Fußball-Bezirksliga: Victoria Mennrath bietet viel Spektakel

Fußball-Bezirksliga : Viel Spektakel, anfällige Defensive

Mennraths Spiele waren sehr ansehnlich, jedoch verschenkte Victoria einige Punkte. Den breiten Kader werden weitere Zugänge in der Rückrunde noch verstärken.

Seit dem erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga vor nicht ganz drei Jahren zählt Mennrath immer mit zum absoluten Favoritenkreis, wenn es um die Frage geht, wer den Sprung in die Landesliga schaffen könnte. Zwar belegt die Victoria derzeit „nur“ den vierten Rang, aber sechs Zähler Rückstand auf Tabellenführer FC Viersen sind allemal gutzumachen.

Saisonverlauf Nach Platz eins an den ersten beiden Spieltagen der laufenden Saison fiel Mennrath nach der Niederlage in Neuwerk auf Rang drei zurück. Drei Siege in Folge verhalfen dem Team von Trainer Simon Netten auf den eventuellen Relegationsplatz zwei. Eine neuerliche Niederlage gegen Jüchen bedeuteten seit dem siebten Spieltag unverändert den vierten Platz.

Das war gut Victoria Mennrath steht für spektakuläre Spiele. Das zieht natürlich auch die Zuschauer an. Durchschnittlich etwa 200 Zuschauer verfolgen die Heimspiele im Naturstadion „Mennrather Kull“ – eine Zahl mit Oberliga-Niveau. Mit 54 erzielten Toren ist Mennrath hinter Kleinenbroich (55) das treffsicherste Team der Liga. 32 Treffer fielen auf heimischen Grund. In der Heimtabelle belegt die Victoria mit 22 Punkten zudem ungeschlagen Rang drei hinter Kleinenbroich (24) und FC Viersen (22), die aber beide zwei Heimpartien mehr absolviert haben. Mit 19  erzielten Toren zählt Paul Szymanski als zweitbester Torschütze zu den Toptorjägern und ist als viertbester Vorlagengeber (10) in einer weiteren Kategorie gelistet. Hier führt sein Teamkollege Noah Kubawitz, der 20 Tore vorbereitet hat.

Das war schlecht So sehenswert die spektaktulären Spiele für die Zuschauer auch sein mögen, verschenkte das Team dabei nicht nur Punkte, auch die Tordifferenz hätte wesentlich besser sein können. Zu oft drängte man darauf, eine klare Führung noch weiter auszubauen, und ermöglichte somit dem Gegner, seinerseits den sich bietenden freien Raum zu Toren zu nutzen. 32 Gegentore unterstreichen dies nachhaltig. Dabei offenbart sich auch eine gewisse Auswärtsschwäche. Vier Niederlagen auswärts, und diese kamen ausgerechnet in den vier Lokalderbys in Neuwerk, Jüchen, Odenkirchen und Lürrip zustande. Mit ein Grund dürfte das Verletzungspech sein, denn Simon Netten setzte bisher 31 Spieler ein. Gleich sieben weisen nur einen einzigen Einsatz auf, da kann das Spielverständnis auch mal drunter leiden.

Personalien Trotz des großen Kaders wurde Mennrath nochmals auf dem Transfermarkt tätig. Aus Zons kamen die beiden 23-jährigen Marvin Müdder (Mittelfeld) und Nikolas Baum (Sturm). Soner Karaman kehrte von den Red Stars an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Die Winterpause Bevor es in der Liga gegen Neuwerk weitergeht, folgen noch zwei Tests beim SV Helpenstein (23. Januar) und dem ASV Süchteln (2. Februar, 14.30 Uhr). Zudem spielte die Victoria am Mittwochabend gegen Giesenkirchen.