Fußball-Bezirksliga: Sportfreunde Neuwerk überzeugen in der Hinrunde

Fußball-Bezirksliga : Selbstbewusster Aufsteiger zeigt es den Pessimisten

Die Sportfreunde Neuwerk haben eine beachtliche Hinrunde in der Bezirksliga hingelegt. Nur an der Konstanz muss der Liga-Neuling noch arbeiten.

Nur nichts mit dem Abstieg zu tun haben, lautete vor Saisonbeginn die Marschrichtung. Mit dem sechsten Platz hat nun Neuwerk auch jene Pessimisten ruhig gestellt, die eine Wiederholung der einjährigen Bezirksliga-Zugehörigkeit in der Saison 2015/16 befürchteten. Eher das Gegenteil ist eingetreten, denn die Sportfreunde sind nicht nur anerkannt, sondern auch gefestigt, teils sogar gefürchtet. Wesentlichen Anteil daran hat Trainer Michele Fasanelli, der zusammen mit Michael Haag den Spielern unter anderem das nötige Selbstbewusstsein für diese Liga einimpfte.

Saisonverlauf Tabellarisch bewegte sich Neuwerk nur in der Spanne von Platz vier bis acht. Für einen Neuling ist das beachtlich. Die Saison an sich war wechselhaft. Einer Mini-Siegesserie folgte eine Mini-Niederlagenserie. Gegen die aktuell ersten Drei der Tabelle gab es Niederlagen als Anschauungsunterricht, gegen die direkt über den Sportfreunden notierten Mannschaften von Mennrath und Rheydter SV holten sie sieben von neun möglichen Zählern. Schmerzlich, aber zu verkraften waren die Niederlagen gegen Willich und das Derby in Lürrip.

Das war gut 39 erzielte Tore verteilen sich auf zwölf Spieler. Christopher Hermes ist der Toptorjäger der Sportfreunde und belegt mit bisher 15 Saisontoren den geteilten dritten Rang. Ohne Murren musste das Trainerduo Fasanelli/Haag den Ausfall von drei Stammspielern hinnehmen, die zeitgleich drei Monate ihres Studiums fernab absolvierten. Und mit Platz sechs und 28 Zählern sind sie nicht mehr weit von den erwarteten 40 Punkten entfernt und somit über dem Soll. Zudem bilden sie mit dem punktgleichen Rheydter SV eine eigene Liga in der Bezirksliga. Zur Spitzengruppe fehlen zehn Punkte, auf den direkten Verfolger sind es immerhin fünf Zähler Vorsprung.

Das war schlecht Einziges Manko dürfte die fehlende Konstanz sein. Vielleicht wäre es auch an der Zeit, die Tormaschinerie wie in der Kreisliga A wieder anzuwerfen. Aber die Sportfreunde spielen nun mal eine Liga höher, womit auch die Qualität der gegnerischen Abwerhrreihen gestiegen ist.

Personalien Für Torhüter Marvin Spinrath, der nach Odenkirchen wechselte, kam im Gegenzug Verteidiger Garri Zigunov aus Glehn.

Die Winterpause Gleich drei schwere Kaliber aus der Landesliga als Testspielgegner stehen an. Nach dem VfR Fischeln geht es über Giesenkirchen (26. Januar, 15 Uhr) abschließend zu den VSF Amern (2. Februar, 15 Uhr). Demnach gut gerüstet geht es im Ligabetrieb zum Derby nach Mennrath.