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Fußball: Björn Linevondeberg und Norbert Müller führen Teutonia Kleinenbroich

Fußball : Kontinuität durch das Trainerduo

Norbert Müller und Björn Linevondeberg trainieren seit 2013 Teutonia Kleinenbroich.

Eine Trainingseinheit beim Bezirksligisten Teutonia Kleinenbroich an einem Februarabend: Beim Trainingsspielchen sechs gegen sechs gibt es viele lobende Worte: „Gut gemacht. Super. So muss es sein.“ Aber die Zustimmung erfolgt nur von Cheftrainer Norbert Müller, der diese Einheit alleine leiten musst, da sein Trainerkollege Björn Linevondeberg eine Erkältung auskuriert. Ansonsten sind die beiden ein Herz und eine Seele und hauptverantwortlich für den sportlichen Erfolg Teutonias.

Müller, Jahrgang 1956, und Björn Linevondeberg (42) arbeiten als Gespann seit 2012 zusammen – zunächst beim 1. FC Mönchengladbach, seit der Spielzeit 2013/14 sind sie aber schon für die sportlichen Geschicke in Kleinenbroich verantwortlich. Beide haben Erfahrung in Aufstiegsfragen, wie beim Westend-Klub und auch aktuell bereits bewiesen. Und nach derzeitigem Stand liegt Aufstieg Nummer drei im Bereich des Möglichen.

Müller ist Inhaber der B-Lizenz und übte die Trainertätigkeit nach seiner ersten Station 1990 in Hehn dann für elf Jahre beim TuS Wickrath aus. Nach zwei Spielzeiten beim FC ist er nun im siebten Jahr in Kleinenbroich. Für Linevondeberg ist es nach dem FC die zweite Anstellung. Im Training kümmert sich Linevondeberg hauptsächlich um die Defensivarbeit der Teutonen, Müller um die Offensive. Während eines Spiels gibt es diese Differenzierung nicht. „Zusammen mit unserem Betreuer Horst Wälzkes sind Norbert und ich ein eingeschworenes Team, das es nur im Dreierpack gibt“, sagt Linevondeberg, der auf dem Sprung in den Lizenzspielerkader bei Borussia stand.

Doch damals begann das Verletzungspech mit Knöchelproblemen, Knorpelschaden im Knie oder auch einem Kreuzbandriss. So verletzte er sich kurz vor dem U18-Länderspiel gegen die Niederlande und musste Dixie Dörner absagen. Für Borussias U23 bestritt er aber immerhin ein DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart (Endstand 0:1) im Jahr 1997. Es folgten die Stationen Ratingen 04/19, Rheydter SV, 1. FC Viersen, TuS Grevenbroich, 1. FC Mönchengladbach und Kleinenbroich. Begonnen hat er als Junior in Geistenbeck. Über den FC kam er als B-Junior zur Gladbacher Borussia.

Für beide Trainer ist der mögliche Landesliga-Aufstieg zwar ein Thema, aber nicht primär, wie Linevondeberg betont: „Erst wenn wir fünf Spieltage vor Saisonende weiterhin die Chance auf den Aufstieg haben, werden wir uns näher damit beschäftigen.“ Dann fügt er noch hinzu: „Wir wollen weiterhin jedes Spiel gewinnen, obwohl der Rest der Saison für uns sicherlich schwerer wird. Aber wir sind immer optimistisch gestimmt. So war es auch während unseres Verletzungspechs, da haben wir immer eine Lösung gefunden.“