Fußball-Bezirksliga: VfL Jüchen-Garzweiler ist trotz Umbruch vorne dabei

Fußball-Bezirksliga : Jüchen ist trotz Umbruch und Verletzungspech in der Spur

Der Fußball-Bezirksligist hat seit der Vorbereitung mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, ist nach einem Stotterstart aber dank einer Siegesserie auf den dritten Tabellenplatz geklettert.

Eine These besagt, dass ein personeller Umbruch im Fußball eine gewisse Anlaufzeit benötigt, bis die Spieler untereinander das nötige Spielverständnis aufgebaut haben. Gesellt sich dann auch noch ein Verletztenpech hinzu, ist es in den meisten Fällen dann sogar kontraproduktiv und die Mannschaft findet sich im Abstiegskampf wieder. Beim VfL Jüchen scheinen die Uhren aber anders zu ticken.

Trainer Marcel Winkens war zu Beginn der Saison wahrlich nicht zu beneiden: Als er im Sommer sein neues Amt antrat, hatte er es mit einem neuen sportlichen Leiter, einer neuen Mannschaft und vielen verletzten Spielern zu tun. Von einer optimalen Vorbereitung träumt Winkens sicherlich heute noch. Hinzu kommt der psychologische Druck von außen, als Landesliga-Absteiger automatisch wieder zum Kreis der Aufstiegsanwärter zu zählen. Selbst Winkens stapelte zum Saisonstart tief und ist bis heute nicht davon abgewichen, auch wenn er einiges mittlerweile relativiert. Mit dem derzeitigen Rang drei in der Bezirksliga-Gruppe 3 ist Jüchen trotz aller bisherigen Widrigkeiten im Soll.

Die ersten Spiele verliefen dann auch nicht so wie gewünscht. Nach dem Auftakt-Unentschieden gegen Uedesheim folgten dann zwar zwei Siege, die aber durch die folgenden beiden Niederlagen gegen den Mitfavoriten 1. FC Viersen und den Rheydter SV zunichte gemacht wurden. Seitdem ist der VfL jedoch in neun aufeinanderfolgenden Begegnungen als Sieger vom Platz gegangen und hat außerdem das Viertelfinale im Kreispokal des Fußballkreises Neuss/Grevenbroich erreicht.

„Wir sind bisher mit den vielen Verletzungen doch recht arg gebeutelt worden. Im Grunde genommen fehlte mir an jedem Spieltag eine komplette Elf. Davon zählt die Hälfte zu den Langzeitverletzten, die andere Hälfte hat sich in den Spielen zuvor einige Blessuren eingehandelt, die einen Einsatz unmöglich machten. Doch dafür haben die Nachrücker, unter denen auch zahlreiche Spieler in ihrem ersten Seniorenjahr sind, ihre Sache hervorragend gemacht. Auch die zu Beginn unfitte Odenkirchener Fraktion hat den Rückstand aufgeholt. Dass wir jetzt eine homogene Einheit bilden, zeigt ja auch der Saisonverlauf“, erklärt Winkens.

Ob er dann in der Winterpause nachlegen wird, beantwortete der Coach: „Wir haben noch fünf wichtige Spiele bis zur Pause und wollen, wenn möglich, oben dran bleiben. Dann hoffe ich, dass so wichtige Spieler wie Konstantine Jamarishvili oder Jochen Schumacher so schnell wie möglich wieder zurückkehren und wir gesund in den Rest der Saison gehen können. Vielleicht gibt der Markt schon im Vorgriff auf die neue Spielzeit was her, dann werden wir sicherlich tätig.“ Für Winkens wird sich der Vierkampf an der Spitze bis zum Ende hinziehen. Und wenn dann wieder alle Mann an Bord sind, wird Jüchen ein gewichtiges Wörtchen in der Meister-Frage mitreden.

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