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Fußball: Bezirksligist SpVg. Odenkirchen mit einem weiteren Umbruch

Fußball : Neu aufgestellt mit Routiniers

Bezirksligist Odenkirchen hat erneut einen Umbruch im Kader vollzogen. Neben neuen Talenten sind auch einige Ex-Spieler an die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt.

Wenn ein Team binnen zweier Spielzeiten personell immer ein anderes Gesicht hat, könnte dies mit einem negativen Beigeschmack behaftet sein. Eine Ausnahme stellt der Bezirksligist Odenkirchen dar, der erneut mit einen umgekrempelten Kader in die Saison gestartet ist.

Zur Erinnerung: Vor etwas mehr als einem Jahr gab es Zoff zwischen dem alten Vorstand und den Spielern, der nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen war und letztendlich im Abstieg aus der Landesliga endete. Viele Spieler verließen Odenkirchen, die meisten Richtung Jüchen, das damals ebenfalls in die Bezirksliga abstieg. In Odenkirchen wechselten anschließend Vorstand und sportliche Führung, zudem halfen die Spieler der ehemaligen Reserve halfen dem Verein, indem sie sich dazu bereit erklärten, in der Bezirksliga ihr Bestes zu geben. Die meisten Akteure traten indes nach dem Klassenverbleib in der Corona-bedingt abgebrochenenen Saison wieder in die zweite Reihe zurück und machten damit nun Platz für neue Spieler.

Finanziell konnte sich Odenkirchen aber keine großen Sprünge erlauben. Doch das Duo um den neuen Sportlichen Leiter Oliver Pöstges und den ebenfalls neuen Trainer Thomas Vaßen wurde bei ehemaligen Spielern und auch in der eigenen A-Jugend fündig. Mit Thorben Schmitt kehrte vor ein paar Tagen ein bekanntes Gesicht mit Erfahrung aus der Niederrheinliga aus Jüchen zurück. Zuvor wechselten schon Simon Sommer und Mohamed Chaibi zurück an die alte Wirkungsstätte.

Mit Marvin Spinnrath hütet zudem ein neuer Torwart das Gehäuse. Das eigene Tor mitverteidigen soll Tahsin Kalaf, der zuletzt in der Jugend des 1. FC Mönchengladbach auflief. Aus der U19 von Wegberg-Beeck kam Ilkin Valiyer, der ebenfalls mit Defensivaufgaben betraut wird. Viktor Beram verstärkt derweil das Mittelfeld, er spielte zuvor ebenfalls wie zahlreiche andere Mitspieler auch in Jüchen. Beram ist zudem als Futsaler für Fortuna Düsseldorf vorgesehen. Mit gerade einmal 17 Jahren kann Jason Krüer noch viel von seinen Stürmerkollegen Christian Saarsoo, der seinem Trainer vom Polizei SV folgte, und Damian Schriefers lernen.

Zwar war die Ausbeute von einem Zähler aus den ersten beiden Ligaspielen nicht das erhoffte Erfolgserlebnis, aber gegen einen Topfavoriten wie Mennrath mit 2:4 zu verlieren, darf einem neuformierten Team auch zustehen. Dafür entschädigt das Weiterkommen – zwar nach Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten TDFV Viersen – im Kreispokal doch ein wenig. Gibt man den Schwarz-Gelben noch ein wenig Zeit, dürfte das Abstiegsgespenst die längste Zeit bei 05/07 sein Unwesen getrieben haben. Dafür wird die sportliche Führung um Oliver Pöstges schon sorgen.