft die Aufstiegsplätze an, um dann ein Jahr später in der Niederrheinliga spielen zu können.