Fußball-Bezirksliga: Ricardo Martinez Ros ist ein großes Talent

Fußball: Ricardo Ros rockt die Bezirksliga

Der 19-Jährige hat in 203 Spielminuten schon drei Tore für Lürrip geschossen. Derzeit kann er sich noch nicht vorstellen, den Klub, bei dem er von Kindesbeinen an spielt, jemals zu verlassen.

Es kommt sehr selten vor, dass ein Spieler nach gerade mal fünf Einsätzen im Seniorenbereich für die Elf der Woche bei fupa.net nominiert wurde. Dem 19-jährigen Ricardo „Rico“ Martinez Ros vom SV Lürrip ist das gelungen. Doch wer ist er?

In dieser, seiner ersten Saison im Seniorenbereich, hat Ros in fünf Meisterschaftsspielen mitgewirkt. In drei Begegnungen wurde er ein-, in den beiden anderen ausgewechselt und kommt somit auf eine Spielzeit von 203 Minuten, in denen er drei Tore erzielte. Für einen, der von Trainer Dominik Pasculli eigentlich mit Defensivaufgaben betraut ist, eine bemerkenswerte Quote. Hinzu kommt das Kreispokalspiel gegen Viersen, das er als Linksverteidiger über die volle Distanz absolvierte. Pasculli will ihn ganz behutsam aufbauen. Er beschreibt Ros als ruhigen, eher schüchternen Spieler, Typ Schwiegersohn, der aber die „alte Schule“ von seinem Vater und langjährigen Trainer kennt. Ros spielt bisher nur für Lürrip und kann sich derzeit nicht vorstellen, jemals für einen anderen Verein, und sei er auch höherklassig, aufzulaufen.

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Fernandez Ros, so sein vollständiger Nachname, ist der Sohn eines Spaniers und einer Deutschen. Sein Vater hat ihn von klein auf als (Co-)Trainer mit betreut und immer ein waches Auge gehabt. Kürzlich hat „Rico“ mit seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten begonnen. Auch könne er sich vorstellen, nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn mit seinem Vater und Onkel eine Mannschaft von der F- bis zur A-Jugend zu trainieren. Doch zunächst steht die Bezirksliga auf seiner Agenda. „Ich habe immer gute Trainer gehabt. Aber ich habe gemerkt, dass es große Unterschiede in puncto Tempo, Taktik und Physis zwischen dem Junioren- und Seniorenbereich gibt. Ich will weiter den Erfolg mit der Mannschaft haben“, sagt er.

Beste Gelegenheit also bereits am Sonntag im Heimspiel, den Spitzenreiter Repelen zu stürzen. Mennrath erwartet ebenfalls zu Hause den Vorletzten Brüggen. Der Rheydter SV muss nach Budberg, Giesenkirchen nach Moers-Meerfeld, und Teutonia Kleinenbroich reist zum Aufsteigerduell an den Hohen Busch zum TDFV.

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