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Fußball-Bezirksliga: Victoria Mennrath hat zu viel Abstand zur Spitze

Fußball-Bezirksliga : Mennrath läuft dem Saisonziel trotz einiger Spektakel hinterher

Der Bezirksligist spielt attraktiv und schießt viele Tore – kassierte aber auch schon einige Gegentreffer und drei Niederlagen. Zu viel für den Aufstieg.

Vor Saisonbeginn zählte Victoria Mennrath zu den potenziellen Kandidaten im Aufstiegsrennen. Doch mit dem derzeitigen Tabellenplatz fünf läuft das Team von Trainer Simon Netten ein wenig der Musik hinterher. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, so auch in Mennrath. Allerdings scheint Netten angesichts von sieben Zählern Rückstand die Hoffnung ein wenig auf das Saisonziel Aufstieg aufgegeben zu haben und spricht schon von der kommenden Bezirksliga-Saison. Und da wäre auch noch der Kreispokal, in dem man aber erst mal Ligakonkurrent Neuwerk aus dem Weg räumen müsste. Und dann wartet im Halbfinale Odenkirchen als nächster Gegner. Eine neuerliche Teilnahme im Niederrheinpokal wäre aktuell als neuerlicher Erfolg zu werten.

Saisonverlauf Drei Niederlagen sind bei sieben absolvierten Spielen definitiv zu viel, um in den verbleibenden sieben Spielen (Annahme bei der Regelung, die Hinrunde zu Ende zu spielen, um dann gewertet zu werden) noch relevant in das Aufstiegsrennen einzugreifen. Aber die vier gewonnenen Partien waren das versprochene Spektakel, das die Victoria laut Netten eigentlich immer abliefern will.

Das war gut Wenn Mennrath spielt, sind meistens viele Tore garantiert: Rang vier bei den erzielten Toren und mit Paul Szymanski die aktuelle Nummer zwei unter den Bezirksliga-Torjägern. Szymanskis zehn Treffer stellen somit mehr als die Hälfte der bisher erzielten 19 Teamtore. Trotz enormer Verletzungssorgen und immer veränderten Startaufstellungen war das Team immer bis in die Haarspitzen motiviert und hat sein Möglichstes getan. Und mit Noah Kubawitz (vorne mit acht Assists) und Oliver Krüppel (fünf Vorarbeiten) finden sich gleich zwei Mennrather unter den besten fünf Vorlagengebern.

Das war schlecht Während die Offensive mit das Beste der Liga ist, besteht im Defensivverbund noch sehr viel Luft nach oben. 14 Gegentore bedeuten einen geteilten achten Platz. Selbst das Schlusslicht Brüggen hat in diesem Ranking ebenso viele Gegentreffer kassiert. Zweimal stand die Null – leider auf der falschen Seite, denn in Schiefbahn und Grefrath endeten zwei der drei Niederlagen 0:2.

Personalien Neu zum Team gestoßen ist Alexander Wedel, der – vom nordhessischen Kreisoberligisten (vergleichbar mit der hiesigen Bezirksliga) SG Uttershausen/Lendorf gekommen – nun das defensive Mittelfeld verstärken soll. Weitere Zu- als auch Abgänge sind nicht zu verzeichnen. Trainerteam und Vorstand sind dabei, den Kader auch in der kommenden Spielzeit zusammenzuhalten. Zu erwarten sind aber noch punktuelle Verstärkungen, die möglicherweise auch aus der eigenen zweiten Mannschaft kommen könnten. So haben die beiden RSV-Spieler Evgenij Pogorelov und Tobias Krämer ihre Rückkehr an die „Mennrather Kull“ bekanntgegeben. Berufsbedingt wollen beide kürzer treten und werden der Reserve in der Kreisliga A mit ihrer Erfahrung helfen. Netten, der selber einen Vertrag auf Lebenszeit hat, schloss mögliche personalbedingte Nominierungen aus der ersten Reserve nicht aus.