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Fußball-Bezirksliga: Rheydter SV weicht für Heimspiele nach Mülfort aus

Fußball-Bezirksliga : RSV trägt seine Heimspiele in der Rückrunde in Mülfort aus

Da das eigene Stadion in den Campuspark umgebaut wird, muss der Bezirksligist umziehen. Die Anlage in Odenkirchen-Süd dient ihm nur zu Trainingszwecken.

Mit Ablauf des vergangenen Kalenderjahres endete auch die Zeit das RSV-Stadions als Spielstätte des Rheydter SV. Zumindest bis zur Eröffnung des neuen Campusparks im Sommer sollte der Bezirksligist auf der Anlage an der Kölner Straße seine Heimspiele austragen. Doch die Erste Mannschaft hatte andere Pläne.

Irgendwie wurden Beobachter das Gefühl nicht los, dem RSV gefällt die zeitweilige Verlegung in den Süden Odenkirchens nicht, obwohl es eine der schönsten Anlagen im Stadtgebiet ist. Deshalb kam die Information, der „Spö“ werde seine Heimspiele in Mülfort austragen, wenig überraschend. Und die Gründe hierfür sind sogar nachvollziehbar. Da wäre erstens die Nähe zur angestammten Heimat, zweitens der Kunstrasenplatz und drittens das Flutlicht. Dies alles bietet die Anlage in Mülfort, während in Odenkirchen Flutlichtspiele auf ungeliebter Asche stattfinden müssten.

„Wir haben einen guten Draht zu den an der Schlachthofstraße beheimateten Vereinen Türkiyemspor und Red Stars. Und da wir seit gut eineinhalb Jahren unsere Montagstrainingseinheit dort austragen und wir unsere Meisterschaftsspiele weiterhin samstags austragen möchten, gab es von den beiden Vereinen keinen Einwand. Auch der Sportausschuss der Stadt hat daraufhin sein Einverständnis gegeben. Wir bedanken uns auf diesem Wege bei den beteiligten Parteien für die spontane Umsetzung unseres Wunsches“, sagte RSV-Trainer Rene Schnitzler. „Aber wir werden weiterhin den Donnerstag auf „Süd“ trainieren“, fügte er hinzu.

Für Türkiyemspors Vorsitzenden Onur Canbolat war es eine Ehrensache unter Gleichgestellten. „Wir haben vor nicht allzu langer Zeit ein Testspiel abgesagt, damit der Spö sein Meisterschaftsspiel bei uns austragen konnte. Unser sportlicher Leiter Thomas Tümmers hatte auch später dem RSV angeboten, ihre vorgezogenen Heimspiele bei uns auszutragen. Und unsere beiden Jugendmannschaften spielen zwar samstags, aber wesentlich früher. Deshalb war es von unserer Seite auch kein Problem. So wird die Anlage wenigstens sinnvoll genutzt, aber im Endeffekt hatte diesbezüglich die Stadt das letzte Wort“, erläuterte Canbolat den Ablauf.

Schon über einen längeren Zeitraum zog der Bezirksligist seine Heimspiele auf den Freitag respektive Samstag vor. Damit wollte er der großen Borussia aus dem Weg gehen und zusätzliche Zuschauer gewinnen. Das bleibt jetzt auch so, auch wenn Gladbach durch sein Europapokal-Aus in der Rückrunde seltener sonntags spielen dürfte. Ein weiterer positiver Aspekt ist für die sportliche Führung des RSV, ihre kommenden Gegner sonntags unter die Lupe nehmen können.

Bereits am Samstag (Anpfiff: 19.30 Uhr) erwartet der Spö seinen „Lieblingsgegner“ TDFV Viersen, gegen die es in den letzten drei Spielen sehr torreich zuging (18:3 Tore).