Fußball-Bezirksliga: Victoria Mennrath schlägt den Rheydter SV 4:2

Fußball-Bezirksliga : Mennrath gewinnt Lokalduell gegen RSV

Wenige Wochen nach der Niederlage im Kreispokal-Halbfinale setzte sich die Victoria im Bezirksliga-Derby gegen die Rheydter durch. Kleinenbroich und der 1. FC Viersen feiern derweil jeweils 3:0-Auswärtssiege.

Das Führungsquartett gab sich am 14. Spieltag keine Blöße, die Topteams gewannen ihre Spiele. Eine ordentliche Leistung bot Dilkrath mit Interimscoach Stephan Laumen – trotz des 0:3 gegen Kleinenbroich.

Abgeschirmt: Mennraths Evgenij Pogorelov behauptet den Ball im Zweikampf gegen den Rheydter Samed Korkmaz. Auch am Ende behielt die Victoria die Oberhand und siegte 4:2. Foto: Dieter Wiechmann

SV Lürrip - Spvg. Odenkirchen 1:1 (0:1). Lürrip war überlegen, aber Odenkirchen ging im Stadtderby durch Fabian Schlösser  (36.) noch vor der Pause in Führung und verteidigte diese dank der „tollen Torhüterleistung von Markus Trexler“ – so das Lob des sportlichen Leiters Oliver Pöstges – zumindest bis zur 80. Minute. Adel Hanifa gelang der längst verdiente Ausgleich für Lürrip, das zuvor einige Chancen nicht verwerten konnte. „Das war ein glücklicher Punktgewinn, den wir gerne mitnehmen“, sagte Pöstges. Für Lürrip machte sich der kurzfristige Einsatz von Michael Harrison bezahlt, „brachte er in der Schlussphase die nötige Ruhe in unser Spiel“, sagte Trainer Dominik Pasculli, der sich dennoch über zwei verschenkte Punkte ärgerte.

Victoria Mennrath - Rheydter SV 4:2 (2:1). Mennrath bleibt im Ligabetrieb der Angstgegner für den RSV. Oliver Krüppel (7.) markierte die Mennrather Führung, Nikola Kalchev (25.) konnte ausgleichen. Paul Szymanskis 16. Saisontor (33.) war gleichzeitig der Pausenstand. Philip Bäger traf dann im zweiten Durchgang doppelt. Zuerst baute er in Unterzahl die Mennrather Führung aus (60.), machte das Derby mit seinem Eigentor (83.) aber wieder spannend. Der „Spö“ versäumte es anschließend, den Ausgleich zu erzielen und kassierte in der Nachspielzeit noch das 4:2 durch Oliver Krüppel (90.+3). RSV-Coach Rene Schnitzler sah ein enges Spitzenspiel: „Wir haben uns in Überzahl genügend Chancen erarbeitet. In der Schlussphase werfen wir alles nach vorne und kassieren durch einen Konter noch das vierte Tor“.

SF Neuwerk - SV Uedesheim 3:1 (1:1). Nach vier sieglosen Spielen im direkten Duell gelang Neuwerk endlich der erste Erfolg gegen Uedesheim, das bereits in der 17. Minute in Führung ging. Doch Christopher Hermes mit einem berechtigten Foulelfmeter (41.), Özgür Sezgin (58.) und Niklas Jonas (78.) drehten die Partie zugunsten des Aufsteigers. „Im Grunde genommen hatten wir heute das Quäntchen Glück auf unserer Seite, denn Uedesheim hätte eigentlich das 2:0 oder auch das 2:2 machen müssen. Stattdessen trafen wir praktisch im Gegenzug“, sagte Michele Fasanelli.

SG Kaarst - VfL Jüchen-Garzweiler 0:7 (0:4). Philip Erkes (14.) eröffnete den Torreigen für den Tabellendritten. Pascal Moseler (28./33./46.), David Alexandre Alves Oliveira (36.) und Jan Schuchardt (64./86.) schossen dann im weiteren Verlauf den Kantersieg gegen das Tabellenschlusslicht heraus. Trainer Marcel Winkens war anschließend „froh, dass sich wenigstens kein Spieler verletzt hat“.

TuRa Brüggen – 1. FC Viersen 0:3 (0:2). Die Freude im Viersener Lager über den Sieg im Lokalduell bei TuRa Brüggen wurde durch die schwere Verletzung von Nico Rymarczyk getrübt: Der 23-Jährige brach sich kurz vor der Pause den rechten Arm und wurde noch am Sonntagabend operiert. „Diesen Erfolg widmen wir auf jeden Fall Nico“, sagte FC-Trainer Kemal Kuc. Sein Team erwischte keinen guten Beginn in die Partie, denn es waren die Brüggener, die besser aus den Startlöchern kamen. Doch mitten in der TuRa-Drangphase brachte Maurice Heylen die Gäste in Führung (24.). Gegen Ende der ersten Halbzeit markierte Tayfun Yilmaz den zweiten Viersener Treffer (45.). „Entscheidend war, dass Viersen in vielen Situationen abgezockter und cleverer war. Sie haben immer in den richtigen Momenten zugestochen“, sagte Brüggens Trainer Jakob Scheller, der seinem Team von der Einstellung her aber keinen Vorwurf machte. Als die Gäste dann dank eines Eigentores von Jan Schmitz nach einer Stunde mit 3:0 vorne lagen, war das Spiel gelaufen. „In der zweiten Halbzeit haben wir kompakter gestanden und uns mehr Chancen erarbeitet“, zeigte sich Kemal Kuc einverstanden.

Fortuna Dilkrath – Teutonia Kleinenbroich 0:3 (0:2). Im ersten Spiel nach der Trennung von Thomas Richter zeigte Dilkrath „von der Einstellung und Leistung her“ einen zufriedenstellenden Auftritt, wie Interimscoach Stephan Laumen zu Protokoll gab. In der ersten Halbzeit hatte die Fortuna mit je einem Latten- und Pfostentreffer Pech, die Teutonia blieb auf der anderen Seite kaltschnäuziger: Patrick vorn Hüls (37.) und Philipp Richter (45.+2.) trafen noch vor der Pause, Sebastian Thomassen setzte in der Schlussminute für den Spitzenreiter den Deckel drauf.

TDFV Viersen – Bayer Dormagen 3:0 (2:0). Der zweite Heimsieg in Folge hat den TDFV weiter an die Nichtabstiegsplätze herangebracht. „Heute habe ich auch Spieler gebracht, die lange nicht mehr gespielt haben. Und die haben es sehr gut gemacht, da bin ich sehr stolz drauf“, lobte Viersens Spielertrainer Bilal Lekesiz seine Schützlinge. Safer Erdogan (52.), Efe Eyibak (52.) und Hakan Sayici (87.) trafen für die Gastgeber.