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Fußball-Bezirksliga: Dennis Richter ist der Leitwolf des SV Lürrip

Fußball : Lürrips neuer Leitwolf

Sommer-Zugang Dennis Richter ist beim Bezirksligisten schnell Führungsspieler geworden. Das gute Verhältnis zu Trainer Dominik Pasculli wirkt sich positiv aus.

Der Aderlass beim SV Lürrip – die erfahrenen Spieler haben aufgehört oder den Verein gewechselt – hat Auswirkungen auf die Rangfolge innerhalb des Teams. Mit seinen 28 Jahren und der Erfahrung aus höherklassigen Ligen ist nun Dennis Richter als Leitwolf der Kopf der Mannschaft.

Richter hat schon in etlichen Teams gespielt – im Jugendbereich neben dem TuS Wickrath auch bei Borussia, dem Rheydter SV, Victoria Mennrath und Rheindahlen. Beim SCR verdiente er sich die ersten Sporen im Seniorenbereich, ehe es ihn zum 1. FC Mönchengladbach zog, mit dem er auch den Oberliga-Aufstieg feierte. Vom Westend ging es zum Namensvetter 1. FC in Viersen, bei dem er sich gleich am Knie verletzte und acht Monate ausfiel. Nach einem halben Jahr in der Saison 2017/18 wechselte er zum damaligen B-Ligisten Wickrathhahn und durfte gleich den Aufstieg in die Kreisliga A feiern, wo er die folgende Saison noch absolvierte. Seit Beginn dieser Spielzeit ist er nun in den Lürriper Vereinsfarben zu sehen.

„Ich habe mich in Lürrip überraschend schnell eingelebt“, sagt der Mittelfeldakteur. Und sein Coach Dominik Pasculli hält viel von seinem Regisseur. „Er läuft zwar nicht viel, aber am Ball ist er perfekt. Ich rede sehr viel mit ihm, er ist ja auch mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Er ist unheimlich ehrgeizig, hat aber mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Aber er zeigt es allen Kritikern“, sagt Pasculli. „Ich habe meine Ernährung umgestellt und lebe nun wesentlich vernünftiger. Fast Food gibt es nur noch selten, und dies nur wegen meiner beiden Kinder“, erklärt Richter schon von sich aus, der Pasculli als eines seiner Vorbilder sieht. „Ich habe mit ihm schon in Rheindahlen zusammen gespielt und mir sehr viel von ihm abgeguckt und auch gelernt.“

Sowohl für Pasculli als auch für Richter war das 0:5 verlorene Nachholspiel bei TuRa Brüggen am Mittwoch ein gebrauchter Abend, an dem nichts zusammenlief. „Ich hätte alleine schon zwei Buden machen müssen, traf den Ball aber nie richtig. Und Brüggen kommt zweimal vor unser Tor und trifft. Da war dann alles gelaufen“, sagt Richter. In Neuzugang Michael Kersten hat er nun immerhin einen weiteren Spieler mit Erfahrung neben sich. „Jetzt wird es leichter, wenn sich die Verantwortung auf mehreren Schultern verteilt. Wenn wir jetzt auch noch auswärts punkten und nicht nur die Punkte zuhause holen, werden wir uns sicherlich retten“, zieht Richter eine positive Bilanz für den anstehenden Abstiegskampf.

Der zur Zeit arbeitslose Automobilverkäufer könnte sich nach dem Ende seiner Fußballlaufbahn eine Trainer- oder Vorstandsarbeit gut vorstellen: „Dann würde ich auch einen Trainerschein machen. Und wenn es mit einem neuen Arbeitgeber gut passt, könnte ich erste Erfahrungen im Jugendbereich sammeln. Ansonsten blieben nur noch die Senioren.“